Wohnungswirtschaft Online mobile Logo Wohnungswirtschaft Online desktop Logo
  • wiPlus
  • Bundespolitik
  • Europa & Welt
  • Landespolitik
  • Themen
  • Unternehmen
  • Mediathek
  • Publikationen
  • Abo
  • Newsletter
Wohnungswirtschaft OnlineWohnungswirtschaft Online
Abonnement Anmelden
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw

Klimapolitik im Gebäudesektor: Wohnungswirtschaft warnt vor zusätzlicher Investitionsabgabe – Anreize statt Belastungen nötig

Berlin – Anlässlich eines aktuellen Vorschlags des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zur Ausgestaltung des geplanten Gebäudemodernisierungsgesetzes mahnt die Wohnungswirtschaft eine stärkere Fokussierung auf wirksame und sozial verträgliche Anreizmechanismen an.

20. April 2026
Hand adds wooden block with CO2 symbol on stack of coins. Concept about rising costs carbon emissions and climate, change impact on economy and global business.
Foto: Adobestock

Das PIK schlägt in seiner Analyse „Zwischen Anspruch und Wirkung: Das Gebäudemodernisierungsgesetz und wie es anders gehen kann“ unter anderem eine vorgelagerte CO₂-basierte Investitionsabgabe auf fossile Heizungen vor, flankiert von Fördermaßnahmen für klimafreundliche Technologien.

Aus Sicht des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW greift dieser Ansatz jedoch zu kurz und birgt erhebliche Risiken für Investitionen und bezahlbares Wohnen.

„Eine zusätzliche Investitionsabgabe auf fossile Heizungen würde sowohl Vermieter als auch Mieter belasten – bei den Investitionskosten ebenso wie bei den Betriebskosten. Das ist in der aktuellen Situation das falsche Signal“, erklärt Axel Gedaschko, Präsident des GdW. „Wir brauchen keine weiteren Belastungen, sondern verlässliche und planbare Anreize, damit die Wärmewende im Gebäudesektor tatsächlich Fahrt aufnimmt.“

Statt zusätzlicher Abgaben spricht sich die Wohnungswirtschaft für eine gezielte Weiterentwicklung der Förderkulisse sowie für strukturelle Anpassungen aus. Dazu zählen insbesondere planbare, degressiv ausgestaltete Förderprogramme für klimafreundliche Heizsysteme sowie eine Überprüfung und Weiterentwicklung der Modernisierungsumlage.

Ein zentraler Hebel liegt zudem in den Energiepreisen. So zeigt auch die im PIK-Papier aufgegriffene Debatte um einen sogenannten Dekarbonisierungsstrompreis, dass das Verhältnis von Strom- und Gaspreisen entscheidend für den Erfolg der Wärmewende ist. Analysen belegen, dass eine deutliche Absenkung des Strompreises – etwa durch eine Reduzierung der Stromsteuer für Wärmepumpen – erhebliche zusätzliche Investitionsimpulse auslösen kann.

„Wenn wir den Umstieg auf klimafreundliche Technologien beschleunigen wollen, müssen wir die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen richtig setzen. Ein wettbewerbsfähiger Strompreis für Wärmepumpen kann hier einen echten Durchbruch bringen“, so Gedaschko weiter. „Die Kombination aus attraktiven Förderbedingungen und einem klaren Preissignal zugunsten der Elektrifizierung ist der deutlich effektivere Weg als zusätzliche Abgaben.“

Der GdW betont, dass die Transformation des Gebäudesektors nur gelingen kann, wenn Klimaschutz, Investitionsfähigkeit und soziale Tragfähigkeit gleichermaßen berücksichtigt werden. (schi/schä)

Die Analyse des PIK finden Sie hier.

Mehr Baugenehmigungen – aber trübe Stimmung beim #Wohnungsbau 🏗️ Die Baugenehmigungen steigen zwar (August: +6,8 %), doch von einer echten Entspannung auf dem Wohnungsmarkt sind wir weit entfernt. Die harten Fakten: 👉 Massive Lücke: Wir brauchen jährlich 320.000 neue Wohnungen, erwarten in diesem Jahr aber nur rund 200.000 Fertigstellungen. 👉 Getrübtes Klima: Das ifo-Institut meldet für September -25,1 Punkte im Wohnungsbau; 41,3 % der Unternehmen klagen über Auftragsmangel. 👉 Das Kernproblem: Solange sich der Neubau wirtschaftlich nicht rechnet, bleiben genehmigte Wohnungen schlicht ungebaut. Was jetzt geschehen muss: 1. Gebäudetyp E schnell umsetzen: Einfacher Gebäudebasisstandard („E wie einfach“) baut kostentreibende Anforderungen ab. 2. Verlässliche Förderung: Förderlücken bei der Neubauförderung (EH55-Plus) und Kürzungen für 2027 müssen unbedingt vermieden werden. 3. Rahmen- und Investitionsbedingungen verbessern: Die Investorenkonferenz der Bundesregierung am 19./20. Oktober muss endlich konkrete wirtschaftliche Taten liefern.

0 Share

wi Wohnungspolitische Informationen 42/2026

wi_2642_eMag

WI 42/2026

  • Registrieren
  • Abonnement
  • Artikel ansehen
  • Newsletter
  • Abonnement
  • Kündigung
  • Kontakt
  • Mediadaten
Wohnungswirtschaft Online Abonnement Anmelden

Unsere Partner

  • DigiWoh
  • BBA
  • BID
  • Housing Europe
  • Initative Wohnen
  • NaWoh
  • Praxispfad
  • DEWSWOS
  • EBZ
  • InWIS
  • © Copyright 2026
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • AGB
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw