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Bundeshaushalt 2026: Milliardenverschiebung hilft dem Wohnungsbau nicht weiter

Berlin – Der Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2026 stößt in der sozial orientierten Wohnungswirtschaft auf deutliche Kritik. Zwar wird mit dem neuen Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ (SIK) ein milliardenschwerer Investitionsrahmen geschaffen – doch aus Sicht des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW bleibt der große Wurf für bezahlbares und klimafreundliches Bauen aus.

7. August 2025
PiyawatNandeenoparit - stock.adobe.com
Foto: PiyawatNandeenoparit - stock.adobe.com

Finanzielle Umschichtung ohne Mehrwert

Was auf den ersten Blick wie ein Meilenstein aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als reine Schönrechnen. Die Programme für klimafreundlichen Neubau werden nicht etwa besser ausgestattet – sie werden lediglich aus dem Kernhaushalt ins Sondervermögen verschoben. Substanziell verbessert sich dadurch nichts. Besonders kritisch sieht der GdW die Kürzung beim Programm für klimafreundlichen Neubau im Niedrigpreissegment (KNN) – eine Maßnahme, die gerade für einkommensschwache Haushalte von zentraler Bedeutung sei.

Kürzung bei Energieeffizienz und gebrochenes Koalitionsversprechen bei EH55-Förderung

Auch die geplante Kürzung von rund drei Milliarden Euro bei der Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien im Gebäudebereich stößt auf scharfe Kritik. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte temporäre Förderung des Effizienzhaus-55-Standards, um Projektstaus im Wohnungsbau abzubauen, wird im Haushaltsentwurf gar nicht berücksichtigt. Das ist ein Unding: Wenn die Klimaziele im Gebäudesektor erreicht werden sollen, ist eine verlässliche und wirksame Förderung notwendig – keine Streichorgien.

Sozialer Wohnungsbau: Positiv mit Einschränkung

Zwar begrüßt der GdW die angekündigte Erhöhung der Mittel für den sozialen Wohnungsbau – rund 500 Millionen Euro bis 2030 – und die geplante Ausweitung der Städtebauförderung. Es handelt sich aber nur um eine teilweise Entwarnung: Die Zahlen klingen gut, sind aber rechtlich nicht verbindlich. Ohne gesetzlich abgesicherte Finanzierung bleibt alles eine Absichtserklärung.

Wohnungswirtschaft fordert grundlegende Neuausrichtung der Neubauförderung

Um bezahlbaren Wohnraum tatsächlich zu ermöglichen, fordert der GdW eine grundlegende Neuausrichtung der Neubauförderung. Diese müsse dauerhaft, verlässlich und auskömmlich gestaltet werden – mit klaren Miet- und Baukostenobergrenzen. Auch die Förderung der Bestandssanierung müsse erhalten bleiben und konsequent auf CO₂-Reduktion ausgerichtet sein.

Statt haushaltspolitischen Luftnummern sind konkrete Taten für mehr sozialen Wohnungsbau geboten. Der Spagat zwischen Klimaschutz und sozialem Ausgleich gelingt nur, wenn beides gleichermaßen finanziert und gefördert wird. (teu/schi)

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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