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Wohnungswirtschaft warnt vor Belastungen durch geplante Änderungen im Brennstoffemissionshandel

Berlin – Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW hat zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) Stellung genommen. Zwar begrüßt der Verband die vorgesehene Stabilisierung des nationalen CO2-Preises für das Jahr 2027, da diese kurzfristig für mehr Planungssicherheit sorge. Zugleich sieht der GdW jedoch erheblichen Anpassungsbedarf bei der weiteren Ausgestaltung der CO2-Bepreisung.

16. Juli 2026
Hand adds wooden block with CO2 symbol on stack of coins. Concept about rising costs carbon emissions and climate, change impact on economy and global business.
Foto: Adobestock

Kernkritikpunkt des Verbandes sind die aus seiner Sicht künftig stark steigenden CO2 Preise im europäischen Emissionshandelssystem ETS 2. Der GdW warnt, dass die zusätzlichen Kosten die Investitionsfähigkeit von Wohnungsunternehmen erheblich beeinträchtigen könnten. Da ein Teil der CO2-Kosten von den Vermietern getragen werden müsse, werde Eigenkapital gebunden, das für Investitionen in die Dekarbonisierung des Gebäudebestands benötigt werde.

Darüber hinaus kritisiert der Spitzenverband die Einschätzung des Gesetzentwurfs, wonach für Bürger kein Erfüllungsaufwand entstehe. Der GdW verweist auf zusätzliche Belastungen für Mieter durch steigende Heizkosten infolge der CO2-Bepreisung. Diese finanziellen Auswirkungen müssten nach Auffassung des Verbandes im Gesetzgebungsverfahren transparenter dargestellt werden.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Kostenverteilung bei Fernwärme. Der GdW merkt an, dass Wohnungsunternehmen in einzelnen Wärmenetzen bereits heute überproportional hohe CO2-Kosten tragen müssten. Ursache sei insbesondere die derzeit verwendete Berechnungsmethodik. Der Verband fordert daher, die Ermittlung der Emissionen und Kosten künftig nach der sogenannten Carnot-Methode vorzunehmen und kostenlose Emissionszuteilungen kostenmindernd zu berücksichtigen.

Zudem spricht sich der GdW für Maßnahmen gegen mögliche Preisspekulationen im ETS 2 aus. Er kritisiert, dass Emissionszertifikate nach den bisherigen Plänen unbegrenzt gültig bleiben sollen. Um zusätzliche Preisvolatilität zu vermeiden, sollten Zertifikate nach Auffassung des GdW dauerhaft auf das jeweilige Kalenderjahr und die Vorjahre begrenzt werden.

Insgesamt fordert der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft eine regelmäßige Überprüfung der Auswirkungen der CO2-Bepreisung auf Investitionen und bezahlbares Wohnen. Klimaschutz, Investitionsfähigkeit der Unternehmen und soziale Tragfähigkeit der Wärmewende müssten aus Sicht des GdW stärker gemeinsam betrachtet werden. ⇒(böh/zeis)

Die Stellungnahme finden Sie unter
www.gdw.de im Bereich Downloads

🟡 Zweite Station unserer Sommerfachreise 2026 im Südwesten: die Große Langgasse in Mainz Am Nachmittag geht es mit unserer Delegation, GdW-Präsident @[Axel Gedaschko] und VdW-südwest-Vorstand @[Dr. Axel Tausendpfund] weiter zur @[Wohnbau Mainz]. Am westlichen Ende der Großen Langgasse entsteht ein sechsgeschossiger Wohn- und Geschäftskomplex, der neuen Wohnraum mit Gewerbe und einer Aufwertung des öffentlichen Raums verbindet. Dafür werden mehrere Bestandsgebäude abgerissen und eine bisher als Parkplatz genutzte Fläche in einen öffentlichen Platz umgewandelt. Die Highlights des Projekts: 🏙️ Neue urbane Qualität: Der neugestaltete Platz bildet künftig den westlichen Abschluss der Großen Langgasse und schafft einen attraktiven öffentlichen Raum in zentraler Lage. 🍽️ Lebendiger Nutzungsmix: Im Erdgeschoss sind Gastronomie und zwei bis vier Läden vorgesehen, die den Platz und das umliegende Quartier beleben sollen. 🏠 Mehr bezahlbarer Wohnraum: In den darüberliegenden Geschossen entstehen 44 Wohnungen – 16 davon werden öffentlich gefördert. 📅 Klare Perspektive: Der Mietbeginn für das neue Innenstadtprojekt ist für Herbst 2027 vorgesehen. Das Projekt zeigt, wie innerstädtische Entwicklung, bezahlbares Wohnen, Handel und mehr Aufenthaltsqualität sinnvoll miteinander verbunden werden können. 🏗️🏬 Mit dabei in Mainz sind außerdem Staatsminister @[Sven Teuber], Sozialdezernentin @[Jana Schmöller], der Bundestagsabgeordnete Daniel Baldy, die Landtagsabgeordnete Dr. @[Dr. Lea Heidbreder], Stadtrat Thomas Gerster und Oliver Bördner aus dem Büro des Mainzer Oberbürgermeisters. Von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz nehmen @[Sandra Baumbach], Dr. @[Ulrich Link] und @[Folker Gratz] teil, aus dem zuständigen Landesministerium @[Bianca Klein] und Susanne Hannes sowie von der LEA Hessen Dr. @[Dr. Karsten McGovern]. #Sommerfachreise #Mainz #Wohnungswirtschaft #BezahlbaresWohnen #Stadtentwicklung #Urbanität #Sommertour

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