Frankfurt am Main/Berlin/Darmstadt – „Klimaneutralität! Finanzierung? Die Wohnungsunternehmen sind auf dem Weg. Auskömmliche Finanzmittel sind nicht in Sicht.“ – unter diesem Motto verdeutlichte der fünfte Fachkongress der Initiative Wohnen.2050 am 21. und 22. Mai 2025 in Darmstadt den über 320 Teilnehmern den Status quo, die Perspektiven und die Forderungen der Branche an die Politik.
Energie
ista und GdW kooperieren: Smarte Heizungssteuerung HeatPilot optimiert Heizverbrauch um bis zu 30 Prozent
Essen – Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW und der Immobiliendienstleister ista haben eine Kooperation geschlossen. Ziel ist es, die Dekarbonisierung in den Immobilienbeständen der GdW-Mitgliedsunternehmen zu unterstützen und die Energieeffizienz in den Heizungskellern zu steigern. Wohnungsunternehmen im GdW können nun die smarte Heizungssteuerung „ista HeatPilot“ zu besonderen Konditionen nutzen. Durch den Service lässt sich in nahezu jede Heizungsanlage optimieren. Ein übersichtliches Dashboard gewährleistet die Echtzeitüberwachung sowie Steuerung aus der Ferne.
Strengere Regeln für Kundenanlagen in Wohnquartieren
Berlin – Der Bundesgerichtshof (BGH) hat eine wichtige Entscheidung getroffen, die auch Auswirkungen auf viele Wohnungsunternehmen haben dürfte: Dabei geht es um sogenannte „Kundenanlagen“ – also Stromleitungen, mit denen Wohnquartiere oder Gebäude mit Elektrizität versorgt werden.
Teurer Weg zum Klimaziel – BEG-Förderung braucht sozial- und klimapolitische Korrektur
Berlin – Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat Ende März 2025 eine umfassende Evaluierung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) veröffentlicht. Was als Instrument zur CO₂-Einsparung und Unterstützung energetischer Sanierungen gedacht war, entpuppt sich in der Praxis vielfach als sozialpolitisch einseitig und klimapolitisch ineffizient. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW sieht klare Schwachstellen an der Ausrichtung des Förderprogramms und fordert einen Kurswechsel.
Kommunale Wärmeplanung in Deutschland
Berlin/Bonn – Die Wärmewende ist ein Schlüsselprojekt der deutschen Klimapolitik: Über die Hälfte des Energieverbrauchs entfällt auf die Wärmeversorgung – und damit auch ein erheblicher Teil der CO₂-Emissionen. Bis 2045 soll die Wärmeversorgung klimaneutral sein. Um dieses Ziel zu erreichen, spielt die kommunale Wärmeplanung eine zentrale Rolle in der Wärmewende. Sie schafft die Grundlage, um die Emissionen im Gebäudesektor zu reduzieren, und ist entscheidend für den Übergang zur vollständigen Nutzung erneuerbarer Energien.
Sozialverträglicher Klimaschutz im Gebäudesektor: Praxispfad CO₂-Reduktion als Lösung für bezahlbares Wohnen
Berlin – Bezahlbares Wohnen leidet unter steigenden Mietkosten durch energetische Sanierungen, denn die bisherigen Klimaschutzmaßnahmen im Rahmen des Energieeffizienzpfades überlasten Mieter und Vermieter. Studien verdeutlichen, dass diese Vorgehensweise massive Kosten verursacht, ohne die angestrebten Klimaziele effizient zu erreichen. Berechnungen der Initiative „Praxispfad CO₂-Reduktion im Gebäudesektor“ zeigen hingegen: CO2-Reduktion ist auch ohne extreme Mietsteigerungen möglich – mit realistischen und finanzierbaren Maßnahmen. Die Initiative wurde von renommierten Wissenschaftlern aus den Bereichen Architektur und Ingenieurwesen ins Leben gerufen.
Solar- und Wohnungswirtschaft veröffentlichen Leitfaden zur Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung
Berlin – Um Wohnungsunternehmen, Wohneigentümergemeinschaften und Photovoltaik-Projektierer über die Möglichkeiten der Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung zu informieren, haben der BSW-Solar und der GdW einen umfassenden Leitfaden erstellt, der ab sofort kostenlos als Download verfügbar ist. Dieses neue solare Betreiberkonzept wurde im Rahmen des Solarpakets der Bundesregierung im vergangenen Jahr eingeführt und soll dazu beitragen, Photovoltaikanlagen auch auf Mehrfamilienhäusern in großem Umfang wirtschaftlich umzusetzen.
Wohnungswirtschaft fordert Klarheit und Verlässlichkeit für die Wärmewende
Berlin – Die Wohnungswirtschaft bekräftigt gemeinsam mit führenden Branchenverbänden die Forderung nach einer klaren, verlässlichen und praxistauglichen Strategie für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. In einem gemeinsamen Appell rufen der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW und weitere Verbände wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) die Politik dazu auf, die Wärmewende konsequent, sozial verträglich und wirtschaftlich machbar zu gestalten.