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Wohnungsgenossenschaften als Stabilitätsanker auf dem Wohnungsmarkt

Bonn – Wohnungsgenossenschaften schaffen dauerhaft bezahlbaren Wohnraum, stabilisieren Quartiere und entziehen Wohnungen dem spekulativen Markt. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Analyse „Wohnungsgenossenschaften als Zukunftsmodell – Eine zentrale Säule für langfristig bezahlbaren Wohnraum“ der Friedrich-Ebert-Stiftung. Autor Klaus Mindrup analysiert die Rolle der Genossenschaften im deutschen Wohnungsmarkt und zeigt auf, welche politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen notwendig sind, um den genossenschaftlichen Wohnungsbestand auszubauen.

16. Juli 2026
icon_immobilie13_1548x1152px_©ShU studio

Im Mittelpunkt der Veröffentlichung steht die besondere Funktionsweise von Wohnungsgenossenschaften. Anders als renditeorientierte Wohnungsunternehmen sind sie auf die langfristige Versorgung ihrer Mitglieder mit Wohnraum ausgerichtet. Das Prinzip „ein Mitglied, eine Stimme“, die demokratische Mitbestimmung sowie die Reinvestition von Überschüssen in den eigenen Bestand sorgen nach Darstellung der Studie für stabile Mieten, langfristige Investitionen und eine hohe Bestandsorientierung. Damit übernehmen Genossenschaften aus Sicht des Autors eine wichtige Funktion für eine gemeinwohlorientierte Wohnungsversorgung.

Die historische Entwicklung des genossenschaftlichen Wohnens bildet einen weiteren Schwerpunkt der Veröffentlichung. Diese zeichnet den Weg von den ersten Genossenschaften im 19. Jahrhundert über die Wohnungsgemeinnützigkeit bis zu deren Abschaffung nach und ordnet die aktuelle Neue Wohnungsgemeinnützigkeit ein. Gleichzeitig wird erläutert, warum Wohnungsgenossenschaften ihre Bestände, anders als viele andere ehemals gemeinnützige Wohnungsunternehmen, dauerhaft sichern konnten und sich als vergleichsweise krisenfeste Organisationsform erwiesen haben.

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🚨 „Ein Frontalangriff auf die sozialverträgliche Wärmewende.“ Mit diesen deutlichen Worten kritisiert GdW-Präsident @[Axel Gedaschko] auf SPIEGEL.de die Kürzungen bei der BEG-Förderung für Sanierungsmaßnahmen bei Gebäuden. Das Beispiel der @[Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt] macht die Dimension der Folgen für sozial orientierte Wohnungsunternehmen deutlich: Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer erklärt, dass sie die Zahl der klimaschonenden Sanierungen in ihrem Unternehmen von rund 1.300 auf 2.000 Wohnungen steigern und dafür jährlich 100 Millionen Euro investieren will. Infolge der abrupten Förderkürzung im Juli müssen bereits fertige Sanierungspläne jetzt aber neu kalkuliert werden und können teilweise nicht mehr umgesetzt werden. Ausgerechnet Mehrfamilienhäuser, in denen der überwiegende der rund Mieterhaushalte mit häufig mittleren und niedrigen Einkommen lebt, trifft es besonders hart: Bei einem Gebäude mit zwölf Wohnungen sinken die förderfähigen Kosten von 360.000 auf nur noch 153.000 Euro – ein Minus von 58 Prozent. Gleichzeitig entfallen in der Regel die Tilgungszuschüsse für die wichtigen Effizienzhausstandards EH 70 EE und EH 85 EE. „Was gestern noch wirtschaftlich knapp darstellbar war, ist heute vielfach nicht mehr finanzierbar“, bringt Axel Gedaschko die Situation auf den Punkt. Die Folgen: weniger Sanierungen, fehlende Planungssicherheit und zusätzliche Belastungen für Mieterinnen und #Mieter. Dabei liegt die Sanierungsrate im Wohngebäudebestand bereits heute bei nur 0,67 Prozent. Für das Erreichen der Klimaziele wären rund zwei Prozent notwendig. Die Wärmewende braucht Verlässlichkeit und eine Förderung, die den Realitäten vermieteter Mehrfamilienhäuser gerecht wird – keine Kürzungen, die Investitionen verhindern. Zum ausführlichen Beitrag auf SPIEGEL Online (SPIEGEL+): https://lnkd.in/gVAFwQAv #GdW #Wohnungswirtschaft #Gebäudeförderung #BEG #Wärmewende #BezahlbaresWohnen #Klimaschutz

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