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Förderprogramm „Pilotprojekte – Innovationen im Gebäudebereich“: 13 Projekte für innovatives Planen und Bauen ausgewählt

Berlin – Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) hat gemeinsam mit einem Expertengremium 13 Projekte ausgewählt, die mit innovativen Ansätzen zur Zukunft des Bauens beitragen. Das Ziel des Programms ist es, Innovationen aus der Wissenschaft in die Praxis zu bringen und zu erproben. Die ausgewählten Vorhaben decken ein breites Spektrum an Themen ab – von innovativen Baustoffen und zirkulären Konstruktionsmethoden über Low-Tech Ansätze bis hin zu digitalen Planungs- und Fertigungsprozessen.

11. Mai 2026
dena | Claudius Pflug
Foto: Claudius Pflug/Berlin

„Innovationen am Bau in die Breite zu tragen, ist ein zentrales Ziel meines Hauses – jedes Modellvorhaben des Programms steht exemplarisch dafür. Mit unserem Förderprogramm unterstützen wir dabei, Bauen nicht nur neu zu denken, sondern auch in der Praxis zu realisieren. Wir haben viele Einreichungen erhalten, die eindrucksvoll gezeigt haben, wie groß die Bereitschaft ist, neue Wege im Planen und Bauen zu gehen: Von rückbaufähigen Gebäuden mit inklusiven Wohnformen über bezahlbare Sanierungskonzepte und ressourcenschonenden Umwandlungen von Plattenbauten bis hin zu zirkulären Ansätzen mit Bauteilwiederverwendung, ‚Einfachem Bauen‘ und dem Einsatz von Naturmaterialien. Das ist das Bauen der Zukunft“, betonte Verena Hubertz, Bauministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

„Die Pilotprojekte sind ein wichtiger Schritt, um innovative Ansätze nicht nur zu diskutieren, sondern konkret umzusetzen. Als Bundesstiftung Bauakademie verstehen wir uns nicht nur als Plattform für Dialog und Wissenstransfer, sondern auch als Partnerin, die die Erprobung neuer Konzepte unter realen Bedingungen unterstützt. Wir freuen uns, die ausgewählten Projekte in den kommenden zwei Jahren in der Umsetzung zu begleiten“, unterstrich Dr. Elena Wiezorek, Direktorin der Bundesstiftung Bauakademie.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und die Bundesstiftung Bauakademie begleiten das Förderprogramm im Auftrag des BMWSB. Es ist in zwei Kategorien gegliedert und fördert in Kategorie A Vorhaben in frühen Planungsphasen insbesondere Leistungsphasen 0 sowie 1 bis 4 gemäß HOAI und in Kategorie B Vorhaben ab Leistungsphase 5 gemäß HOAI mit Fokus auf die bauliche Umsetzung: Sechs Pilotprojekte aus der Förderkategorie A zeigen, wie neue Ansätze zur Senkung von Treibhausgasemissionen und Ressourcenschonung bereits in den frühen Planungsphasen der Konzeptfindung implementiert werden, während sieben Pilotprojekte aus der Förderkategorie B beispielhaft die Erprobung experimenteller und marktnaher Ansätze für ein klimaangepasstes und ressourcenschonendes Bauen demonstrieren.

Jedes Projekt wird von einer wissenschaftlichen Einrichtung begleitet und analysiert. Die gewonnenen Erkenntnisse werden im weiteren Verlauf übergeordnet ausgewertet, aufbereitet und der Fachöffentlichkeit, Kommunen sowie der Bauwirtschaft zugänglich gemacht, um den Transfer erfolgreicher Innovationen in die Breite zu fördern. (tot)

Auf der Website der Bundesstiftung Bauakademie finden Sie weitere Informationen zum Förderprogramm. Die Projekte starten nun in die Umsetzungsphase, die Sie hier verfolgen können: www.bundesstiftung-bauakademie.de/pilotprojekte.

It‘s the Economy: Neue Wirtschaft und sozialer Zusammenhalt jenseits der Metropolen: Technische Innovationen als Betriebssystem auf dem Prüfstand   Mit dem Einzug von technischen Innovationen stellt sich gerade für ländliche Regionen die Frage nach der Wirtschaftlichkeit und den Auswirkungen auf den sozialen Zusammenhalt. Beide Fragen konnten wir heute auf einem Panel während des NEW bauhaus Festivals in Weimar diskutieren, welches von @[Mirjam Philipp] (@[VSWG Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V.]) moderiert wurde. Aktuell gibt es viele Modellversuche und Prototypen in den Regionen, die einen eigenständigen wirtschaftlich tragfähigen Betrieb erst noch nachweisen müssen. @[Frank Großmann] (Leiter Stabsstelle Strukturwandel Industrie- und Handelskammer Dresden) wies darauf hin, dass die Förderung von Geschäftsmodellen oftmals wegen der fehlenden kritischen Masse (Nachfrage) in ländlichen Räumen nicht ohne weiteres in erfolgreiche Betriebssysteme überführt werden können. @[Christiane Kilian] (Vorständin Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen) betonte, dass neben Förderung vor allem Strukturen zu entwickeln sind, die für neue Unternehmen Zugänge zu Netzwerken und Wissen ermöglichen. @[Axel Fietzek] (Vorstandsvorsitzender LebensRäume Hoyerswerda eG) hob die Bedeutung des sozialen Miteinanders und der nachbarschaftlichen Fürsorge hervor, die ein wichtiger Maßstab für den Einsatz von #KI und humanoiden Robotern sind. Unter der Bevölkerung gibt es auch eine gewisse Skepsis gegenüber dem Einsatz von Sensorik in den Wohnungen. Christiane Kilian wies ergänzend darauf hin, dass es auch um die Frage von eigenständigen Entscheidungen von Menschen geht, die beim Einsatz von KI und Robotik erhalten bleiben sollten. Das Panel hat wichtige Impuls zum Weiterdenken gegeben. Vielen Dank an alle Teilnehmer für die konstruktiven und spannenden Beiträge.

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