Berlin – Deutschland wird dem Expertenrat für Klimafragen zufolge seine Klimaziele bis zum Jahr 2030 verfehlen. In seinem Prüfbericht zur Berechnung der deutschen Treibhausgasemissionen für das Jahr 2025 und zu den Projektionsdaten 2026, den die Bundesregierung nun als Unterrichtung vorgelegt hat, kommt das unabhängige wissenschaftliche Gremium zu einem anderen Ergebnis als das Umweltbundesamt.
Bundespolitik
Wohnungsbau braucht jetzt echten Vorrang: Baugesetzbuch-Novelle ist wichtige Weichenstellung – wirksame Umsetzung notwendig
Berlin – Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW begrüßt die geplante stärkere Priorisierung des Wohnungsbaus in dem am 27. Mai 2026 vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Modernisierung des Städtebau- und Raumordnungsrechts ausdrücklich. Insbesondere die vorgesehene gesetzliche Verankerung eines „überragenden öffentlichen Interesses“ für den Wohnungsbau in angespannten Wohnungsmärkten bewertet die sozial orientierte Wohnungswirtschaft als wichtigen und richtigen Schritt.
Wohnungsbau im freien Fall: Dramatische Verschärfung der Wohnungskrise droht
Berlin – Die Wohnungsbaukrise in Deutschland spitzt sich weiter dramatisch zu. Wie die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, wurden im Jahr 2025 nur noch 206.600 Wohnungen fertiggestellt – 18 Prozent beziehungsweise 45.400 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Damit ist die Neubauleistung bereits das zweite Jahr in Folge massiv eingebrochen und auf den niedrigsten Stand seit 2012 gefallen. Für die Bau- und Wohnungswirtschaft sind die Zahlen ein wohnungspolitischer Alarmruf.
Enteignungsdebatte: Söder kündigt Widerstand an
München – Die Debatte um mögliche Vergesellschaftungen großer Wohnungsunternehmen sorgt mittlerweile bundesweit für politische Spannungen. Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hat angekündigt, über den Bundesrat eine Initiative gegen Enteignungen privater Wohnungsunternehmen auf den Weg zu bringen. Anlass ist das in Berlin beschlossene Vergesellschaftungsrahmengesetz.
Wohnungswirtschaft warnt vor Mietendeckel-Ideen: Wohnungsmangel als Grundproblem wird dadurch verschlimmert
Berlin – Die SPD hat sich für eine Länderöffnungsklausel ausgesprochen, die es Bundesländern ermöglichen soll, eigene Mietendeckel einzuführen. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW warnt davor, auf weitere Instrumente zu setzen, die das Entstehen von bezahlbarem Wohnraum zusätzlich ausbremsen würden und die Situation auf dem Wohnungsmarkt damit weiter verschlimmern.
Wohngeld-Debatte: Wohnungswirtschaft warnt vor Kürzungen zur Unzeit
Berlin – Die Diskussion um mögliche Kürzungen beim Wohngeld sorgt für Kritik aus Wohnungswirtschaft und Sozialverbänden. Hintergrund sind Sparvorgaben des Bundesfinanzministeriums für den Haushalt 2027. Nach Angaben des Bundesbauministeriums soll eine „Neustrukturierung des Wohngeldes“ dazu beitragen, rund eine Milliarde Euro einzusparen. Konkrete Details liegen bislang allerdings nicht vor.
Positive Signale bei den Baugenehmigungen reichen nicht aus – Geschäftsklima im Wohnungsbau bricht ein
Berlin – Die vom Statistischen Bundesamt am 18. Mai 2026 veröffentlichten Zahlen zu den Baugenehmigungen zeigen für März 2026 eine leichte Aufwärtsbewegung. Bundesweit wurden rund 21.800 Wohnungen genehmigt. Das entspricht einem Plus von 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Bei Mehrfamilienhäusern lag der Zuwachs im ersten Quartal 2026 bei 14,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Wohnungswirtschaft mahnt bei Wärmewende und Gebäudesanierung mehr Realismus an
Berlin – Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW hat sich mit zwei aktuellen Stellungnahmen zur künftigen Ausgestaltung der Wärmewende und der energetischen Gebäudesanierung positioniert. Im Fokus stehen dabei zum einen die geplante Änderung des Wärmeplanungsgesetzes, zum anderen die Konsultation zum Nationalen Gebäuderenovierungsplan (NBRP) im Zuge der Umsetzung der europäischen Gebäuderichtlinie EPBD.