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Deutsche Einheit: 36 Prozent der 35-Jährigen haben Einwanderungsgeschichte

30. September 2025
adobestock

Wiesbaden – Am 3. Oktober 2025 feiert Deutschland 35 Jahre Deutsche Einheit. Wer im Jahr der Einheit geboren wurde, feiert dieses Jahr als „Kind der Einheit” seinen 35. Geburtstag. Wie sieht das Leben in Deutschland mit 35 Jahren aus? Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der 35-Jährigen in Deutschland hatte im Jahr 2024 eine Einwanderungsgeschichte – sie oder ihre Eltern sind also ins jetzt vereinte Deutschland eingewandert, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 30. September 2025 mitteilte. In der gesamten Bevölkerung hatte ein gutes Viertel (26 Prozent) der Menschen eine Einwanderungsgeschichte. 29 Prozent der 35-Jährigen in Deutschland sind selbst in das vereinte Deutschland eingewandert. Bis auf Ausnahmefälle haben sie im Jahr der Deutschen Einheit 1990 noch nicht in Deutschland gelebt.

56 Prozent der 35-Jährigen leben mit Kindern zusammen

Mehr als die Hälfte (56 Prozent) aller 35-Jährigen lebte 2024 mit minderjährigen Kindern zusammen. Bei 35-jährigen Frauen waren es sogar zwei Drittel (66 Prozent), bei Männern etwas weniger als die Hälfte (46 Prozent). Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der 35-Jährigen war verheiratet oder in einer Lebenspartnerschaft.

Überdurchschnittlich hoher Anteil mit akademischem Abschluss

Akademische Abschlüsse sind in dieser Altersgruppe deutlich häufiger als in der Gesamtbevölkerung vertreten. Ein Drittel (34 Prozent) der 35-Jährigen hatte 2024 eine abgeschlossene Lehre oder Berufsausbildung, ein weiteres Drittel einen Hochschulabschluss (34 Prozent) und 13 Prozent hatten einen Fachschulabschluss. Jeder und jede fünfte 35-Jährige (20 Prozent) hatte (noch) keinen beruflichen Abschluss. Demgegenüber hatten 41 Prozent aller Personen ab 15 Jahren eine Lehre oder Berufsausbildung absolviert, 21 Prozent einen Hochschulabschluss, 12 Prozent einen Fachschulabschluss und 27 Prozent waren (noch) ohne beruflichen Abschluss.

35-jährige Männer häufiger erwerbstätig als Frauen im selben Alter

35-Jährige stehen mitten im Berufsleben: 85 Prozent von ihnen waren 2024 erwerbstätig, Männer darunter häufiger (90 Prozent) als Frauen (79 Prozent). Ein Grund für diese Unterschiede ist die geschlechterspezifische Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit. Diese spiegelt sich auch in der Teilzeitquote wider: Jede zweite 35-jährige Frau (50 Prozent) arbeitete 2024 in Teilzeit, bei den Männern waren es acht Prozent.

Vollzeitbeschäftigte 35-Jährige verdienten im April 2024 im Schnitt 4 555 Euro brutto (ohne Sonderzahlungen). Der durchschnittliche Verdienst von Männern (4.635 Euro) lag über dem der Frauen (4.370 Euro) dieser Altersgruppe. Damit liegen die 35-Jährigen insgesamt etwas unter dem Durchschnittsverdienst aller Vollzeitbeschäftigten (4.634 Euro). 35-jährige Frauen hingegen lagen gut 150 Euro über dem durchschnittlichen Verdienst aller vollzeitbeschäftigten Frauen in Deutschland (4.214 Euro).

Zwei Drittel wohnen zur Miete

Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der 35-Jährigen in Deutschland wohnten 2024 zur Miete, deutlich mehr als in der Gesamtbevölkerung (53 Prozent). Durchschnittlich gaben Haushalte mit 35-Jährigen ein Viertel (25 Prozent) ihres verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnkosten aus und lagen damit im Schnitt der Gesamtbevölkerung.

Leipzig hat höchsten Anteil 35-Jähriger

Deutschlandweit machten Ende 2024 die 1,1 Millionen 35-Jährigen 1,4 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Ein Vergleich der 10 größten Städte Deutschlands zeigt: An der jeweiligen Bevölkerungszahl gemessen lebten die meisten 35-Jährigen in Leipzig (1,9 Prozent), gefolgt von Berlin, München und Frankfurt am Main (jeweils 1,8 Prozent).

Methodische Hinweise:

Die Ergebnisse zur Migration, zu den Haushalten und Familien, zur Bildung und zur Erwerbstätigkeit stammen aus dem Mikrozensus 2024 (Erstergebnisse).

Die Ergebnisse zur Wohnsituation entstammen der europäischen Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (European Union Statistics on Income and Living Conditions, EU-SILC). Die Erhebung ist in Deutschland seit dem Erhebungsjahr 2020 als Unterstichprobe in den Mikrozensus integriert. Bei den hier dargestellten Ergebnissen für 2024 handelt es sich um Endergebnisse.

Die Ergebnisse zu den Verdiensten stammen aus der Verdiensterhebung 2024 und beziehen sich auf den April des Jahres. Steuerpflichtige Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld werden hier nicht mit abgebildet.

Die Ergebnisse zu 35-Jährigen in deutschen Städten stammen aus der Bevölkerungsfortschreibung mit Stichtag 31.12.2024.

Weitere Informationen:

Weitere Daten, Karten und Grafiken zur Bevölkerung, zum Wohnen, zur wirtschaftlichen Entwicklung, zur Verteilung von Vermögen und Einkommen sowie zur Gleichstellung bietet die Sonderseite „35 Jahre Deutsche Einheit“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.

Darüber hinaus bietet das „Dashboard Integration“ ein umfassendes, interaktives Datenangebot zur Situation eingewanderter Menschen und ihrer Nachkommen. Das Dashboard präsentiert 60 Indikatoren aus allen gesellschaftlichen Bereichen, unter anderem zum Arbeitsmarkt, zu schulischer und beruflicher Bildung sowie zu Sicherheit und Partizipation. (destatis)

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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