wi Wohnungspolitische Informationen 32/2025

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Bundeshaushalt 2026: Milliardenverschiebung hilft dem Wohnungsbau nicht weiter

Berlin – Der Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2026 stößt in der sozial orientierten Wohnungswirtschaft auf deutliche Kritik. Zwar wird mit dem neuen Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ (SIK) ein milliardenschwerer Investitionsrahmen geschaffen – doch aus Sicht des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW bleibt der große Wurf für bezahlbares und klimafreundliches Bauen aus.

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Bundeshaushalt 2026: Milliardenverschiebung hilft dem Wohnungsbau nicht weiter

Berlin – Der Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2026 stößt in der sozial orientierten Wohnungswirtschaft auf deutliche Kritik. Zwar wird mit dem neuen Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ (SIK) ein milliardenschwerer Investitionsrahmen geschaffen – doch aus Sicht des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW bleibt der große Wurf für bezahlbares und klimafreundliches Bauen aus.

Abb. BBSR-Prognose Singlehaushalte

Zahl der Singlehaushalte wächst weiter

Bonn – Die Zahl der Einpersonenhaushalte in Deutschland wird in den kommenden zwei Jahrzehnten weiter steigen. Laut einer aktuellen Haushaltsprognose des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) wird ihre Zahl bis zum Jahr 2045 von derzeit 17,6 Millionen (2022) auf 18,7 Millionen anwachsen – ein Plus von sechs Prozent. Der Anteil der Singlehaushalte an allen Haushalten erhöht sich damit von 42 Prozent auf 44 Prozent. In den Stadtstaaten wird laut Prognose im Jahr 2045 sogar mehr als jeder zweite...

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Vergaberecht – die unterschätze Baubremse

Kommentar von Carsten Herlitz, Justiziar des GdW Für öffentliche Aufträge und vielfach bei staatlicher Förderung ist die Anwendung des Vergaberechts ein wesentlicher Baustein für eine transparente und sichere Vergabe. Das Vergaberecht ist auch ein Mittel zur Verhinderung von Korruption im Rahmen des öffentlichen Beschaffungswesens. Ein Eckpfeiler also für das Vertrauen in unseren Rechtsstaat. Allerdings hat sich das Vergaberecht – wie so viele andere Gesetze – von ihrer ursprünglichen Aufgabe immer mehr entfernt. Mittlerweile sieht das Vergaberecht Anforderungen vor, die so...

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Aktuelle Meldungen

Bundeskabinett beschließt Vergabebeschleunigungsgesetz Das Bundeskabinett hat am 6. August 2025 das sogenannte Vergabebeschleunigungsgesetz verabschiedet. Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft kritisiert, dass das Gesetz – statt als Beschleuniger – als weiterer Bremsklotz für den Wohnungsbau in Deutschland wirken wird. Mehr dazu auf Seite 3 (wi) Inflationsrate im Juli 2025 voraussichtlich bei zwei Prozent Die Inflationsrate in Deutschland wird im Juli 2025 voraussichtlich zwei Prozent betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden...

Weiterbildung

Weiterbildung

Effizienter Gebäudeservice: Handwerkerlösungen im eigenen Unternehmen 3. September 2025, Bochum Kaufen oder selbst machen? Lohnen sich eigene Handwerker oder Gärtner? Diese Fragen stellen sich angesichts der gestiegenen Kosten und des Handwerkermangels immer mehr Wohnungsunternehmen. Die Antwort lautet häufig: Ja, aber nur gut aufgestellt wie ein Handwerksbetrieb. In diesem Seminar werden Hilfestellungen für die individuelle Entscheidung gezeigt. Vermittelt werden die Erfolgsfaktoren für die Themenfelder Personal, Organisation und Wirtschaftlichkeit und es wird aufgezeigt, wie Kosten gesenkt und Servicequalität gesteigert werden können. Weitere...

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Wohnungswirtschaft im Norden: „Klimaneutralität 2035 wird die sozialen Vermieter überfordern“

Hamburg/Lübeck – In der Lübecker Bürgerschaft wachsen einem Bericht der Lübecker Nachrichten zufolge die Zweifel daran, dass die Stadt bis zum Jahr 2035 klimaneutral sein kann. Umweltsenator Ludger Hinsen habe unlängst bei einem Richtfest in Travemünde erklärt, dass 2035 als Zielpunkt nicht realisierbar sei, berichtet die Zeitung. Halte man an dem Ziel fest, werde der Neubau von Wohnungen zu Erliegen kommen.