wi Wohnungspolitische Informationen 13/2026

Solarkollektoren auf Mehrfamilienhaus

Klimaschutz im Gebäudesektor erfordert verlässliche Rahmenbedingungen

Berlin – Am 25. März 2026 hat das Bundeskabinett das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung angenommen. Für die sozial orientierte Wohnungswirtschaft ist jedoch klar: Um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen, sind vor allem eine realistische Priorisierung und verlässliche Rahmenbedingungen entscheidend.

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HouseInc-Projekt: Neue EU-Datenbank zur Wohnungsmarktregulierung

Brüssel – Im Rahmen des EU-geförderten Projekts HouseInc wurde eine umfassende Datenbank zur Wohnungsmarktregulierung in Europa erstellt. Die Datenbank deckt alle 27 EU-Mitgliedstaaten sowie das Vereinigte Königreich ab und erfasst gesetzliche Bestimmungen von 1980 bis 2025. Ziel ist es, die öffentliche Wohnpolitik zu analysieren und Ungleichheiten beim Zugang zu Wohnraum sowie bei dessen Qualität besser nachvollziehen zu können. Die Datenbank besteht aus zwei Komponenten: Rechtsakte: Sie beinhaltet eine umfassende Sammlung von Gesetzen und Vorschriften zu Themen wie Mietpreisbindung, Kündigungsschutz, Vergabe...

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Neue Publikation: Wie gelingt weniger Flächenverbrauch?

Bonn – Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat eine neue Ausgabe seiner Fachzeitschrift Informationen zur Raumentwicklung (IzR) veröffentlicht. Unter dem Titel „30-ha-Ziel neu justieren? Strategien, Konzepte, Methoden“ geht es um eine zentrale Frage: Wie kann Deutschland künftig sparsamer mit Fläche umgehen? Denn der Druck ist hoch. Seit Jahren werden täglich zu viele Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke neu genutzt. Die Bundesregierung will den Wert von derzeit 50 Hektar auf unter 30 Hektar pro Tag im Jahr 2030...

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Recht so

Abwägungsvorrang praxistauglich umsetzen Kommentar von Carsten Herlitz, Justiziar des GdW Aktuell befindet sich der Entwurf zur Novelle des Baugesetzbuches in der Planung. Am 28. November 2025 hat der Koalitionsausschuss, an der die Spitzen der Regierungsparteien teilnehmen, wesentliche Eckpunkte beschlossen. Neben einer Straffung der Beteiligungsverfahren oder bundeseinheitliche Fristen für Stellungnahmen der zu beteiligenden Behörden soll ein „Vorrang für den Bau von neuen Wohnungen in angespannten Wohnungsmärkten“ eingeführt werden. Der GdW hat sich für diesen Vorrang unter dem Stichwort „Fast Lane“ eingesetzt....

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GdW News

Deutscher Bauherrenpreis: Auswahl für die nächste Runde steht fest Die Suche nach den besten Wohnbauprojekten Deutschlands geht in die nächste Phase. Am 20. und 21. März 2026 tagte im Deutschen Architekturzentrum (DAZ) in Berlin das Auswahlgremium für den Deutschen Bauherrenpreis. Nach zwei intensiven Tagen stehen nun die 66 Projekte fest, die an die Jury weitergegeben werden – aus insgesamt 176 eingereichten Arbeiten. Im April wird die Jury über die Nominierten und Preisträger entscheiden. Die feierliche Preisverleihung findet am 29. Juni...

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Aktuelle Meldungen

Prognose zu Preisen für Wohnimmobilien Eine neue Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken zeigt: Die Preise für Wohnimmobilien in wirtschaftsstarken Metropolregionen und gut angebundenen Umlandkreisen werden bis 2035 weiter steigen. In strukturschwachen und schrumpfenden Regionen sind kaufkraftbereinigt hingegen sinkende Preise zu erwarten. Nachfrage nach Erneuerbaren steigt Die steigenden Energiepreise infolge des Irankriegs haben die Nachfrage nach Solaranlagen und Wärmepumpen deutlich steigen lassen. Eon berichtete, dass sich die Nachfrage nach PV-Anlagen von Ende...

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Verwaltungsvereinbarungen zum Sozialen Wohnungsbau 2026 und 2027 in Kraft getreten

Berlin – Die Verwaltungsvereinbarungen für den Sozialen Wohnungsbau und das Junge Wohnen für die Programmjahre 2026 und 2027 sind in Kraft getreten. Alle 16 Bundesländer haben die Vereinbarungen unterzeichnet. Im Programmjahr 2026 stellt der Bund den Ländern insgesamt vier Milliarden Euro zur Verfügung, davon 500 Millionen Euro für das Programm Junges Wohnen. Für das Programmjahr 2027 sollen die Programmmittel weiter aufwachsen auf insgesamt fünf Milliarden Euro. Davon sollen die Programmmittel für das Junge Wohnen auf eine Milliarde Euro verdoppelt werden....

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Bau-Turbo in Hamburg: Eine Chance für den Wohnungsbau

Hamburg – Nach Angaben von Bausenatorin Karen Pein hat Hamburg auf Grundlage des von der Bundesregierung vor vier Monaten beschlossenen Bau-Turbos rund 750 Baugenehmigungen und Bauvorbescheide erlassen. Durch den „Befreiungs-Bau-Turbo“ seien in Hamburgs Bezirken 405 Wohnungen genehmigt und 341 Wohnungen positiv beschieden worden. Weitere 1.100 Wohneinheiten befänden sich derzeit in Prüfung. „Hamburg zeigt, wie der von der Bundesregierung beschlossene Bau-Turbo im Dienste des bezahlbaren Wohnens angewendet werden kann. Statt zu reden, wird hier gehandelt“, erklärte Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher...

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Start der rot-schwarzen Landesregierung in Brandenburg

Potsdam – Zum Start der neuen Landesregierung in Brandenburg am 18. März 2026 erklärte Maren Kern, Vorständin des BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen: „Wir wünschen der neuen Landesregierung einen erfolgreichen Start. Jetzt kommt es darauf an, beim Wohnungsbau schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen und die ­Rahmenbedingungen verlässlich zu verbessern.“ Brandenburg braucht angesichts steigender Baukosten eine ausreichend ausgestattete Wohnungsbauförderung. Deshalb sollte das Fördervolumen aus Sicht des BBU auf das notwendige Niveau von 400 Millionen Euro jährlich angehoben werden. „Das ist auch deshalb notwendig,...