Wohnungswirtschaft Online mobile Logo Wohnungswirtschaft Online desktop Logo
  • wiPlus
  • Bundespolitik
  • Europa & Welt
  • Landespolitik
  • Themen
  • Unternehmen
  • Mediathek
  • Publikationen
  • Abo
  • Newsletter
Wohnungswirtschaft OnlineWohnungswirtschaft Online
Abonnement Anmelden
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw

Baugenehmigungen im Februar leicht gestiegen – Kostenentwicklung droht Neubau auszubremsen

Berlin – Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Baugenehmigungen zeigen für Februar 2026 eine Belebung. Bundesweit wurden rund 22.200 Wohnungen genehmigt. Das entspricht einem Anstieg von 24,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Bei den für die Wohnraumversorgung besonders wichtigen Mehrfamilienhäusern lag das Plus bei 18 Prozent. Damit setzte sich die vorsichtige Stabilisierung, die zu Jahresbeginn erkennbar war, zunächst fort.

23. April 2026
家が価値上昇を示す木製積み上げグラフ模型

„Die Erholung bei den Genehmigungszahlen vom Jahresanfang ist ein positives Signal – sie spiegelt aber den Trend aus der Zeit vor Beginn des Irankriegs wider. Die Regierung muss mit Blick auf die drohenden Verwerfungen jetzt umgehend handeln, damit es beim weiterhin dringend notwendigen Wohnungsbau nicht erneut zu einer Vollbremsung kommt“, sagte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.

Die Baukosten steigen weiter – insbesondere bei Materialien gibt es nach wie vor keine verlässlichen Festpreise. Die angespannte Lage rund um die Straße von Hormus und in der gesamten Nahostregion verschärft die Situation deutlich. Selbst bei einer kurzfristigen politischen Entspannung würde die Wiederherstellung beschädigter Produktionsanlagen für Baustoffe mindestens drei Monate dauern. Gleichzeitig bleibt das Zinsniveau hoch. Das Ergebnis ist eindeutig: Der Neubau könnte erneut abgewürgt werden.

„Umso dringlicher ist jetzt ein klarer Perspektivwechsel: Wir brauchen eine Fast Lane – also einen echten Abwägungsvorrang – für den Wohnungsbau. Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen deutlich beschleunigt und standardisiert werden. In angespannten Märkten muss das Wohnen als überragendes öffentliches Interesse gesetzlich verankert werden, damit Abwägungsprozesse nicht länger Projekte blockieren. Ein klarer Abwägungsvorrang für den Wohnungsbau würde den Behörden die notwendige rechtliche Sicherheit geben, schneller und mutiger zu entscheiden“, so Gedaschko.

Zudem muss das Ziel „E wie einfach“ jetzt endlich Realität werden. Weniger Komplexität, klare Standards und schnellere Entscheidungen sind der Schlüssel, damit wieder mehr gebaut wird und Menschen schneller eine bezahlbare Wohnung finden. Dafür braucht es bundesweit einen rechtssicheren und praxistauglichen Basisstandard als neues Leitmaß für den Wohnungsbau. Einheitliche, schlanke Vorgaben sind der Schlüssel, um Baukosten nachhaltig zu senken, Streit über einzelne Standards zu vermeiden und Planungs- sowie Vertragsprozesse deutlich zu vereinfachen. Entscheidend ist dabei ein Systemwechsel: Nicht länger Ausnahmen von überhöhten Standards, sondern ein abgesenkter, bezahlbarer gesetzlicher Regelfall, von dem aus nur nach oben abgewichen wird.

Flankierend dazu ist eine deutliche Stärkung der Förderkulisse erforderlich. Das Programm „Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment“ (KNN) muss finanziell verdoppelt und über den 30. Juni hinaus verlängert werden. Ergänzend braucht es eine Sonderabschreibung (Sonder-AfA) für Neubauten im EH-55-Standard mit zusätzlichem Aufschlag, um Investitionen wieder wirtschaftlich tragfähig zu machen. (schi)

🚨 „Ein Frontalangriff auf die sozialverträgliche Wärmewende.“ Mit diesen deutlichen Worten kritisiert GdW-Präsident @[Axel Gedaschko] auf SPIEGEL.de die Kürzungen bei der BEG-Förderung für Sanierungsmaßnahmen bei Gebäuden. Das Beispiel der @[Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt] macht die Dimension der Folgen für sozial orientierte Wohnungsunternehmen deutlich: Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer erklärt, dass sie die Zahl der klimaschonenden Sanierungen in ihrem Unternehmen von rund 1.300 auf 2.000 Wohnungen steigern und dafür jährlich 100 Millionen Euro investieren will. Infolge der abrupten Förderkürzung im Juli müssen bereits fertige Sanierungspläne jetzt aber neu kalkuliert werden und können teilweise nicht mehr umgesetzt werden. Ausgerechnet Mehrfamilienhäuser, in denen der überwiegende der rund Mieterhaushalte mit häufig mittleren und niedrigen Einkommen lebt, trifft es besonders hart: Bei einem Gebäude mit zwölf Wohnungen sinken die förderfähigen Kosten von 360.000 auf nur noch 153.000 Euro – ein Minus von 58 Prozent. Gleichzeitig entfallen in der Regel die Tilgungszuschüsse für die wichtigen Effizienzhausstandards EH 70 EE und EH 85 EE. „Was gestern noch wirtschaftlich knapp darstellbar war, ist heute vielfach nicht mehr finanzierbar“, bringt Axel Gedaschko die Situation auf den Punkt. Die Folgen: weniger Sanierungen, fehlende Planungssicherheit und zusätzliche Belastungen für Mieterinnen und #Mieter. Dabei liegt die Sanierungsrate im Wohngebäudebestand bereits heute bei nur 0,67 Prozent. Für das Erreichen der Klimaziele wären rund zwei Prozent notwendig. Die Wärmewende braucht Verlässlichkeit und eine Förderung, die den Realitäten vermieteter Mehrfamilienhäuser gerecht wird – keine Kürzungen, die Investitionen verhindern. Zum ausführlichen Beitrag auf SPIEGEL Online (SPIEGEL+): https://lnkd.in/gVAFwQAv #GdW #Wohnungswirtschaft #Gebäudeförderung #BEG #Wärmewende #BezahlbaresWohnen #Klimaschutz

0 Share

wi Wohnungspolitische Informationen 32/2026

page_1

WI 32/2026

  • Registrieren
  • Abonnement
  • Artikel ansehen
  • Newsletter
  • Abonnement
  • Kündigung
  • Kontakt
  • Mediadaten
Wohnungswirtschaft Online Abonnement Anmelden

Unsere Partner

  • DigiWoh
  • BBA
  • BID
  • Housing Europe
  • Initative Wohnen
  • NaWoh
  • Praxispfad
  • DEWSWOS
  • EBZ
  • InWIS
  • © Copyright 2026
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • AGB
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw