wi Wohnungspolitische Informationen 44/2026

GdW

Gebäudetyp E: Ohne Rechtssicherheit für Vermieter kein günstigeres Bauen

Berlin – Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW bewertet den Referentenentwurf zum Gebäudetyp E als enttäuschend und unzureichend. Nach einem langwierigen Prozess, in dem sich die zuständigen Ministerien lange nicht auf einen tragfähigen Weg verständigen konnten, fehlt weiterhin die entscheidende Voraussetzung für die praktische Anwendung im Mietwohnungsbau: die verbindliche Verzahnung von Bauvertrags- und Mietrecht. Einfachere Baustandards sollen zwar bauvertraglich leichter vereinbart werden können. Ihre rechtssichere Anwendung im anschließenden Mietverhältnis wird jedoch nicht entsprechend gesetzlich abgesichert.

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Studie zeigt: Mehrheit der Großstadtbewohner ist mit ihrem Wohnumfeld zufrieden

Bonn – Die große Mehrheit der Menschen in deutschen Großstädten ist laut einer neuen Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) mit ihrem Wohnumfeld zufrieden. Rund 70 Prozent der Befragten bewerten ihr Wohngebiet als „eher gut“ oder „sehr gut“. Allerdings unterscheidet sich die Zufriedenheit deutlich zwischen einzelnen Stadtteilen und Bevölkerungsgruppen.

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Videoreportage „Bei uns ist Zuhause”: Was, wenn nur die Alten bleiben?

Erfurt – Wo einst fast 20.000 Menschen lebten, sind es heute noch rund 8.000: Herrenberg, ein Stadtteil von Erfurt, steht beispielhaft für eine Entwicklung, die an vielen Orten in Deutschland passiert: Sie schrumpfen und gleichzeitig verschiebt sich ihre Altersstruktur. Viele junge Menschen zieht es in Großstädte, während die Älteren bleiben oder vom Land in die Stadt ziehen. Um diese Herausforderung geht es in der fünften Folge der dritten Staffel der GdW-Videoreihe „Bei uns ist Zuhause". In Erfurt hilft die Wohnungsbaugenossenschaft...

Weiterbildung

Bundesberatungsnetzwerk Azubi-Wohnen gestartet

Berlin – Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag auf die Bündelung von Beratungskompetenzen für Azubi-Wohnen in einer Anlaufstelle auf Bundesebene verständigt. Die Umsetzung des Auftrags erfolgt über ein Bundesberatungsnetzwerk und damit mehrere Anlaufstellen zum Thema Azubi-Wohnen, um weitere Akteure für dieses so wichtige Marktsegment zu gewinnen. Neben dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sind noch sieben weitere Netzwerkpartner dabei.

Stromnetz Berlin standardisiert die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung

Berlin – Stromnetz Berlin hat ein Portal für die Anmeldung und Abwicklung gemeinschaftlicher Gebäudeversorgungen (GGV) freigeschaltet. Anlagenbetreibende können dort unter anderem neue Photovoltaikanlagen anmelden, bestehende ­Messkonzepte ändern und später die Teilnehmenden der GGV verwalten.

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Prozent des Gesamtwerts der steuerlich berücksichtigten Vermögensübertragungen durch Erbschaften und Schenkungen entfielen 2025 auf Westdeutschland. Damit gibt es bei Erbschaften und Schenkungen deutliche Unterschiede zwischen Ost und West. Darauf weist das Statistische Bundesamt in einer Auswertung der aktuellen Steuerstatistik hin. In den östlichen Ländern und Berlin lebte Ende 2025 knapp ein Fünftel (19 Prozent) der Bevölkerung Deutschlands, ihr Anteil an dem Gesamtwert der steuerlich berücksichtigten Vermögensübertragungen entsprach fünf Prozent.

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GdW News

GdW setzt Zeichen gegen die BEG-Reform: Mit einer Social-Media-Kampagne macht der GdW auf die Folgen der geplanten Änderungen bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) aufmerksam. Anhand prägnanter Postings bei Instagram und LinkedIn zeigt der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft, wie die Reform die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden ausbremsen und die Erreichung der Klimaziele in der Wohnungswirtschaft gefährden könnte. Es braucht eine Förderung, die wirtschaftlich umsetzbare Sanierungsmaßnahmen unterstützt, CO2-Emissionen wirksam reduziert und die finanziellen Belastungen für Mieter im Blick behält.

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Recht so

Es könnte so einfach sein: Das Bundesjustizministerium hat den Entwurf für ein Gebäudetyp-E-Gesetz vorgelegt. Inhaltlich regelt der Entwurf, dass die Parteien eines Bauvertrags durch eine Vereinbarung in Textform die Regelungen über einen gesetzlichen Basisstandard (Gebäudetyp E) zur Anwendung bringen können. Sie können also unter vereinfachten Voraussetzungen Beschaffenheitsmerkmale vereinbaren, die von dem für vergleichbare Gebäude ansonsten üblichen Qualitätsstandard abweichen. Wird der Gebäudetyp E vereinbart, ist das Gebäude frei von Sachmängeln, soweit es die in den jeweils zu beachtenden Technischen Baubestimmungen der...

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Vergesellschaftungsdebatte: Verfassungsrechtliche Klärung statt politischer Empörung notwendig

Berlin – Die Debatte über eine Verstaatlichung großer Wohnungsunternehmen in Berlin zeigt, wie dringend notwendig eine rechtliche Klärung von Artikel 15 des Grundgesetzes (GG) ist. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW unterstützt deshalb die Forderung nach einem Auslegungsgesetz, das die Voraussetzungen und Grenzen einer Vergesellschaftung konkretisiert und für mehr Rechtssicherheit sorgt. Zugleich warnt der GdW vor den wohnungs- und wirtschaftspolitischen Folgen einer Vergesellschaftung.