Darmstadt – Trotz geopolitischer Krisen, steigender Energiepreise und schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen hält die sozial orientierte Wohnungswirtschaft am Ziel der Klimaneutralität fest. Das wurde auf dem 6. Fachkongress der Initiative Wohnen.2050 (IW.2050) in Darmstadt deutlich. In Vorträgen, Panels und Workshops diskutierten rund 280 Teilnehmende über Wege zur Wärmewende und die Zukunft des bezahlbaren Wohnens. Energieexperte Dr. Tim Meyer machte in seiner Keynote deutlich, dass die weltweite Stromproduktion aus Wind- und Solarenergie weiterhin stark wächst. Die Entwicklung verlaufe deutlich schneller als früher...
Klimaschutz
Koalitionsausschuss kündigt stabilen CO₂-Preis für 2027 an: GdW begrüßt Signal für mehr Planungssicherheit
Berlin – Der Koalitionsausschuss hat sich am 12. Mai 2026 darauf verständigt, den CO₂-Preis im kommenden Jahr stabil halten zu wollen. Damit würde der bisherige nationale Preiskorridor auch 2027 fortgeführt und ein sprunghafter Anstieg des CO₂-Preises vermieden. Hintergrund ist die Verschiebung des europäischen Emissionshandelssystems ETS II auf das Jahr 2028.
Klimapolitik im Gebäudesektor: Wohnungswirtschaft warnt vor zusätzlicher Investitionsabgabe – Anreize statt Belastungen nötig
Berlin – Anlässlich eines aktuellen Vorschlags des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zur Ausgestaltung des geplanten Gebäudemodernisierungsgesetzes mahnt die Wohnungswirtschaft eine stärkere Fokussierung auf wirksame und sozial verträgliche Anreizmechanismen an.
CO₂-Kostenaufteilungsgesetz: Evaluierungsbericht bestätigt funktionierendes Grundsystem – GdW sieht Korrekturbedarf bei Fernwärme
Berlin – Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat im April 2026 den Evaluierungsbericht zum CO₂-Kostenaufteilungsgesetz vorgelegt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das bestehende System grundsätzlich funktioniert – sieht aber zugleich an mehreren Stellen Nachbesserungsbedarf. Der Bericht bestätigt wichtige Positionen des GdW, macht jedoch auch strukturelle Schwächen deutlich, insbesondere bei der Berechnung der CO₂-Kosten im Bereich der Fernwärme.
Serielles Sanieren: Neue Allianz gegründet – GdW bringt mit Rahmenvereinbarung Tempo in Markthochlauf
Köln/Berlin – Die serielle Sanierung gewinnt weiter an Dynamik: Mit der Gründung der Deutschen Allianz für Serielle Sanierung (DASS) bündeln führende Anbieter ihre Kräfte, um die industrielle Modernisierung des Gebäudebestands voranzutreiben. Parallel treibt der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW mit einer eigenen Rahmenvereinbarung den Markthochlauf voran – ein Schritt, der für Tempo, Skalierung und sinkende Kosten entscheidend sein dürfte.
Vernetzt in die Wärmezukunft: Impulse aus Chemnitz für die Wohnungswirtschaft
Chemnitz – Die Wärmewende ist längst kein abstraktes Zukunftsszenario mehr, sondern konkrete Aufgabe für die Wohnungswirtschaft. Wie sie gelingen kann, zeigte eine gemeinsame Netzwerkveranstaltung mit der TKI mbH auf dem Energiecampus in Chemnitz – bereits zum zweiten Mal ein Treffpunkt für Fachleute, Praktiker und Entscheider aus der Branche.
Auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt – Ergebnisse aus dem Projekt TRUST vorgestellt
Dresden/Görlitz – Wie kann der Wandel zur klimaneutralen Stadt gelingen und welche Rolle spielen dabei der Wissensaustausch und das Zusammenwirken vieler Akteure aus diversen stadtgesellschaftlichen Bereichen? Vier Jahre lang hat das Projekt TRUST diese Frage in der Stadt Görlitz bearbeitet. Unter Federführung des Interdisziplinären Zentrums für transformativen Stadtumbau (IZS) haben in dem Projekt zahlreiche Görlitzerinnen und Görlitzer intensiv zusammengearbeitet, um die Stadt zukunftsfähig zu gestalten. Die Erfahrungen sind in verschiedenen Publikationen dokumentiert. Sie sollen dabei unterstützen, den Weg gemeinsam und...
Knapp ein Drittel lebt in Kommunen mit fertigem Wärmeplan
Bonn – Die kommunale Wärmeplanung kommt bundesweit voran. Ende 2025 lebten bereits 29 Prozent der Bevölkerung beziehungsweise 24,2 Millionen Menschen in Deutschland in Gemeinden mit fertiggestelltem Wärmeplan. Das geht aus einer Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor.