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Mehr Wohnungen im Bestand: Technikakademie fordert andere Regeln und gezieltere Förderung

Berlin – Aufstockungen und Umnutzungen sollen helfen, den Wohnungsmangel zu lindern. Zwei neue Impulspapiere der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften beschreiben, wie Bund, Länder und Kommunen dafür Hindernisse abbauen könnten. Die Vorschläge reichen von vereinfachten Bauvorschriften bis zu einer stärkeren sozialen Bindung von Fördermitteln.

7. September 2026
cmlanz

Zusätzlicher Wohnraum muss nicht ausschließlich in neuen Wohngebieten entstehen. Auch bestehende Gebäude lassen sich erweitern, Gewerbeflächen umnutzen oder große Wohnungen teilen. Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) sieht darin bislang unzureichend genutzte Möglichkeiten. In zwei am 7. September veröffentlichten Impulspapieren stellt sie Vorschläge vor, die bezahlbares Wohnen im städtischen Bestand erleichtern sollen. Erarbeitet wurden sie im Austausch von Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Die Beiträge verbinden bauliche Maßnahmen mit wohnungspolitischen Instrumenten. Es geht also nicht nur um zusätzliche Wohnungen, sondern auch darum, vorhandenen Wohnraum langfristig bezahlbar zu halten. Betrachtet werden sowohl einzelne Gebäude als auch ganze Quartiere.

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Zum Abschluss des NEW bauhaus Festivals in Weimar hat Festivaldirektor @[Michael Rücker] zu einer Verbänderunde unter der Überschrift „Neustart Baustelle. Welche Geschäftsmodelle die Bauwirtschaft durch die Transformation tragen“ eingeladen, an der u.a. Dr. @[Christian Lieberknecht] (#GdW) teilnahm. In einem Impulsvortrag von @[Martin Langen] (@[B+L Marktdaten GmbH - construction market research]) wurde deutlich, dass auch künftig eine hohe Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland besteht. Angesichts eines aktuellen Wohnungsbedarfs von ca. 1,2 Mio. und ca. 10 Mio. Menschen in beengten Wohnungen bedarf es mehr Neubau, auch als wichtige Fluktuationsreserve für den Wohnungsmarkt. @[Dirk Salewski] (@[Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen]) machte klar, dass sich in der aktuellen Lage kaum noch ein Haushalt eine neue Wohnung leisten kann. Man sollte daher hinterfragen, ob die hohen Standards des Bauens noch sinnvoll sind. @[Olaf Demuth] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie], @[Zech Group]) verwies auf eine durchschnittliche Auslastung der Bauunternehmen von ca. 75 %, die im Wohnungsbau mit ca. 35-40 % noch deutlich geringer ausfällt. Dr. Tillman Prinz (Bundesarchitektenkammer) betonte, dass mit der Diskussion um den Gebäudetyp E und dem „Hamburg Standard“ der richtige Weg eingeschlagen wurde. Er sieht zudem Potenziale im Bestand. Dr. Christian Lieberknecht machte deutlich, dass es vor allem darum geht, bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Er verwies auf serielles und modulares Bauen als innovativen Lösungsansatz. Mit der Neuauflage der Rahmenvereinbarung 2.0 stellt der GdW seinen 3.000 Mitgliedern 25 ausgewählte Konzepte zur Verfügung. Neben den Verbänden ist auch der Bund gefordert: Das angekündigte Gebäudetyp-E-Gesetz liegt noch immer nicht vor. Seine Verabschiedung ist dringend notwendig, um Baukosten zu reduzieren und dem Wohnungsneubau wieder Schwung zu verleihen.

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