wi Wohnungspolitische Informationen 30/2026

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EEG-Reform droht Energiewende im Mehrfamilienhaus auszubremsen

Berlin – Die geplante Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2027 droht den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Mehrfamilienhäusern erheblich zu erschweren. Der Ausstieg aus der verlässlich vergüteten Einspeisung, neue Direktvermarktungspflichten und pauschale Einspeisebegrenzungen könnten zahlreiche Mieterstrom- und Vor-Ort-Versorgungsmodelle unwirtschaftlich machen. Damit gerät die Energiewende in der wichtigsten Wohnform Deutschlands unter Druck. Rund 44 Millionen Menschen leben zur Miete. Anders als Eigenheimbesitzer können sie in der Regel nicht selbst entscheiden, ob eine Photovoltaikanlage installiert wird und sie günstigen Solarstrom vom eigenen Dach nutzen...

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Neue Folgen der Videoreportage „Bei uns ist Zuhause“: Haus (fast) ohne Heizung

Ingolstadt – Während in Deutschland erbittert über Wärmepumpen, Öl und Gas gestritten wird, steht in Ingolstadt ein Haus, das diese Debatte fast beiläufig kontert: Es kommt nahezu ohne Heizung aus. Statt auf Technik setzt das Mehrfamilienhaus ohne klassische Heizung auf ein Prinzip, das so alt ist wie das Bauen selbst: die intelligente Nutzung von Sonnenenergie, Speichermasse und Abwärme.

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Bundesförderung für klimaangepasste Städte und Gemeinden: Hohe Nachfrage der Kommunen

Berlin – Der Projektaufruf im Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel" sei auf großes Interesse gestoßen. Das berichtet das Bundesministerium für Wohnen Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB). Städte und Gemeinden in ganz Deutschland wollen investieren, um Grün- und Freiflächen besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Die zunehmende Häufigkeit von Extremwetterereignissen wie Hitze, Trockenheit und Starkregen macht deutlich, dass Kommunen ihre Infrastruktur und Planung zukunftsfähig ausrichten müssen.

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Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens geben Studierende in Deutschland, die nicht bei ihren Eltern leben, für Wohnkosten aus. Wie das Statistische Bundesamt nach Ergebnissen der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2025 mitteilte, stellen hohe Wohnkosten viele Studierende damit vor finanzielle Herausforderungen. Mit 54 Prozent ist der Anteil der Wohnkosten am verfügbaren Haushaltseinkommen für Studierende mit eigener Haushaltsführung mehr als doppelt so hoch wie für die Gesamtbevölkerung (24 Prozent).

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Aktuelle Meldungen

EU-Kommission startet Konsultation zu Gold-Plating Die EU-Kommission hat eine Konsultation zu sogenanntem „Gold-Plating“ gestartet. Gesucht werden Beispiele, bei denen Mitgliedstaaten EU-Vorgaben über das erforderliche Maß hinaus umsetzen und Unternehmen dadurch zusätzlich belasten. Die Rückmeldungen sollen helfen, Hindernisse im Binnenmarkt abzubauen. Die Konsultation läuft bis zum 15. September 2026. ⇒(wi) 44 Millionen Wohnungen zum Jahresende 2025 Zum Jahresende 2025 gab es in Deutschland rund 44 Millionen Wohnungen. Wie das Statistische Bundesamt am 16. Juli 2026 weiter mitteilte, waren das 0,4 Prozent...

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GdW-Sommertour 2026: Zwischen Stadtumbau und Klimawende in Brandenburg und Berlin

Guben/Eisenhüttenstadt/Berlin – Die diesjährige Sommertour führte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, und Maren Kern, Vorständin des BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, am 14. und 15. Juli 2026 durch Brandenburg und Berlin, um sich vor Ort über die unterschiedlichen Herausforderungen der Branche zu informieren. Dabei wurde deutlich: Ob schrumpfende Wohnungsmärkte oder klimafreundliche Quartiersentwicklung – die Wohnungswirtschaft braucht vor allem verlässliche politische Rahmenbedingungen.

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Deutscher Bauherrenpreis 2026: Die Preisträger

Mut zum Aufbruch: Aktionsraum Oderbruch, Eberswalde: Im Brandenburgischen Viertel von Eberswalde drohte 2017 der Rückbau: Bei einem hohen Leerstand von 20 Prozent standen 12 Häuser der Wohnungsgenossenschaft 1893 vor dem Abriss. Statt des Rückzugs wagte die Genossenschaft den Aufbruch und hat fünf P1-Plattenbauten mit 174 Wohnungen architektonisch, energetisch, sozial und atmosphärisch neu gedacht.

Die abrupten Kürzungen bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind aus Sicht der sozial orientierten Wohnungswirtschaft weder sozial gerecht noch klimapolitisch nachvollziehbar.

Förderreform bremst Klimaschutz und belastet Millionen Mieter

Berlin – Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW hat das Bundeswirtschaftsministerium aufgefordert, die reformierte Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) grundlegend zu korrigieren. In einem Brief an Ministerin Katherina Reiche und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages hat die sozial orientierte Wohnungswirtschaft deutlich gemacht: Die neue Förderlogik benachteiligt massiv den vermieteten Mehrfamilienhausbestand und gefährdet sowohl die Klimaziele als auch das bezahlbare Wohnen.

Weiterbildung

Weiterbildung

Digitale Überwachung in Mietshäusern ⇒20. August, Online In diesem Seminar werden wichtige Fragen der digitalen Überwachung unter mietrechtlichen Aspekten erörtert. Welche Art der Überwachung auf Grundstücken oder innerhalb eines Miethauses erlaubt das Gesetz? Wo ziehen die Gerichte Grenzen und verbieten Überwachungsmaßnahmen rigoros? Besondere Schwerpunkte legt das Seminar auf die Videoüberwachung auf Grundstücken und in Hauseingangsbereichen, ebenso wie innerhalb eines Hauses in Hausflur, Keller oder Tiefgarage. Es wird erläutert, inwieweit Tonüberwachung, Aufnahmen oder Speicherungen zulässig sind. Ebenso wird behandelt, wie ein...