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Vorreiter in der kommunalen Wärmeplanung: Energieminister Mansoori würdigt Fortschritte in Kelsterbach

Kelsterbach – Die Stadt Kelsterbach setzt bei der Kommunalen Wärmeplanung auf ein breites Maßnahmenpaket. Erste Projekte werden bereits sichtbar. Am Sportpark beginnen die Bohrungen für eine oberflächennahe Geothermieversorgung, zudem wird die Einbindung des Rechenzentrums in die zukünftige Wärmeversorgung vorbereitet. Vergangenen Freitag informierte sich der Hessische Wirtschafts- und Energieminister Kaweh Mansoori vor Ort über den aktuellen Stand.

27. Februar 2026
Hessens Energieminister Kaweh Mansoori (Mi.) mit (u.a.) Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel (3. v. li.), Marion Schmitz-Stadtfeld (2. v li., Leiterin ProjektStadt | Integrierte Stadtentwicklung) und Malaika Rahm (li., Projektleiterin ProjektStadt | Integrierte Stadtentwicklung)
Hessens Energieminister Kaweh Mansoori (Mi.) mit (u.a.) Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel (3. v. li.), Marion Schmitz-Stadtfeld (2. v li., Leiterin ProjektStadt | Integrierte Stadtentwicklung) und Malaika Rahm (li., Projektleiterin ProjektStadt | Integrierte Stadtentwicklung)Stadt Kelsterbach / Sebastian Betzold

Mansooris Besuch machte deutlich: Kommunale Wärmeplanung ist kein abstraktes Zukunftsthema mehr, sondern eine konkrete Gemeinschaftsaufgabe mit höchster Priorität. Kelsterbach übernimmt als eine der ersten hessischen Kommunen eine Vorreiterrolle und gestaltet den Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung strategisch und zukunftsorientiert. „Die kommunale Wärmeplanung schafft Planungssicherheit für die nächsten Jahrzehnte für Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Handel sowie städtische Versorger“, so Mansoori.

Bürgermeister Manfred Ockel ergänzte: „Mit der Kommunalen Wärmeplanung wollen wir die Wärmeversorgung der Stadt klimaneutral, versorgungssicher und kostenbewusst neu aufstellen. Gemeinsam mit qualifizierten Fachbüros finalisieren wir derzeit die Planung. Ende März wird der Wärmeplan inklusive Maßnahmenkatalog vorliegen.“

Die ProjektStadt | Integrierte Stadtentwicklung aus Frankfurt am Main übernimmt als Gesamtprojektsteuerer eine zentrale koordinierende Rolle. Leiterin Marion Schmitz-Stadtfeld erläutert: „Wir sind stolz auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt und unserem Projektpartner BCC-ENERGIE. Zudem informieren wir die Stadtbevölkerung kontinuierlich über den Fortschritt der Wärmeplanung – sowohl durch Informationsveranstaltungen als auch über unsere digitale Beteiligungsplattform KelsterVoice (YourVoice).“ Die Plattform bietet eine barrierearme Möglichkeit, sich aktiv in Entscheidungsprozesse einzubringen. Jeder kann sich registrieren und auf einer 3D-Karte der Stadt Anmerkungen zu geplanten Maßnahmen hinterlassen. „So werden Transparenz und Mitbestimmung gestärkt sowie eine vielfältige Meinungslandschaft gefördert.“

Projektleiterin Malaika Rahm hebt hervor: „Die Vorreiterrolle Kelsterbachs zeigt, was möglich ist, wenn Kommune, Projektpartner und Land gemeinsam an einem Strang ziehen. Die Wärmewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe, und wir sind stolz, diesen Transformationsprozess aktiv mitzugestalten.“ Mara Teodoro, stellvertretende Projektleiterin, ergänzt: „Die lösungsorientierte Zusammenarbeit aller Beteiligten bildet die Grundlage für tragfähige, realistische und nachhaltige Lösungen für die Wärmeversorgung der Zukunft.“

Zum Abschluss des NEW bauhaus Festivals in Weimar hat Festivaldirektor @[Michael Rücker] zu einer Verbänderunde unter der Überschrift „Neustart Baustelle. Welche Geschäftsmodelle die Bauwirtschaft durch die Transformation tragen“ eingeladen, an der u.a. Dr. @[Christian Lieberknecht] (#GdW) teilnahm. In einem Impulsvortrag von @[Martin Langen] (@[B+L Marktdaten GmbH - construction market research]) wurde deutlich, dass auch künftig eine hohe Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland besteht. Angesichts eines aktuellen Wohnungsbedarfs von ca. 1,2 Mio. und ca. 10 Mio. Menschen in beengten Wohnungen bedarf es mehr Neubau, auch als wichtige Fluktuationsreserve für den Wohnungsmarkt. @[Dirk Salewski] (@[Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen]) machte klar, dass sich in der aktuellen Lage kaum noch ein Haushalt eine neue Wohnung leisten kann. Man sollte daher hinterfragen, ob die hohen Standards des Bauens noch sinnvoll sind. @[Olaf Demuth] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie], @[Zech Group]) verwies auf eine durchschnittliche Auslastung der Bauunternehmen von ca. 75 %, die im Wohnungsbau mit ca. 35-40 % noch deutlich geringer ausfällt. Dr. Tillman Prinz (Bundesarchitektenkammer) betonte, dass mit der Diskussion um den Gebäudetyp E und dem „Hamburg Standard“ der richtige Weg eingeschlagen wurde. Er sieht zudem Potenziale im Bestand. Dr. Christian Lieberknecht machte deutlich, dass es vor allem darum geht, bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Er verwies auf serielles und modulares Bauen als innovativen Lösungsansatz. Mit der Neuauflage der Rahmenvereinbarung 2.0 stellt der GdW seinen 3.000 Mitgliedern 25 ausgewählte Konzepte zur Verfügung. Neben den Verbänden ist auch der Bund gefordert: Das angekündigte Gebäudetyp-E-Gesetz liegt noch immer nicht vor. Seine Verabschiedung ist dringend notwendig, um Baukosten zu reduzieren und dem Wohnungsneubau wieder Schwung zu verleihen.

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