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Vergaberecht – die unterschätze Baubremse

7. August 2025
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Kommentar von Carsten Herlitz, Justiziar des GdW

Für öffentliche Aufträge und vielfach bei staatlicher Förderung ist die Anwendung des Vergaberechts ein wesentlicher Baustein für eine transparente und sichere Vergabe. Das Vergaberecht ist auch ein Mittel zur Verhinderung von Korruption im Rahmen des öffentlichen Beschaffungswesens. Ein Eckpfeiler also für das Vertrauen in unseren Rechtsstaat. Allerdings hat sich das Vergaberecht – wie so viele andere Gesetze – von ihrer ursprünglichen Aufgabe immer mehr entfernt. Mittlerweile sieht das Vergaberecht Anforderungen vor, die so kleinteilig sind, dass von der Erstellung der Vergabeunterlagen bis zum Zuschlag viele Monate vergehen – teilweise über ein Jahr. Deshalb ist es richtig, dass das Bundeskabinett am 6. August 2025 das Vergabebeschleunigungsgesetz auf den Weg gebracht hat. Für öffentliche Aufträge soll es Investitionen in Deutschland deutlich erleichtern und beschleunigen. Es geht um die grundsätzliche Überarbeitung des Vergaberechts und dessen Digitalisierung. Ein wesentlicher Baustein für schnellere Vergabeverfahren ist die Gesamtvergabe. Diese ist aber nur in begrenzten Fällen möglich. Für die Wohnungswirtschaft bleibt es dabei, dass die Ausnahme von der Losvergabe kaum greift. Für das serielle und modulare Bauen ist eine kleinteilige Vergabe genauso kontraproduktiv, wie für das schnelle und bezahlbare Bauen. Da sich schon die Landesbauordnungen unterscheiden, liegt es auch auf der Hand, warum es kaum Bewerber aus Europa gibt. Vergabeverfahren kosten Zeit, personelle Ressourcen und Geld – nicht nur für Beratungsfirmen. Hier hätte es einen mutigen Schritt gebraucht, etwa die Ausnahme von der Losvergabe zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum – gerade in den Gebieten, die von der Mietpreisbremse betroffen sind. Leider wurde diese Möglichkeit im Bundeskabinett versäumt. Deshalb bleibt die Hoffnung, dass das Parlament zumindest bis zur Gültigkeit der Mietpreisbremse diesen Schritt geht. Bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum – der viel beschworenen sozialen Frage unserer Zeit – müssen alle Register gezogen werden.

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Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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