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Baugenehmigungen im Februar leicht gestiegen – Kostenentwicklung droht Neubau auszubremsen

Berlin – Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Baugenehmigungen zeigen für Februar 2026 eine Belebung. Bundesweit wurden rund 22.200 Wohnungen genehmigt. Das entspricht einem Anstieg von 24,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Bei den für die Wohnraumversorgung besonders wichtigen Mehrfamilienhäusern lag das Plus bei 18 Prozent. Damit setzte sich die vorsichtige Stabilisierung, die zu Jahresbeginn erkennbar war, zunächst fort.

23. April 2026
家が価値上昇を示す木製積み上げグラフ模型

„Die Erholung bei den Genehmigungszahlen vom Jahresanfang ist ein positives Signal – sie spiegelt aber den Trend aus der Zeit vor Beginn des Irankriegs wider. Die Regierung muss mit Blick auf die drohenden Verwerfungen jetzt umgehend handeln, damit es beim weiterhin dringend notwendigen Wohnungsbau nicht erneut zu einer Vollbremsung kommt“, sagte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.

Die Baukosten steigen weiter – insbesondere bei Materialien gibt es nach wie vor keine verlässlichen Festpreise. Die angespannte Lage rund um die Straße von Hormus und in der gesamten Nahostregion verschärft die Situation deutlich. Selbst bei einer kurzfristigen politischen Entspannung würde die Wiederherstellung beschädigter Produktionsanlagen für Baustoffe mindestens drei Monate dauern. Gleichzeitig bleibt das Zinsniveau hoch. Das Ergebnis ist eindeutig: Der Neubau könnte erneut abgewürgt werden.

„Umso dringlicher ist jetzt ein klarer Perspektivwechsel: Wir brauchen eine Fast Lane – also einen echten Abwägungsvorrang – für den Wohnungsbau. Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen deutlich beschleunigt und standardisiert werden. In angespannten Märkten muss das Wohnen als überragendes öffentliches Interesse gesetzlich verankert werden, damit Abwägungsprozesse nicht länger Projekte blockieren. Ein klarer Abwägungsvorrang für den Wohnungsbau würde den Behörden die notwendige rechtliche Sicherheit geben, schneller und mutiger zu entscheiden“, so Gedaschko.

Zudem muss das Ziel „E wie einfach“ jetzt endlich Realität werden. Weniger Komplexität, klare Standards und schnellere Entscheidungen sind der Schlüssel, damit wieder mehr gebaut wird und Menschen schneller eine bezahlbare Wohnung finden. Dafür braucht es bundesweit einen rechtssicheren und praxistauglichen Basisstandard als neues Leitmaß für den Wohnungsbau. Einheitliche, schlanke Vorgaben sind der Schlüssel, um Baukosten nachhaltig zu senken, Streit über einzelne Standards zu vermeiden und Planungs- sowie Vertragsprozesse deutlich zu vereinfachen. Entscheidend ist dabei ein Systemwechsel: Nicht länger Ausnahmen von überhöhten Standards, sondern ein abgesenkter, bezahlbarer gesetzlicher Regelfall, von dem aus nur nach oben abgewichen wird.

Flankierend dazu ist eine deutliche Stärkung der Förderkulisse erforderlich. Das Programm „Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment“ (KNN) muss finanziell verdoppelt und über den 30. Juni hinaus verlängert werden. Ergänzend braucht es eine Sonderabschreibung (Sonder-AfA) für Neubauten im EH-55-Standard mit zusätzlichem Aufschlag, um Investitionen wieder wirtschaftlich tragfähig zu machen. (schi)

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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