Wohnbau Dinslaken und einhundert Energie realisieren 6,5 MWp-Mieterstromprojekt
Dieses Volumen hat eine enorme Hebelwirkung für die lokale Klimabilanz: Durch die Photovoltaikanlagen auf den Dächern können jährlich bis zu 1.755 Tonnen CO2 vermieden werden: ein direkter und messbarer Beitrag zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors und zum Klimaschutz.
Das Investitionsvolumen von rund 6 Millionen Euro trägt vollständig einhundert Energie über ein Dachpachtmodell. Das Kölner Unternehmen übernimmt dabei den gesamten Prozess von der Planung über die Installation bis zur technischen Wartung. Als zertifizierter Messstellenbetreiber installiert einhundert zudem intelligente Messsysteme (iMSys) und digitalisiert damit die gesamte Zählerinfrastruktur. Auch die Stromlieferung und -abrechnung erfolgen direkt über den Dienstleister. Perspektivisch werden außerdem Batteriespeicher und Wärmepumpen nachgerüstet. Für die Wohnbau Dinslaken entstehen dadurch weder Investitionskosten noch administrativer Aufwand oder Haftungsrisiken bei der Strombereitstellung.
„Mieterstrom war bisher oft mit hohem bürokratischen Aufwand verbunden, was den Ausbau im Bestand unnötig ausgebremst hat“, sagt Dr. Ernesto Garnier, CEO und Gründer von einhundert Energie. „Mit Projekten dieser Größenordnung zeigen wir, dass die Energiewende im Mehrfamilienhaus nicht an der Skalierung scheitern muss. Wohnungsunternehmen brauchen Lösungen, die sich wirtschaftlich, technisch und operativ über ganze Bestände ausrollen lassen. Genau diese Infrastruktur schaffen wir gemeinsam mit der Wohnbau Dinslaken.“
Von der Nischenlösung zur industriellen Skalierung
Das Vorhaben zeigt, wie sich Mieterstrom heute über einzelne Gebäude hinaus auf ganze Portfolios ausrollen lässt. Während entsprechende Projekte lange Zeit vor allem als Pilotvorhaben oder Einzelmaßnahmen umgesetzt wurden, ermöglicht die Kombination aus standardisierten Prozessen, digitaler Messinfrastruktur und einem integrierten Betriebsmodell die Umsetzung in deutlich größerem Maßstab. Für Wohnungsunternehmen eröffnet dies die Möglichkeit, ganze Bestände schrittweise zu dekarbonisieren, ohne eigene Investitionen in Planung, Betrieb oder Stromversorgung tätigen zu müssen.
„Für uns ist das Projekt weit mehr als die Installation von Photovoltaikanlagen“, sagt Petra Eggert-Höfel, Geschäftsführerin der Wohnbau Dinslaken GmbH. „Wir schaffen damit die Grundlage für eine langfristig klimafreundliche und wirtschaftliche Energieversorgung unseres Bestands. Gemeinsam mit einhundert setzen wir auf ein Modell, das sich über unser Portfolio skalieren lässt und unseren Mieterinnen und Mietern unmittelbar zugutekommt.“
Zeitplan
Das Vorhaben baut auf den im Pilotprojekt 2024 in Voerde erfolgreich validierten Prozessen auf und überträgt diese auf das gesamte Portfolio. Die ersten Anlagen in Dinslaken gehen noch in diesem Sommer ans Netz. Die vollständige Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Ende 2026 terminiert.
Projektdaten im Überblick
- Installierte PV-Leistung: 6,5 MWp
- CO2-Vermeidung: ca. 1.755 Tonnen CO2 pro Jahr
- Reichweite: Versorgung von 4.000 Haushalten in Dinslaken, Duisburg-Walsum, Voerde
- Investitionsvolumen: ca. 6 Mio. Euro durch einhundert Energie
- Fertigstellung: Ende 2026