Wohnungswirtschaft Online mobile Logo Wohnungswirtschaft Online desktop Logo
  • wiPlus
  • Bundespolitik
  • Europa & Welt
  • Landespolitik
  • Themen
  • Unternehmen
  • Mediathek
  • Publikationen
  • Abo
  • Newsletter
Wohnungswirtschaft OnlineWohnungswirtschaft Online
Abonnement Anmelden
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw

Hitze in Städten: Neue BBSR-Studie macht Folgen ausbleibender Hitzevorsorge sichtbar

Bonn – Was passiert, wenn Städte ihre Quartiere, Gebäude und Infrastrukturen nicht rechtzeitig an zunehmende Hitzebelastungen anpassen? Dieser Frage geht eine neue Kurzexpertise des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) nach. Sie untersucht systematisch die Konsequenzen des Nichthandelns und zeigt, welche gesundheitlichen, sozialen, infrastrukturellen, ökologischen und wirtschaftlichen Folgen ausbleibende Hitzevorsorge haben kann – und wie diese miteinander zusammenhängen. 

5. August 2026
balkon-sonnenschirm
Foto: Alexander Spatari / Moment via Getty Images

Mobilität gerät unter Hitzedruck

Bleiben Straßenräume stark versiegelt und unzureichend verschattet, verlieren aufgeheizte Wege, Plätze und Haltestellen an Aufenthaltsqualität und Nutzbarkeit. Menschen könnten häufiger auf klimatisierte Verkehrsmittel oder den privaten Pkw ausweichen. Die Folge sind zusätzlicher Verkehr, höhere Luftschadstoffbelastungen und weitere Wärmeemissionen. Besonders betroffen sind Menschen, deren Mobilität nur eingeschränkt anpassbar ist und die auf gut nutzbare öffentliche Räume angewiesen sind.

Infrastrukturen brauchen Vorsorge

Hohe Temperaturen belasten Straßenbeläge, Schienen, Oberleitungen und Stromnetze. Ohne vorausschauende Hitzevorsorge steigen Instandhaltungsaufwand und Betriebskosten, während die Funktionsfähigkeit von Verkehrs- und Versorgungsnetzen beeinträchtigt werden kann.

Ungleichheiten nehmen zu

Fehlen sommerlicher Wärmeschutz, Verschattung und ausreichend begrünte Freiräume, heizen sich Wohngebäude stärker auf. Hohe Innenraumtemperaturen beeinträchtigen Gesundheit, Schlaf und Leistungsfähigkeit. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kinder, chronisch Erkrankte oder Menschen mit geringeren finanziellen Ressourcen, deren Möglichkeiten zur Anpassung häufig begrenzt sind.

Stadtgrün verliert an Kühlleistung

Hitze und Trockenheit setzen auch bestehenden Straßenbäumen und Grünflächen zu. Nimmt ihre Verschattungs- und Verdunstungsleistung ab, verliert die Stadt einen Teil ihrer natürlichen Kühlung und die Hitzebelastung nimmt weiter zu.

Wirtschaftliche Folgen frühzeitig mitdenken

In Gewerbegebieten erschweren hohe Temperaturen die Arbeitsbedingungen, erhöhen den Kühlbedarf von Gebäuden und belasten technische Anlagen stärker. Langfristig entstehen zusätzliche Betriebs- und Energiekosten sowie mögliche Nachteile für die Standortqualität.

„Die Expertise macht deutlich, dass Hitzevorsorge eine Querschnittsaufgabe ist“, sagt BBSR-Expertin Stephanie Haury. „Gebäude, Freiräume, Mobilität, technische Infrastruktur und Stadtgrün beeinflussen sich gegenseitig. Wer diese Zusammenhänge frühzeitig berücksichtigt, kann Maßnahmen besser aufeinander abstimmen und Städte langfristig widerstandsfähiger gegenüber Hitze machen.“

Urban Heat Labs – Modellkommunen entwickeln Strategien

Die Publikation entstand im Forschungsfeld „Urban Heat Labs – Hitzevorsorge in Stadtquartieren und Gebäuden“. Während sie die möglichen Folgen ausbleibender Hitzevorsorge aufzeigt, entwickeln die Modellvorhaben konkrete Strategien für die kommunale Praxis und die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft.

Im Mittelpunkt der Modellvorhaben stehen klimaangepasste Quartiere und Gebäude, hitzerobuste Straßenräume, leistungsfähige Grün- und Freiraumsysteme sowie Maßnahmen des sommerlichen Wärmeschutzes. Zudem entwickeln und erproben die Urban Heat Labs Planungs- und Beteiligungsprozesse, mit denen Hitzevorsorge dauerhaft in Stadtentwicklung und im Bauwesen verankert werden kann. Kommunen und Hauseigentümerinnen sowie Hauseigentümer sollen dabei unterstützt werden, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Anpassungsmaßnahmen gegen Hitze rechtzeitig umzusetzen.

Die Expertise ist hier abrufbar.

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

0 Share

wi Wohnungspolitische Informationen 33/2026

page_1

WI 33/2026

  • Registrieren
  • Abonnement
  • Artikel ansehen
  • Newsletter
  • Abonnement
  • Kündigung
  • Kontakt
  • Mediadaten
Wohnungswirtschaft Online Abonnement Anmelden

Unsere Partner

  • DigiWoh
  • BBA
  • BID
  • Housing Europe
  • Initative Wohnen
  • NaWoh
  • Praxispfad
  • DEWSWOS
  • EBZ
  • InWIS
  • © Copyright 2026
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • AGB
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw