Berlin – Das Bundeskabinett hat am 29. April 2026 den Gesetzentwurf „Mietrecht II“ beschlossen. Ziel des Vorhabens ist es laut Regierung, den Mieterschutz zu stärken und Mietsteigerungen in angespannten Wohnungsmärkten zu begrenzen. Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft sieht die vorgesehenen Maßnahmen jedoch kritisch und warnt vor zusätzlichen Belastungen für den Wohnungsmarkt.
Bundespolitik
Deutscher Bauherrenpreis 2026: Die Nominierten stehen fest
Berlin – Die Nominierten beim Deutschen Bauherrenpreis 2026 stehen fest. Insgesamt wurden 30 Wohnungsbauprojekte in einem zweistufigen Verfahren von einer interdisziplinär zusammengesetzten Jury unter dem Vorsitz von Professor Jörn Walter, ehemaliger Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg, ausgewählt. An der diesjährigen Auslobung hatten sich deutschlandweit 176 Wohnungsbauprojekte beteiligt, die zwischen 2022 und 2025 fertiggestellt wurden.
Städtebauförderung: Erstmals 1 Milliarde Euro für Investitionen in Städte und Gemeinden
Berlin – Nachdem alle Bundesländer die Verwaltungsvereinbarung zur Städtebauförderung 2026/2027 unterzeichnet haben, ist diese am 14. April 2026 in Kraft getreten. Damit sind die rechtlichen Voraussetzungen für einen Förderbeginn im Jahr 2026 geschaffen.
Vergabebeschleunigungsgesetz: Verpasste Chance für mehr Tempo beim Wohnungsbau
Berlin – Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW bewertet das vom Deutschen Bundestag beschlossene Vergabebeschleunigungsgesetz kritisch. Aus Sicht der sozial orientierten Wohnungswirtschaft bleibt das Gesetz deutlich hinter seinem Anspruch zurück, Planungs- und Bauprozesse spürbar zu beschleunigen. Statt echter Vereinfachung drohen zusätzliche Bürokratie, eingeschränkte Flexibilität und damit weitere Verzögerungen beim dringend benötigten Wohnungsbau.
Debatte um bundeseigene Wohnungsbaugesellschaft: Ministerin offen – Wohnungswirtschaft warnt vor falschen Prioritäten
Berlin – Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat dazu aufgerufen, bei der Schaffung von Wohnraum gemeinsam um die besten Lösungen zu ringen. In einer Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen am 15. April 2026 erklärte die Ministerin, derzeit erlebe man eine Welt in Aufruhr. Das führe zu konkreten Problemen auch in Deutschland, sagte Hubertz mit Blick auf die gestiegenen Energiekosten. Betroffen sei auch die Bauwirtschaft, etwa bei den steigenden Kosten für Energie und Dämmstoffe. In der Sitzung nahm...
Wohnungsleerstand steigt: Bundesregierung sieht großen Handlungsdruck
Berlin – Der hohe Leerstand von Wohnungen, insbesondere in ländlichen Regionen, sorge nach Ansicht der Bundesregierung für wachsenden politischen Handlungsdruck. Nach Angaben der Bundesregierung standen laut Zensus 2022 rund 1,93 Millionen Wohnungen leer. Das entspreche einer Leerstandsquote von 4,5 Prozent.
Baugenehmigungen im Februar leicht gestiegen – Kostenentwicklung droht Neubau auszubremsen
Berlin – Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Baugenehmigungen zeigen für Februar 2026 eine Belebung. Bundesweit wurden rund 22.200 Wohnungen genehmigt. Das entspricht einem Anstieg von 24,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Bei den für die Wohnraumversorgung besonders wichtigen Mehrfamilienhäusern lag das Plus bei 18 Prozent. Damit setzte sich die vorsichtige Stabilisierung, die zu Jahresbeginn erkennbar war, zunächst fort.
Energieeffizienzgesetz: Wohnungswirtschaft warnt vor Systemverschiebung und zusätzlicher Bürokratie
Berlin – Mit dem Referentenentwurf zur Beschleunigung der Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie steht das deutsche Energieeffizienzrecht vor einer relevanten Weiterentwicklung. Die Wohnungswirtschaft begrüßt grundsätzlich das Ziel einer stärkeren Dekarbonisierung und unterstützt die Rückführung regulatorischer Anforderungen auf das europarechtlich notwendige Maß.