Wohnungswirtschaft Online mobile Logo Wohnungswirtschaft Online desktop Logo
  • wiPlus
  • Bundespolitik
  • Europa & Welt
  • Landespolitik
  • Themen
  • Unternehmen
  • Mediathek
  • Publikationen
  • Abo
  • Newsletter
Wohnungswirtschaft OnlineWohnungswirtschaft Online
Abonnement Anmelden
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw

Wohnungswirtschaft in Niedersachsen startet Kampagne „Kein Raum für häusliche Gewalt“

Hannover – Der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen (vdw) hat gemeinsam mit dem Landespräventionsrat Niedersachsen die Kampagne „Kein Raum für häusliche Gewalt“ gestartet. Damit setzt die Wohnungswirtschaft ein Zeichen für ein sicheres und gewaltfreies Wohnumfeld. Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt sieht die Kampagne als weiteren Teil eines breitangelegten sozialen Engagements der Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften im vdw für das Wohlergehen ihrer Mieterinnen und Mieter und für ein vertrauensvolles Zusammenleben in den
Wohnquartieren.

13. Januar 2026
Kampagne Häusliche Gewalt vdw NB

Dr. Susanne Schmitt betonte in der Landespressekonferenz: „Häusliche Gewalt passiert dort, wo Menschen sich eigentlich sicher fühlen sollten: in den eigenen vier Wänden. Genau hier setzt die neue Kampagne an. Gemeinsam mit Wohnungsunternehmen, Polizei, Beratungsstellen und starken Partnern machen wir deutlich: Wegschauen ist keine Option. Gewalt geht uns alle an. Wohnung, Haus und Nachbarschaft müssen sichere Orte bleiben. Gewalt kann jeden treffen. Deshalb lassen wir niemanden allein. Wir stärken Mitarbeitende, Nachbarschaften und Hausgemeinschaften darin, hinzusehen, richtig zu reagieren und Hilfe zu ermöglichen.

„Der vdw bündelt mit der Kampagne seine langjährige präventive Arbeit und bringt sie dorthin, wo sie dringend gebraucht wird – in Wohnquartiere und Hausgemeinschaften. Zum Verband gehören rund 180 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften mit etwa 400.000 Wohnungen in Niedersachsen und Bremen. Sie erreichen täglich hunderttausende Menschen – und übernehmen Verantwortung über das reine Bereitstellen von Wohnraum hinaus.

Die Kampagne startet zunächst als Pilotprojekt mit 13 Wohnungsunternehmen. Bereits jetzt haben zahlreiche weitere vdw-Mitglieder ihr Interesse bekundet, sich anzuschließen. Im ersten Halbjahr 2026 wird die Kampagne landesweit ausgerollt. Der vdw versteht das Projekt bewusst als Vernetzungsinitiative: Wohnungsunternehmen, Polizei, Beratungsstellen und weitere Akteure arbeiten eng zusammen.

Ein zentraler Baustein sind praxisnahe Schulungen für Mitarbeitende der Wohnungsunternehmen. In Zusammenarbeit mit Polizei und Fachberatungsstellen werden sie sensibilisiert und befähigt, Anzeichen häuslicher Gewalt zu erkennen, richtig einzuordnen und Betroffene kompetent an Hilfsangebote zu vermitteln. Ziel ist es, Sicherheit im Handeln zu geben – und Verantwortung zu teilen. Begleitet wird die Kampagne durch Aushänge in Treppenhäusern und Quartieren, Informationsmaterialien, digitale Formate sowie Aktionen in der Nachbarschaft. So wird die Botschaft breit getragen: Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. (ens)

vdw-Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt im Gespräch

NANCY HEUSEL

Frau Dr. Schmitt, welche Erwartungen knüpfen Sie an die Kampagne „Kein Raum für häusliche Gewalt“?

Dr. Susanne Schmitt: Häusliche Gewalt ist in jeder Form inakzeptabel und darf in keiner Weise bagatellisiert werden. Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft bietet keinen Raum für häusliche Gewalt. Die Wohnung, das Wohnhaus und die Nachbarschaft müssen für alle Menschen, die dort leben, sichere Orte sein. Wir wollen mit der Kampagne Hausgemeinschaften und Nachbarschaften aufrütteln und auffordern, hinzusehen und zu handeln, um Opfer häuslicher Gewalt zu schützen. Ich erwarte, dass wir die Kampagne im Laufe der nächsten Monate im Verbandsgebiet ausrollen können. Das Interesse unserer Mitgliedsunternehmen, daran mitzuwirken, ist sehr groß.

Sie haben die Kampagne beim vdw-Jahresauftakt offiziell vorgestellt. Wie war die Resonanz?

Dr. Schmitt: Wir haben viel Zuspruch bekommen. Das Thema ist von großer Relevanz. Die Zahl der Taten steigt weiter, und die Polizei ist sich sicher, dass es ein enormes Dunkelfeld gibt. Umso wichtiger sind Informationen und Unterstützungsangebote für Opfer. Ich wünsche mir jetzt sehr, dass wir mit unserer Kampagne die Zahl der Delikte deutlich eindämmen können, dass Täter bestraft und abgeschreckt werden, dass Hausgemeinschaften sich schützend vor die Opfer stellen und dass sich Betroffene den Beratungsstellen, der Polizei oder sogar ihren Nachbarn anvertrauen.

Wer sind Ihre Partner?

Dr. Schmitt: Wir sind sehr dankbar dafür, dass neben dem Landespräventionsrat auch die Niedersächsische Polizei und das Netzwerk der Beratungsstellen dabei sind. Polizei und Beratungsstellen werden landesweit intensive Schulungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Wohnungsunternehmen anbieten, die sich an der Kampagne beteiligen. Ziel ist es, für das Thema zu sensibilisieren und Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Was werden Ihre Mitglieder tun?

Dr. Schmitt: Die sozial orientierte Wohnungsunternehmen werden in den kommenden Wochen und Monaten auf ganz verschiedenen Wegen auf die wichtige Botschaft der Kampagne aufmerksam machen. Es wird sich dabei zeigen, dass die Genossenschaften und die Wohnungsgesellschaften einen großen Multiplikatoreffekt haben. Zum einen erreichen sie durch Aushänge in Treppenhäusern und Quartierstreffs tausende Mieterhaushalte. Außerdem werden die vdw-Mitglieder über soziale Medien, Mieterzeitungen und Mieter-Apps sowie bei Informationsveranstaltungen deutlich machen, wie wichtig vor allem die Unterstützung von Betroffenen ist. Wir dürfen nicht wegschauen! Das ist unsere dringende Bitte an alle, die in unseren Häusern wohnen.

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

0 Share

wi Wohnungspolitische Informationen 33/2026

page_1

WI 33/2026

  • Registrieren
  • Abonnement
  • Artikel ansehen
  • Newsletter
  • Abonnement
  • Kündigung
  • Kontakt
  • Mediadaten
Wohnungswirtschaft Online Abonnement Anmelden

Unsere Partner

  • DigiWoh
  • BBA
  • BID
  • Housing Europe
  • Initative Wohnen
  • NaWoh
  • Praxispfad
  • DEWSWOS
  • EBZ
  • InWIS
  • © Copyright 2026
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • AGB
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw