Berlin – Fast die Hälfte der deutschen Städte und Gemeinden hat bereits mit der kommunalen Wärmeplanung begonnen. Dies teilte ein Vertreter der Bundesregierung in einer Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen am 10. September 2025 mit. In der von der Vorsitzenden Caren Lay (Linke) geleiteten Sitzung wurde weiter mitgeteilt, dass rund 4,5 Prozent der Kommunen den Prozess der Wärmeplanung schon abgeschlossen hätten. Angesichts der Kürze der Zeit sei das eine erstaunliche Zahl. Man schaue sich die Rückmeldungen...
Bundespolitik
Haushalt 2025: 12 Milliarden Euro für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
Berlin – Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Bereinigungssitzung am 4. September 2025 einige Anpassungen des zweiten Regierungsentwurfs für den Haushalt 2025 beschlossen und stellt dem Bundesbauministerium deutlich mehr Mittel für seine Arbeit zur Verfügung. Insgesamt beträgt der Haushalt im Einzelplan 25 für 2025 rund 12 Milliarden Euro – 7,4 Milliarden Ausgaben sowie 4,7 Milliarden als Verpflichtungsermächtigungen. Dazu kommen Programmmittel von rund 2,7 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) sowie rund eine Milliarde Euro im...
Wohnungs- und Immobilienwirtschaft warnt vor falschen Weichenstellungen beim Glasfaserausbau
Berlin – Die drei führenden Verbände der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft – der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW, der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen sowie Haus & Grund – appellieren an die Bundesregierung, bei der geplanten Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) die richtigen Rahmenbedingungen für den Glasfaserausbau zu schaffen. Nur so könne die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet gelingen.
BGH-Urteil zu Kundenanlagen gefährdet Mieterstrom und Energiewende – GdW fordert schnelle gesetzliche Klarstellung
Berlin – Das jüngste Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zur Auslegung des Kundenanlagenbegriffs aus Mai 2025 sorgt in der Wohnungswirtschaft für erhebliche Verunsicherung. Nach der Entscheidung droht, dass bisher bewährte und kostengünstige Modelle der lokalen Stromversorgung in Wohnquartieren, Gewerbe- und Industriebauten künftig wie regulierte Verteilnetze behandelt werden. Damit wären massive Zusatzkosten, ein erheblicher Bürokratieaufwand und gravierende Hemmnisse für den Ausbau von Mieterstrom und Solaranlagen verbunden.
Förderbedingungen für Programm „Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment (KNN)“ angepasst
Berlin – Ab dem 1. September 2025 tritt eine Änderung in der Förderpraxis für den Wohnbau in Kraft: Künftig werden auch Küchen und Wohnküchen als Aufenthaltsräume anerkannt. Zuvor war in einem ersten Schritt der Baukostenvergleichswert angehoben worden. Das Bauministerium erhofft sich davon, dass die KNN-Förderung bei mehr Projekten in Anspruch genommen wird.
Stillstand beim Mietwohnungsbau gefährdet Zukunft Deutschlands
Berlin – Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen: Der Wohnungsbau in Deutschland bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Zwar wurden im ersten Halbjahr 2025 bundesweit 110.000 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Doch dieser Anstieg geht fast ausschließlich auf Einfamilienhäuser zurück. Bei Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern, die am dringendsten benötigt werden, herrscht dagegen Stillstand: Mit einem Mini-Zuwachs von gerade einmal 0,1 Prozent bleibt die Lage praktisch unverändert.
Kommunale Wärmeplanung: Ergebnispapier des Stakeholder-Dialogs veröffentlicht
Bonn – Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat am 18. August das Ergebnispapier des Stakeholder-Dialogs zur kommunalen Wärmeplanung veröffentlicht. Die Empfehlungen zeigen, wie Bund, Länder und Kommunen mit der Wärmeplanung gemeinsam einen Beitrag zur Wärmewende leisten können.
100 Tage Bilanz der Bau- und Wohnungspolitik– Auf dem Weg, aber noch nicht am Ziel
Berlin – Vor 100 Tagen hat die neue Bundesregierung ihre Arbeit aufgenommen – Zeit für eine erste Bilanz der Maßnahmen für die Bau- und Wohnungswirtschaft. Mit großem Elan ist Bundesbauministerin Verena Hubertz ins Amt gestartet. Der Wille, den Wohnungsbau zu beschleunigen, war von Anfang an deutlich erkennbar. „Bauen, bauen, bauen“ lautete die Devise. Gleichzeitig ist klar: Die finanzielle Lage in Deutschland ist angespannt. Umso wichtiger ist es, an Stellschrauben zu drehen, die keine zusätzlichen Haushaltsmittel erfordern, aber dennoch große Wirkung...