Bonn – Die kommunale Wärmeplanung kommt bundesweit voran. Ende 2025 lebten bereits 29 Prozent der Bevölkerung beziehungsweise 24,2 Millionen Menschen in Deutschland in Gemeinden mit fertiggestelltem Wärmeplan. Das geht aus einer Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor.
Energie
EEG-Novelle 2027: Nachvollziehbare Ansätze – aber auch Risiken für die sozial orientierte Wohnungswirtschaft
Berlin – Das Bundeswirtschaftsministerium plant mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), deren Entwurf vor wenigen Tagen bekannt wurde, einen grundlegenden Systemwechsel in der Förderung der Solarenergie. Künftig soll Photovoltaik (PV) deutlich stärker marktorientiert, systemdienlich und speichergekoppelt ausgebaut werden. Während Teile der Branche vor einem „Kahlschlag“ warnen, sieht der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW in der Neuausrichtung nachvollziehbare systemische Ansätze, aber auch erhebliche Risiken für Investitionen im sozialen Wohnungsbestand. Der Entwurf zur EEG-Novelle 2027 markiert einen Paradigmenwechsel: Die feste Einspeisevergütung für Neuanlagen...
Vorreiter in der kommunalen Wärmeplanung: Energieminister Mansoori würdigt Fortschritte in Kelsterbach
Kelsterbach – Die Stadt Kelsterbach setzt bei der Kommunalen Wärmeplanung auf ein breites Maßnahmenpaket. Erste Projekte werden bereits sichtbar. Am Sportpark beginnen die Bohrungen für eine oberflächennahe Geothermieversorgung, zudem wird die Einbindung des Rechenzentrums in die zukünftige Wärmeversorgung vorbereitet. Vergangenen Freitag informierte sich der Hessische Wirtschafts- und Energieminister Kaweh Mansoori vor Ort über den aktuellen Stand.
Badwiesen 2030: Reallabor für Genossenschaftswohnen 2.0
Kirchheim – Am 18. Februar 2026 konnten die Besucher von Energiesprong-on-Tour in Kirchheim live erleben, wie serielles Sanieren im Bestand aussehen kann. Experten von Energiesprong, von der Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen, von BANKWITZ beraten planen bauen und der Merklegruppe, die das Projekt Badwiesen 2030 gemeinsam umsetzen, gaben exklusive Einblicke und Erfahrungen mit der seriellen Sanierung weiter. Beim Projekt Badwiesen 2030 werden derzeit die einzelnen Wandelemente direkt vom LKW an die Hausfassade gehoben und angebracht. 1966 errichtete die Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen in unmittelbarer Nähe...
Einfacher bauen, wirtschaftlich heizen? – Konferenz zur Infrarotheizung am 16. April 2026 in Würzburg
Hohe Baukosten, komplexe technische Anforderungen und Klimaziele setzen die Wohnungswirtschaft unter Druck. Ob sich durch vereinfachte Gebäudetechnik wirtschaftlichere Lösungen realisieren lassen, steht im Mittelpunkt der Fachkonferenz „Infrarotheizung: Schlüssel zum bezahlbaren Bauen und Wohnen“ am 16. April 2026 in Würzburg. Veranstalter ist die IG Infrarot Deutschland e.V.
Klimaschutzprogramm 2026: Ziele nur mit verlässlicher Finanzierung und fairer Förderung erreichbar
Berlin – Der bekannt gewordene Entwurf für das Klimaschutzprogramm 2026 sorgt für Kritik aus der sozial orientierten Wohnungswirtschaft. Nach Medienberichten räumt die Bundesregierung selbst ein, dass zentrale Klimaziele – insbesondere im Gebäude- und Verkehrssektor – voraussichtlich verfehlt werden. Gleichzeitig bleibt in dem Entwurf offen, wie die zusätzlich erforderlichen Maßnahmen finanziert werden sollen.
Für einen tragfähigen Wärmekonsens – Roundtable Wärmewende legt Praxispapier vor
Berlin – Der Roundtable Wärmewende hat ein neues Policypaper zur Umsetzung der klimaneutralen Wärmeversorgung veröffentlicht. Unter dem Titel „7 Schlüssel für einen praktisch gelingenden Wärmekonsens“ legt die branchenübergreifende Allianz konkrete Vorschläge vor, wie eine bezahlbare Wärmeversorgung, Versorgungssicherheit und Klimaziele zusammengeführt werden können – als Grundlage für einen politischen und gesellschaftlichen Wärmekonsens. Der Roundtable Wärmewende zeigt zentrale Handlungsbedarfe in den rechtlichen, regulatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen auf, um Kommunen, Stadtwerke, Wohnungs- und Bauwirtschaft sowie privaten Eigentümer verlässliche Perspektiven zu schaffen, mit denen...
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Klimaschutzprogramm: Jetzt Kurs auf wirksame, bezahlbare CO₂-Minderung setzen
Berlin – Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat am 29. Januar 2026 entschieden, dass das Klimaschutzprogramm 2023 der Bundesregierung ergänzender Maßnahmen bedarf, um das gesetzlich verbindliche Klimaziel für 2030 – mindestens 65 Prozent weniger Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 – zu erreichen.