Vom Wohnungsbau bis zu grünen Freiflächen: Potenziale großer Parkplätze
Bonn – Bei der Suche nach Flächenressourcen rücken vielerorts großflächige Parkplätze in den Blick. Oft stark versiegelt und bislang monofunktional für den ruhenden Verkehr genutzt, stellen sie ein wichtiges Potenzial für die Stadtentwicklung dar. Dabei geht es nicht darum, Stellflächen grundsätzlich zu reduzieren, sondern das Ziel ist, das Parken neu zu organisieren, um zusätzliche Fläche für dringend benötigten Wohnraum, neue Mobilitätsangebote, mehr Grün und Begegnung zu gewinnen. Wie das gelingen kann, zeigen zwei neue Studien im Forschungsprojekt „Transformationspotenziale großflächiger Parkplätze für den nachhaltigen Stadtumbau“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
Die Studien beschreiben unterschiedliche Wege, wie Städte große Parkplatzflächen umgestalten können – sowohl in innerstädtischen Lagen als auch in Gewerbegebieten in der urbanen Peripherie. Sie können bestehende Flächen bebauen und besser ausnutzen, sie in Grünflächen und Freiräume umwandeln oder bestehende Parkplätze und Parkhäuser optimieren und umbauen, um so zur Aufwertung beizutragen, etwa durch Mobilitätsstationen mit Sharing-Angeboten, E-Ladeinfrastruktur oder Photovoltaikanlagen. Alle Ansätze eint das Ziel, den vorhandenen Raum effizienter sowie klima- und sozialgerechter zu nutzen, ohne die Pkw-Nutzung zu verdrängen. „Die Zukunft der Stadt liegt nicht in einem weiteren Aufwuchs an bebauter oder versiegelter Fläche, sondern im besseren Umgang mit dem, was wir haben“, sagt BBSR-Experte Christian Rauch.
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