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Mehr Wohnungen im Bestand: Technikakademie fordert andere Regeln und gezieltere Förderung

Berlin – Aufstockungen und Umnutzungen sollen helfen, den Wohnungsmangel zu lindern. Zwei neue Impulspapiere der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften beschreiben, wie Bund, Länder und Kommunen dafür Hindernisse abbauen könnten. Die Vorschläge reichen von vereinfachten Bauvorschriften bis zu einer stärkeren sozialen Bindung von Fördermitteln.

7. September 2026
cmlanz

Zusätzlicher Wohnraum muss nicht ausschließlich in neuen Wohngebieten entstehen. Auch bestehende Gebäude lassen sich erweitern, Gewerbeflächen umnutzen oder große Wohnungen teilen. Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) sieht darin bislang unzureichend genutzte Möglichkeiten. In zwei am 7. September veröffentlichten Impulspapieren stellt sie Vorschläge vor, die bezahlbares Wohnen im städtischen Bestand erleichtern sollen. Erarbeitet wurden sie im Austausch von Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Die Beiträge verbinden bauliche Maßnahmen mit wohnungspolitischen Instrumenten. Es geht also nicht nur um zusätzliche Wohnungen, sondern auch darum, vorhandenen Wohnraum langfristig bezahlbar zu halten. Betrachtet werden sowohl einzelne Gebäude als auch ganze Quartiere.

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Mietkautionskonten dienen einem einzigen Zweck: der Sicherung von Ansprüchen aus konkreten Mietverhältnissen. Die Kaution ist in Deutschland gesetzlich auf drei Nettokaltmieten begrenzt und strikt vom Vermögen des Vermieters getrennt zu halten. Deshalb muss der Vermieter sie auf einem Treuhandkonto anlegen, bei vielen Mietern auf einem #Treuhandsammelkonto. Kurz: Ein Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsrisiko gibt es nicht, weil die Kaution immer nur Teil eines Mietverhältnisses ist und am Ende zum Beispiel vom Vermieter genutzt werden kann, wenn die Wohnung nicht in dem vertraglich geschuldeten Zustand zurückgegeben wird.   Deshalb sieht der GdW einen aktuellen Entwurf der europäischen Geldwäschebehörde AMLA sehr kritisch: Er würde alle Treuhandsammelkonten gleich behandeln und damit die bewährte risikoorientierte Praxis bei Mietkautionssammelkonten einschränken. Die Folge wäre, dass sämtliche Mieterinnen und Mieter nachträglich identifiziert und verifiziert werden müssten, mit erheblichem Aufwand für Wohnungsunternehmen und Mietende. Gerade für ältere Menschen, Betreuungsfälle oder Menschen mit sprachlichen Barrieren wäre das unverhältnismäßig.   Unsere Position ist klar: Regulierung muss risikogerecht und verhältnismäßig bleiben. Wir sind klar gegen Geldwäsche. Aber mit Mietkautionen erfolgt diese nicht! Deshalb haben wir uns an Bundesfinanzminister @[Lars Klingbeil] und Justizministerin Stefanie Hubig gewandt und setzen uns für eine ausdrückliche risikoorientierte Ausnahmeregelung ein.   Die AMLA lädt aktuell zu sektoralen Roundtables zu vereinfachten Sorgfaltspflichten (Simplified Due Diligence) ein. Diese Gelegenheit wird der GdW nutzen, um die Praxis der Wohnungswirtschaft einzubringen – für Regeln, die wirken, ohne unnötige Bürokratie zu schaffen.   #Wohnungswirtschaft #Bürokratieabbau #Geldwäscheprävention #AMLA #EU @[Ingeborg Esser] @[Axel Gedaschko] @[Christian Lieberknecht]

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