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Soziale Vermieter unter Druck: Klimaschutzauflagen könnten zu Wohnungsverkäufen zwingen

Kiel – Die verschärften Klimaschutzauflagen in Schleswig-Holstein stellen soziale Wohnungsunternehmen vor große finanzielle Herausforderungen. Eine aktuelle Umfrage des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) zeigt: Um die gesetzlichen Vorgaben zur Klimaneutralität bis 2040 zu erfüllen, sehen sich erste gemeinwohlorientierte Vermieter gezwungen, Teile ihres Bestands zu verkaufen. Die Kombination aus hohen Investitionskosten, begrenztem Cashflow und begrenzten Fördermitteln könnte damit den langfristig angelegten Auftrag sozialer Vermieter – bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen – infrage stellen.

6. November 2025
icon_immobilie07_1548x1152px_©PIXEL to the PEOPLE

„Vor allem die mit einem Vorziehen von Klimaneutralität verbundenen höheren Investitionen zwingen erste soziale Vermieter dazu, sich von einigen Wohnungen zu treffen“, sagte Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). „Da die (bislang bezahlbaren) Mieten üblicherweise die einzige Einnahmequelle für Investitionen sind, benötigen die Unternehmen die einmaligen Verkaufserlöse, um den gesetzlichen Anforderungen Rechnung zu tragen.“

Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter den schleswig-holsteinischen VNW-Mitgliedsunternehmen, die in der dritten und vierten Oktoberwoche durchgeführt wurde. „Demnach summiert sich gegenwärtig die Zahl der möglichen Verkäufe auf bis zu 800 Wohnungen“, sagt VNW-Direktor Andreas Breitner. „Das mag angesichts von rund 110.000 Wohnungen, die VNW-Unternehmen im Land besitzen, auf den ersten Blick nach nicht viel klingen. Aber für die betroffenen Mieterinnen und Mieter dürfte sich die Sache anders darstellen.“

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🏗️ #Neubau statt Verstaatlichung: Neue Studie zeigt Potenzial für Zehntausende neue Wohnungen – weit überwiegende Mehrheit bezweifelt Wirkung von Vergesellschaftungs-Ideen 🛑 Berlin braucht – wie viele beliebte Großstädte in Deutschland – deutlich mehr bezahlbaren Wohnraum. Eine neue Studie des @[Kiel Institut für Weltwirtschaft] zeigt, was möglich wäre, wenn die Mittel stattdessen in Neubau fließen: 🏘️ Bis zu 71.000 neue Wohnungen bis 2045. 📉 Angebotsmieten, die bis zu 8,7 Prozent unter der ansonsten erwarteten Entwicklung liegen könnten. Auch die Bevölkerung in Deutschland bezweifelt die Wirksamkeit eines staatlich erzwungenen Eigentümerwechsels: 73 Prozent der Deutschen halten ihn laut einer Forsa nicht für geeignet, hohe Mieten zu bekämpfen. Klar ist: Wer eine Wohnung sucht, braucht zusätzlichen Wohnraum. Ein teurer Eigentümerwechsel für bestehende Wohnungen hilft dabei nicht – im Gegenteil. Regierungen wie der künftige Berliner Senat müssen deshalb das Bauen ermöglichen: mit bezahlbaren Grundstücken, schnelleren Genehmigungen, verlässlichen Investitionsbedingungen und einer starken sozialen Wohnraumförderung. 👉 Mehr hier: https://lnkd.in/d7GcVwNB

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