Wohnungsgenossenschaften als Stabilitätsanker auf dem Wohnungsmarkt
Im Mittelpunkt der Veröffentlichung steht die besondere Funktionsweise von Wohnungsgenossenschaften. Anders als renditeorientierte Wohnungsunternehmen sind sie auf die langfristige Versorgung ihrer Mitglieder mit Wohnraum ausgerichtet. Das Prinzip „ein Mitglied, eine Stimme“, die demokratische Mitbestimmung sowie die Reinvestition von Überschüssen in den eigenen Bestand sorgen nach Darstellung der Studie für stabile Mieten, langfristige Investitionen und eine hohe Bestandsorientierung. Damit übernehmen Genossenschaften aus Sicht des Autors eine wichtige Funktion für eine gemeinwohlorientierte Wohnungsversorgung.
Die historische Entwicklung des genossenschaftlichen Wohnens bildet einen weiteren Schwerpunkt der Veröffentlichung. Diese zeichnet den Weg von den ersten Genossenschaften im 19. Jahrhundert über die Wohnungsgemeinnützigkeit bis zu deren Abschaffung nach und ordnet die aktuelle Neue Wohnungsgemeinnützigkeit ein. Gleichzeitig wird erläutert, warum Wohnungsgenossenschaften ihre Bestände, anders als viele andere ehemals gemeinnützige Wohnungsunternehmen, dauerhaft sichern konnten und sich als vergleichsweise krisenfeste Organisationsform erwiesen haben.
Digital-Abo
- Unbegrenzter Zugang - alle Inhalte auf wohwi.online lesen
- Aktuellste Informationen und Hintergründe aus Wohnungspolitik
- Exklusive Newsletter
Bereits Abonnent? Einloggen