Trier/Ingelheim/Mainz – „Bezahlbares Wohnen“ war das Schwerpunktthema einer Fachreise am 10. Juli 2025, bei der Finanzministerin Doris Ahnen besonders gelungene Beispiele für sozial geförderten Wohnungsbau besuchte. Organisiert haben die Reise die Verbände der sozial orientierten Wohnungswirtschaft in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Rheinland-Pfalz und dem Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz.
Landespolitik
Sommerkonferenz in Sachsen-Anhalt: Fachtagung für Vorstände, Prokuristen und Führungskräfte
Werder – Im Rahmen der Sommerkonferenz des Verbands der Wohnungsgenossenschaften Sachsen-Anhalt kamen am 7. Juli 2025 Führungskräfte der Wohnungswirtschaft in Werder zusammen, um über aktuelle politische, technologische und gesellschaftliche Herausforderungen zu diskutieren.
Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern fördert Barrierearmut
Schwerin – Viele Wohnungen in Mecklenburg-Vorpommern sind nicht behindertengerecht. Die Landesregierung stellt Fördermittel für den Umbau zur Verfügung.Das Landesförderinstitut nehme ab Montag wieder Förderanträge zum Umbau von Wohnungen an, durch den Hindernisse reduziert werden, teilte das Ministerium für Inneres, Bau und Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern mit. In diesem Jahr stehen dafür zwei Millionen Euro zur Verfügung.
Wohnungswirtschaft in Niedersachsen begrüßt Investitionsoffensive des Landes
Hannover – Die Niedersächsische Landesregierung hat den „größten Investitionshaushalt der Landesgeschichte“ angekündigt. In diesem und den nächsten Jahren sollen insgesamt 14,45 Milliarden Euro ausgegeben werden. Auch der Wohnungsbau profitiert. Allerdings weist der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen (vdw) darauf hin, dass der Investitionsanteil für mehr bezahlbares Wohnen weniger als drei Prozent des Gesamtvolumens beträgt. Bezahlbarer Wohnraum darf aber kein Randthema sein, sondern ist eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Südwestdeutsche Wohnungswirtschaft begrüßt Gesetzentwurf zur Bauordnung im Hessischen Landtag
Frankfurt am Main – Am 25. Juni 2025 diskutierte der Hessische Landtag in erster Lesung den Gesetzentwurf der Landesregierung zur Änderung der Hessischen Bauordnung. Mit diesem Gesetz sollen die landesrechtlichen Rahmenbedingungen für das Bauen erleichtert werden.
Wohnungswirtschaft in Schleswig-Holstein: Städtebauförderung schafft Mehrwert
Kiel – Die sozialen Vermieter Schleswig-Holsteins haben vor einem Aus der Städtebauförderung im Land gewarnt. „Erfahrungen zeigen, dass durch die Städtebauförderung Städte und Gemeinden nachhaltig als Wirtschafts- und Wohnstandorte gestärkt und städtebauliche Mängel dauerhaft behoben werden“, sagte Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). „Jüngste Untersuchungen zeigen, dass ein Euro Städtebauförderung zusätzlich sieben Euro an privaten Investitionen auslöst.“
Reform der Grundsteuer: Der richtige Zeitpunkt ist jetzt!
Erfurt – Frank Emrich, Verbandsdirektor des vtw – Verband Thüringer Wohnungswirtschaft e. V. fordert vom Thüringer Landtag am Freitag eine Entlastung mit Augenmaß: „Jeder Schritt, der Kosten und Bürokratie verringert, ist ein Schritt in die richtige Richtung – und vor allem in Bezug auf das Wohnen dringend nötig, um den aktuellen Druck zu verringern. Deshalb ist der Thüringer Wohnungswirtschaft jede Initiative willkommen, die dazu beiträgt, Belastungen zu reduzieren und Verfahren zu vereinfachen.“
Sachsens Wohnungswirtschaft zieht Bilanz – klare Prioritäten für bezahlbares Wohnen
Dresden – Am 5. Juni 2025 haben die beiden sächsischen Verbände der Wohnungswirtschaft – der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (vdw Sachsen) und der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften (VSWG) – ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 vorgestellt. Trotz jeweils unterschiedlicher Strukturen und Schwerpunkte zeichnen beide Berichte ein ähnlich ernüchterndes Bild: Die soziale Wohnungswirtschaft steht unter Druck – geplante Neubauten brechen ein, steigende Baukosten und sinkende Förderkulissen bremsen Investitionen, während zugleich der Leerstand in ländlichen Regionen zur wirtschaftlichen Belastung wird.