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Glasfaser und Digitalisierung: Neues Gremium für die Immobilienbranche

22. Januar 2026
Sylvia Pruß, Präsidentin des VDIV, Axel Gedaschko, Präsident des GdW, und Jean-Pascal Roux (Telekom)
Sylvia Pruß, Präsidentin des VDIV, Axel Gedaschko, Präsident des GdW, und Jean-Pascal Roux (Telekom) Telekom

Berlin – Die Deutsche Telekom und führende Vertreter der deutschen Immobilienwirtschaft haben am 20. Januar 2026 in Berlin den Immobilienwirtschaftlichen Beirat (IWB) gegründet. Das neue Gremium begleitet zentrale Fragen der digitalen Gebäudeinfrastruktur – von Glasfaseranschlüssen bis hin zu weiteren Digitalisierungsthemen und künftigen Innovationen – und fördert den branchenübergreifenden Austausch. Erstmals vereint der Beirat Wohnungsunternehmen, Immobilienverwalter, Genossenschaften, Projektentwickler und Verbände in einem dauerhaften Forum. Ziel ist es, den Dialog über digitale Infrastrukturen in Gebäuden strukturiert zu bündeln und bestehende Kooperationen sinnvoll zu ergänzen.

„Die digitale Infrastruktur von Gebäuden wird zunehmend ein zentraler Faktor für Wohnen, Bewirtschaftung und Investitionen“, sagte Axel Gedaschko, Präsident des GdW, Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, und Vorsitzender des IWB. „Der Beirat bietet einen Rahmen, um Expertise aus verschiedenen Bereichen der Immobilienwirtschaft zu bündeln und im ständigen Dialog zu bleiben.“

Der Vorsitzende des neuen Beirats, GdW-Präsident Axel Gedaschko (r.), mit Jean-Pascal Roux (l.), Senior Vice President Vertrieb Fiber Deutschland bei der Telekom. Telekom

Praxisnaher Fokus auf Glasfaser und Digitalisierung
Im Mittelpunkt stehen konkrete Fragen rund um den Glasfaserausbau in Gebäuden sowie weiterführende Digitalisierungsthemen. Dazu zählen sichere IT-Infrastrukturen, digitale Prozesse und der Einsatz moderner Technologien in der Immobilienbewirtschaftung. „Digitale Infrastruktur erfordert langfristiges Denken und enge Zusammenarbeit“, betont Jean-Pascal Roux, Senior Vice President Vertrieb Fiber Deutschland bei der Telekom. „Die Telekom bringt ihre Investitionskraft, Innovationsfähigkeit und Erfahrung im Betrieb offener Netze ein. Gleichzeitig ist der Beirat für uns eine wichtige Plattform, um die Anforderungen der Immobilienwirtschaft noch besser zu verstehen.“

Langfristige Planung im Blick
Ein zentrales Anliegen des Beirats ist die langfristige Perspektive: Gebäude werden über Jahrzehnte genutzt, digitale Netze müssen diesen Zeiträumen standhalten. „Für Verwalter und Eigentümer sind Verlässlichkeit, Standardisierung und klare Abläufe entscheidend“, sagte Sylvia Pruß, Präsidentin des VDIV, Verband der Immobilienverwalter Deutschland. „Der Beirat hilft, Anforderungen frühzeitig zu bündeln und dafür ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln.“ Die konstituierende Sitzung des IWB fand heute in Berlin statt. Der Beirat wird regelmäßig tagen. (wag)

Die Mitglieder des neu gegründeten Immobilienwirtschaftlichen Beirats (IWB) bei der ersten konstituierenden Sitzung in Berlin Telekom

Zum Abschluss des NEW bauhaus Festivals in Weimar hat Festivaldirektor @[Michael Rücker] zu einer Verbänderunde unter der Überschrift „Neustart Baustelle. Welche Geschäftsmodelle die Bauwirtschaft durch die Transformation tragen“ eingeladen, an der u.a. Dr. @[Christian Lieberknecht] (#GdW) teilnahm. In einem Impulsvortrag von @[Martin Langen] (@[B+L Marktdaten GmbH - construction market research]) wurde deutlich, dass auch künftig eine hohe Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland besteht. Angesichts eines aktuellen Wohnungsbedarfs von ca. 1,2 Mio. und ca. 10 Mio. Menschen in beengten Wohnungen bedarf es mehr Neubau, auch als wichtige Fluktuationsreserve für den Wohnungsmarkt. @[Dirk Salewski] (@[Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen]) machte klar, dass sich in der aktuellen Lage kaum noch ein Haushalt eine neue Wohnung leisten kann. Man sollte daher hinterfragen, ob die hohen Standards des Bauens noch sinnvoll sind. @[Olaf Demuth] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie], @[Zech Group]) verwies auf eine durchschnittliche Auslastung der Bauunternehmen von ca. 75 %, die im Wohnungsbau mit ca. 35-40 % noch deutlich geringer ausfällt. Dr. Tillman Prinz (Bundesarchitektenkammer) betonte, dass mit der Diskussion um den Gebäudetyp E und dem „Hamburg Standard“ der richtige Weg eingeschlagen wurde. Er sieht zudem Potenziale im Bestand. Dr. Christian Lieberknecht machte deutlich, dass es vor allem darum geht, bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Er verwies auf serielles und modulares Bauen als innovativen Lösungsansatz. Mit der Neuauflage der Rahmenvereinbarung 2.0 stellt der GdW seinen 3.000 Mitgliedern 25 ausgewählte Konzepte zur Verfügung. Neben den Verbänden ist auch der Bund gefordert: Das angekündigte Gebäudetyp-E-Gesetz liegt noch immer nicht vor. Seine Verabschiedung ist dringend notwendig, um Baukosten zu reduzieren und dem Wohnungsneubau wieder Schwung zu verleihen.

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