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Mehr Wohnungen im Bestand: Technikakademie fordert andere Regeln und gezieltere Förderung

Berlin – Aufstockungen und Umnutzungen sollen helfen, den Wohnungsmangel zu lindern. Zwei neue Impulspapiere der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften beschreiben, wie Bund, Länder und Kommunen dafür Hindernisse abbauen könnten. Die Vorschläge reichen von vereinfachten Bauvorschriften bis zu einer stärkeren sozialen Bindung von Fördermitteln.

7. September 2026
cmlanz

Zusätzlicher Wohnraum muss nicht ausschließlich in neuen Wohngebieten entstehen. Auch bestehende Gebäude lassen sich erweitern, Gewerbeflächen umnutzen oder große Wohnungen teilen. Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) sieht darin bislang unzureichend genutzte Möglichkeiten. In zwei am 7. September veröffentlichten Impulspapieren stellt sie Vorschläge vor, die bezahlbares Wohnen im städtischen Bestand erleichtern sollen. Erarbeitet wurden sie im Austausch von Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Die Beiträge verbinden bauliche Maßnahmen mit wohnungspolitischen Instrumenten. Es geht also nicht nur um zusätzliche Wohnungen, sondern auch darum, vorhandenen Wohnraum langfristig bezahlbar zu halten. Betrachtet werden sowohl einzelne Gebäude als auch ganze Quartiere.

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🏗️ Serielles Sanieren nimmt Fahrt auf – vom Pionierprojekt in die Breite! Wie schaffen wir es, den Gebäudebestand schneller, wirtschaftlicher und zugleich klimaneutral zu machen? Darüber diskutierten heute auf der @[EXPO REAL (Messe München)] am Verbände+ Stand @[Stolte Christian] (@[Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)], @[Tim-Oliver Müller] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]) und GdW-Hauptgeschäftsführerin @[Ingeborg Esser], moderiert von @[Michael Neitzel]. Im Mittelpunkt: die neue Rahmenvereinbarung SerSan 1.0 von GdW, Bauindustrie und dena. Und das Interesse des Marktes ist groß: 48 Teilnahmeanträge sind eingegangen – von regionalen ebenso wie überregionalen Anbietern. 💬 „Die Offenheit unserer Mitgliedsunternehmen für das serielle Sanieren hat deutlich zugenommen“, betonte Ingeborg Esser. Die Rahmenvereinbarung soll insbesondere kommunalen und öffentlichen Wohnungsunternehmen einen deutlich einfacheren und schnelleren Zugang zu seriellen Sanierungslösungen ermöglichen – wesentliche Schritte des aufwendigen europäischen Vergabeverfahrens werden bereits vorweggenommen. Das Potenzial ist enorm: Sechs unterschiedliche Gebäudetypen sowie verschiedene Sanierungs- und Effizienzstandards sollen dafür sorgen, dass Lösungen für einen möglichst breiten Bestand angeboten werden können. Klar wurde in der Diskussion aber auch: Klimaneutralität darf nicht mit maximaler Effizienz jedes einzelnen Gebäudes verwechselt werden. Entscheidend ist der Blick auf den gesamten Bestand. Begrenzte finanzielle Mittel müssen dort eingesetzt werden, wo sie die größte CO₂-Wirkung entfalten. Der GdW setzt sich deshalb weiterhin dafür ein, auch EH 85 angemessen in der Förderung zu berücksichtigen. 🏭 Serielles Sanieren bietet dabei mehr als Kostenvorteile: Vorfertigung, Digitalisierung sowie die Verbindung von Planung und Bauen können Geschwindigkeit, Produktivität und Qualität deutlich erhöhen. Gleichzeitig schafft die Rahmenvereinbarung mehr Planungssicherheit für die Unternehmen und erleichtert Wohnungsunternehmen die Vergabe. Jetzt kommt es darauf an, aus dem großen Marktinteresse konkrete Projekte zu machen. Denn eines ist sicher: Serielles Sanieren ist längst mehr als ein Experiment – es kann zu einem wichtigen Baustein für den klimaneutralen Gebäudebestand werden.

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