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Videoreportage „Bei uns ist Zuhause”: Was, wenn nur die Alten bleiben?

Erfurt – Wo einst fast 20.000 Menschen lebten, sind es heute noch rund 8.000: Herrenberg, ein Stadtteil von Erfurt, steht beispielhaft für eine Entwicklung, die an vielen Orten in Deutschland passiert: Sie schrumpfen und gleichzeitig verschiebt sich ihre Altersstruktur. Viele junge Menschen zieht es in Großstädte, während die Älteren bleiben oder vom Land in die Stadt ziehen. Um diese Herausforderung geht es in der fünften Folge der dritten Staffel der GdW-Videoreihe „Bei uns ist Zuhause". In Erfurt hilft die Wohnungsbaugenossenschaft WBG Einheit mit einem „Lotsensystem“ ihren Mietern, ihre Lebenssituationen zu meistern und miteinander in Kontakt zu bleiben.

29. Oktober 2026
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Sylvio Böhm ist der „Einsamkeitslotse“ der WBG Einheit. Er unterstützt Bewohner, die ihren Alltag oft allein bewältigen müssen – doch nicht nur das. Neben älteren Menschen unterstützt Böhm auch psychisch Erkrankte, suchtkranke und verwahrloste Mieter – und er ist Ansprechpartner bei Konflikten zwischen Mietern. Das klingt nach vielen Baustellen, und genau dies spiegelt die Realität: In keinem Quartier lässt sich das Leben sauber in Zuständigkeiten sortieren.

Das Ziel seiner Arbeit? „Gerade was die älteren Menschen betrifft versuchen wir, dass diese so lange wie möglich weitestgehend selbstbestimmt in ihren Wohnungen verbleiben können.“ Niemand solle „wegen irgendwelcher Einschränkungen – die vielleicht noch nicht mal dramatisch sind – in ein Altersheim abgeschoben werden“. Was älteren Menschen am meisten fehlt? Böhm antwortet ohne Umweg: „Eine Unterhaltung, ein gutes Gespräch.“ Dann erzählt er von Menschen, die nach einer Woche ohne Besuch Angst haben, „das Sprechen zu verlernen, weil sie eine Woche keinen Wortwechsel hatten“.

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Die BEG-Reform verhindert, dass die Wohnungswirtschaft ihre Klimaziele erreichen kann. Beispiel: Gefördert werden nur noch Sanierungsstandards, die sich in Bestandsgebäuden nicht wirtschaftlich umsetzen lassen. Die Folgen für unsere mehr als 3.000 Genossenschaften und Wohnungsunternehmen, und deren Mieter sind gewaltig: allein im kommenden Jahr können 51.000 Wohnungen nicht energetisch saniert werden. Die Heizkosten steigen also weiter! Lösung: Wir brauchen eine Förderung, die auf sinnvolle Einzelmaßnahmen zur CO2-Vermeidung setzt – bei sozial gerechter Verteilung der Gelder zwischen Mietern und Eigenheimbesitzern. #neinzurBEGreform #BEG #Wohnungswirtschaft

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