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Umfrage zeigt: Bezahlbares Wohnen braucht verlässliche Förderung, weniger Bürokratie und bezahlbaren Klimaschutz

Berlin – Eine aktuelle Umfrage des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW zeigt: Die sozial orientierten Wohnungsunternehmen erwarten von der Bundesregierung noch in diesem Jahr klare Entscheidungen, um den Wohnungsbau wieder in Gang zu bringen und das Erreichen der Klimaziele beim Wohnen bezahlbar zu ermöglichen. Im Zentrum steht dabei das Anliegen, die Investitionsfähigkeit wiederherzustellen und bezahlbares Wohnen zu sichern sowie im Neubau überhaupt wieder zu ermöglichen.

9. Juni 2026
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Andrii Yalanskyi - stock.adobe.com
Abbildung: GdW

„Die Wohnungsunternehmen formulieren sehr klar, was jetzt nötig ist: verlässliche Förderung, weniger Bürokratie, niedrigere Baukosten und Klimaschutz, der wirtschaftlich machbar bleibt“, sagte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW. „Die Politik muss jetzt handeln. Ohne planbare Investitionsbedingungen wird es keine Trendwende beim Wohnungsbau geben. Und ohne bezahlbare Lösungen wird auch der Klimaschutz im Gebäudebereich nicht gelingen.“

In der Umfrage unter 72 Wohnungsunternehmen aus ganz Deutschland wurde als wichtigste politische Weichenstellung eine verlässliche, langfristige Förderpolitik, insbesondere über KfW-Programme genannt. Dahinter folgen Bürokratieabbau und schnellere Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren, die Reduzierung kostentreibender Bauvorschriften und technischer Standards sowie eine Flexibilisierung von Klimazielen und energetischen Anforderungen.

„Die Unternehmen wollen bauen, modernisieren und ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Aber sie brauchen dafür verlässliche Rahmenbedingungen. Wer immer neue Anforderungen stellt, Förderprogramme stoppt oder komplizierter macht und Genehmigungsverfahren nicht beschleunigt, verhindert am Ende genau das, was politisch gewollt ist: mehr bezahlbare Wohnungen und klimafreundliche Bestände“, so Gedaschko.

Auch die Bewertung der aktuellen politischen Lage zeigt die angespannte Stimmung in der Branche: Nur sechs Prozent der Befragten bewerten die politische Lage für ihr Unternehmen als gut. 42 Prozent bezeichnen sie als schlecht, weitere vier Prozent als sehr schlecht. 48 Prozent bewerten die Lage als normal.

Besonders stark beschäftigen die Wohnungsunternehmen derzeit das Zinsniveau und die Finanzierungskosten, bezahlbares Wohnen, die Förderbedingungen, die Finanzierung energetischer Modernisierungen sowie die Anforderungen rund um Digitalisierung, Energieeffizienz und Bürokratie.

„Die Ergebnisse der Umfrage sind ein deutliches Warnsignal aus der Praxis. Die Lage ist nicht abstrakt schwierig. Die Lage ist ganz konkret schwierig bei Investitionsentscheidungen, bei Neubauprojekten, bei Modernisierungen und am Ende auch bei den Mieterinnen und Mietern“, sagte Gedaschko. „Gerade jetzt darf die Politik die sozial orientierte Wohnungswirtschaft nicht zusätzlich belasten. Wer bezahlbares Wohnen, Klimaschutz und sozialen Zusammenhalt sichern will, muss die Investitionsbedingungen dringend verbessern.“ (schi)

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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