Halle – Die Zukunft des Wohnens entscheidet sich nicht allein im Neubau. Ein großer Teil der Herausforderungen liegt im Bestand: Dort müssen Gebäude und Quartiere an die Folgen des Klimawandels angepasst, energetisch weiterentwickelt und gleichzeitig als lebenswerte Orte erhalten werden. Die Sommertour von GdW-Präsident Axel Gedaschko durch Sachsen-Anhalt zeigte am 16. Juli 2026 unterschiedliche Beispiele dafür, wie Wohnungsunternehmen, Genossenschaften, Stadtwerke und weitere Partner gemeinsam Lösungen entwickeln.
Themen
Recht so
Zahlungsverweigerung bei Stromrechnungen bei eigener Untätigkeit: Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Beschluss vom 10. Februar 2026 (Az.: VIII ZR 88/25) darauf hingewiesen, dass wenn ein Stromkunde die ihm vom Versorger eingeräumte Möglichkeit zur Selbstablesung über Jahre ungenutzt verstreichen und er auch keine Nachprüfung der Messeinrichtung verlangt, es ihm unter den im Einzelfall obwaltenden Umständen trotz eines weiter nicht erklärlichen Verbrauchssprungs um ein Vielfaches im Vergleich mit anderen Verbrauchszeiträumen verwehrt sein kann, Einwände gegen Rechnungen und Abschlagsberechnungen mit dem Ziel eines...
Real Estate Summit WOHNEN: Die Zukunft des Wohnens im Fokus
Berlin – Als bundesweites Konferenzformat bringt der Real Estate Summit WOHNEN zentrale Akteure der Wohnungswirtschaft mit Politik, Wissenschaft, PropTechs und Think-Tanks zusammen. Im Mittelpunkt standen am 7. Juli 2026 in Berlin die Zukunftsfragen des Wohnens – von der Weiterentwicklung unserer Städte über neue Bauweisen bis hin zu neuen Wohn- und Lebensmodellen. Ziel des Formats ist es, einen Raum für offenen Austausch und Diskussionen über die Herausforderungen und Perspektiven des Wohnens zu schaffen.
EEG-Reform droht Energiewende im Mehrfamilienhaus auszubremsen
Berlin – Die geplante Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2027 droht den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Mehrfamilienhäusern erheblich zu erschweren. Der Ausstieg aus der verlässlich vergüteten Einspeisung, neue Direktvermarktungspflichten und pauschale Einspeisebegrenzungen könnten zahlreiche Mieterstrom- und Vor-Ort-Versorgungsmodelle unwirtschaftlich machen. Damit gerät die Energiewende in der wichtigsten Wohnform Deutschlands unter Druck. Rund 44 Millionen Menschen leben zur Miete. Anders als Eigenheimbesitzer können sie in der Regel nicht selbst entscheiden, ob eine Photovoltaikanlage installiert wird und sie günstigen Solarstrom vom eigenen Dach nutzen...
Neue Folgen der Videoreportage „Bei uns ist Zuhause“: Haus (fast) ohne Heizung
Ingolstadt – Während in Deutschland erbittert über Wärmepumpen, Öl und Gas gestritten wird, steht in Ingolstadt ein Haus, das diese Debatte fast beiläufig kontert: Es kommt nahezu ohne Heizung aus. Statt auf Technik setzt das Mehrfamilienhaus ohne klassische Heizung auf ein Prinzip, das so alt ist wie das Bauen selbst: die intelligente Nutzung von Sonnenenergie, Speichermasse und Abwärme.
Bundesförderung für klimaangepasste Städte und Gemeinden: Hohe Nachfrage der Kommunen
Berlin – Der Projektaufruf im Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel" sei auf großes Interesse gestoßen. Das berichtet das Bundesministerium für Wohnen Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB). Städte und Gemeinden in ganz Deutschland wollen investieren, um Grün- und Freiflächen besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Die zunehmende Häufigkeit von Extremwetterereignissen wie Hitze, Trockenheit und Starkregen macht deutlich, dass Kommunen ihre Infrastruktur und Planung zukunftsfähig ausrichten müssen.
54
Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens geben Studierende in Deutschland, die nicht bei ihren Eltern leben, für Wohnkosten aus. Wie das Statistische Bundesamt nach Ergebnissen der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2025 mitteilte, stellen hohe Wohnkosten viele Studierende damit vor finanzielle Herausforderungen. Mit 54 Prozent ist der Anteil der Wohnkosten am verfügbaren Haushaltseinkommen für Studierende mit eigener Haushaltsführung mehr als doppelt so hoch wie für die Gesamtbevölkerung (24 Prozent).
GdW-Sommertour 2026: Zwischen Stadtumbau und Klimawende in Brandenburg und Berlin
Guben/Eisenhüttenstadt/Berlin – Die diesjährige Sommertour führte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, und Maren Kern, Vorständin des BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, am 14. und 15. Juli 2026 durch Brandenburg und Berlin, um sich vor Ort über die unterschiedlichen Herausforderungen der Branche zu informieren. Dabei wurde deutlich: Ob schrumpfende Wohnungsmärkte oder klimafreundliche Quartiersentwicklung – die Wohnungswirtschaft braucht vor allem verlässliche politische Rahmenbedingungen.