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Brandbrief an Bundeskanzler: Förder-Kürzungen sind fatal

Berlin – Die Bau- und Wohnungswirtschaft hat vor einem Einbruch beim ­Wohnungsbau gewarnt. Dieser stecke schon jetzt in einer tiefen Krise. „Dass der Bund genau in dieser Zeit das Geld, das der Wohnungsbau als Förderung dringend braucht, zusammenstreicht, ist fatal“, heißt es in einem Brandbrief, den das Verbändebündnis Wohnungsbau an die Bundesregierung und den Bundestag richtete.

6. August 2026
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Die scharfe Kritik der Branche: Knapp 1,4 Milliarden Euro sollen 2027 allein im Neubau weniger zur Verfügung stehen als in diesem Jahr. Das treffe den ohnehin schwer angeschlagenen Neubau enorm und werde ihm „einen gewaltigen Dämpfer versetzen“.

Die „Ad-hoc-Kürzung“ der Bundesregierung bei der Wohnungsbau-Förderung erschüttere laufende Bauvorhaben, heißt es in dem Brief des Verbändebündnisses. „Zahlreiche Neubau-, Sanierungs- und Investitionsvorhaben werden durch die Kürzungen des Bundes zusammengestrichen. Ein Großteil wird sogar ganz begraben: Baugenehmigungen verschwinden in den Schubladen“, so das Wohnungsbau-Bündnis.

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🚨 „Ein Frontalangriff auf die sozialverträgliche Wärmewende.“ Mit diesen deutlichen Worten kritisiert GdW-Präsident @[Axel Gedaschko] auf SPIEGEL.de die Kürzungen bei der BEG-Förderung für Sanierungsmaßnahmen bei Gebäuden. Das Beispiel der @[Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt] macht die Dimension der Folgen für sozial orientierte Wohnungsunternehmen deutlich: Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer erklärt, dass sie die Zahl der klimaschonenden Sanierungen in ihrem Unternehmen von rund 1.300 auf 2.000 Wohnungen steigern und dafür jährlich 100 Millionen Euro investieren will. Infolge der abrupten Förderkürzung im Juli müssen bereits fertige Sanierungspläne jetzt aber neu kalkuliert werden und können teilweise nicht mehr umgesetzt werden. Ausgerechnet Mehrfamilienhäuser, in denen der überwiegende der rund Mieterhaushalte mit häufig mittleren und niedrigen Einkommen lebt, trifft es besonders hart: Bei einem Gebäude mit zwölf Wohnungen sinken die förderfähigen Kosten von 360.000 auf nur noch 153.000 Euro – ein Minus von 58 Prozent. Gleichzeitig entfallen in der Regel die Tilgungszuschüsse für die wichtigen Effizienzhausstandards EH 70 EE und EH 85 EE. „Was gestern noch wirtschaftlich knapp darstellbar war, ist heute vielfach nicht mehr finanzierbar“, bringt Axel Gedaschko die Situation auf den Punkt. Die Folgen: weniger Sanierungen, fehlende Planungssicherheit und zusätzliche Belastungen für Mieterinnen und #Mieter. Dabei liegt die Sanierungsrate im Wohngebäudebestand bereits heute bei nur 0,67 Prozent. Für das Erreichen der Klimaziele wären rund zwei Prozent notwendig. Die Wärmewende braucht Verlässlichkeit und eine Förderung, die den Realitäten vermieteter Mehrfamilienhäuser gerecht wird – keine Kürzungen, die Investitionen verhindern. Zum ausführlichen Beitrag auf SPIEGEL Online (SPIEGEL+): https://lnkd.in/gVAFwQAv #GdW #Wohnungswirtschaft #Gebäudeförderung #BEG #Wärmewende #BezahlbaresWohnen #Klimaschutz

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