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Verbandstag der Wohnungswirtschaft in Baden-Württemberg: Wege zum bezahlbaren Wohnen

Reutlingen – Der bezahlbare Wohnungsbau steckt in einer Krise, die Wohnungswirtschaft agiert in einer herausfordernden Zeit. In der Beurteilung der Lage waren sich die Redner beim Verbandstag des vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen am 22. Mai 2025 in Reutlingen einig: Veränderungen bei den Vorgaben, den Baustandards und der Förderung sind notwendig, damit Mietwohnungsbau wieder realisiert und der Wohnungsbestand klimafit gemacht werden kann. Für eine entsprechende Entwicklung in der Politik gibt es positive Vorzeichen – auf Ebene der EU, des Bundes und des Landes.

5. Juni 2025
vbw/Michael Tilp
Dr. Iris Beuerle, Peter Brensinski (beide vbw), Axel Gedaschko (GdW) und Prof. Dr. Simone Wunderle (StM) (v. l.)BILDURHEBERNUMMER 742222

Peter Bresinski, Präsident des vbw, ging in seiner Begrüßung der rund 270 Gäste im Saal in der Stadthalle Reutlingen auf die Lage im Land ein. „Mit der neuen Landesbauordnung ist schon viel erreicht“, bekräftigte er. Dennoch brauche es weitere Erleichterungen bei den Standards und Vorgaben, Änderungen bei der Fördersystematik auf Objekt- und Subjektförderung sowie die schnellere Digitalisierung der Prozesse. Insbesondere die Kommunen sollten mehr Bauland ausweisen und dem Mietwohnungsbau Vorrang geben.

Im „Strategiedialog Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“, den das Land vor drei Jahren ins Leben gerufen hat, beteiligt sich die Wohnungswirtschaft intensiv in diversen Arbeitsgruppen und bei den Projekten. „Wir haben als Branche ein großes Interesse daran, aufgrund wissenschaftlicher Ergebnisse, neue Lösungen für das bezahlbare Wohnen in Politik und Praxis zu bringen“, so Bresinski.

Strategiedialog: Umsetzung der Erkenntnisse

Prof. Dr. Simone Wunderle vom Staatsministerium Baden-Württemberg berichtete, dass sich aus den Arbeitsgruppen der drei Themensäulen schon gute Best-Practice-Beispiele, Lösungsansätze und Impulse für die Politik ergeben hätten. „Die Arbeitsgruppen behandeln Themen wie den kommunalen Werkzeugkasten, zirkuläres Bauen und insbesondere rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für das bezahlbare und nachhaltige Bauen und Sanieren“, so Wunderle.

Positive Ausblicke auf Bundesebene

„Die Bundesregierung muss mit ihren Bestrebungen für das bezahlbare Bauen und Wohnen Erfolg haben und wir wollen, dass sie das schafft“, brachte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, die Lage auf den Punkt. Für die ersten 100 Tage habe die Bundesregierung den Bau-Turbo und die Verlängerung der Mietpreisbremse angekündigt. „Es wird eine Kommission geben, in der die streitbehafteten Themen inhaltlich ausgehandelt und zu einem Kompromiss geführt werden sollen“, berichtete Gedaschko. Daran werde sich der GdW intensiv beteiligen, versprach er.

Drei notwendige Veränderungen müssen in der Bundespolitik umgesetzt werden: „Um anders bauen zu können, braucht es rechtliche Änderungen. Bei der Förderung darf es künftig keine soziale Unwucht mehr geben und der Klimaschutz muss auf die CO2-Reduktion ausgerichtet werden“, so der GdW-Präsident. „Dafür lasst uns streiten“, beendete er seinen engagierten Vortrag mit dem Titel „Deutschland nach der Wahl“. (schu)

Die #Wärmewende scheitert nicht an fehlenden Projektideen. Entscheidend ist ihre Finanzierung – und die richtige politische sowie regulatorische Rahmensetzung. Neue Wärmenetze und moderne Infrastrukturen benötigen viel Kapital und lange Planungshorizonte. Gleichzeitig beeinflussen Regulierungen, die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), Baukosten und Anschlussquoten die Wirtschaftlichkeit. Doch wie gelingt der praktische Übergang? Von Fragen wie dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) auf dem Prüfstand bis hin zur Frage, wie man Fernwärme und Wärmepumpe intelligent miteinander versöhnen kann, gibt es viel zu besprechen. Stadtwerke, Banken, Investoren und die Wohnungswirtschaft müssen daher früh klären: • Welche Projekte erfüllen die Finanzierungskriterien? • Wie lassen sich Risiken fair verteilen? • Welche Förderinstrumente und Rahmenbedingungen (wie das GMG oder die Kommunale Wärmeplanung) schaffen echte Planungssicherheit? • Wie entstehen tragfähige Refinanzierungsmodelle im Wärmemarkt? Genau diesen drängenden Fragen widmen wir uns bei der Energiemanager-Konferenz 2026 im Rahmen des Themenblocks „Positionen zum Fortgang der Wärmewende“. Wir freuen uns sehr auf den hochkarätigen Austausch und die Diskussion mit starken Expertinnen und Experten aus der Praxis: 🎙️ @[Ingeborg Esser] (Hauptgeschäftsführung, GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienwirtschaft) 🎙️@[Kerstin Andreae] (Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung, @[BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.]) 🎙️ Klaus Köhler (Partner, m3 management consulting) 🎙️ Andreas Reinhardt (Geschäftsführer, @[Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg GmbH]) https://lnkd.in/dKMhAs-f

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