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Sozial orientierte Wohnungswirtschaft warnt: Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen weiter rückläufig

Düsseldorf – Der Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen verliert weiter an Boden. Nach den am 28. Mai 2025 von IT.NRW veröffentlichten Zahlen wurden im Jahr 2024 landesweit nur noch 41.025 Wohnungen fertiggestellt – das sind 14,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders stark betroffen ist der Neubau von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, mit einem Rückgang von 18,9 Prozent.

5. Juni 2025
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Damit fehlen gerade in jenem Segment Wohnungen, das für bezahlbare Mieten in den Städten entscheidend ist. Der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen (VdW) sieht darin die absehbare Folge der eingebrochenen Baugenehmigungen der letzten Jahre – und warnt vor einer weiter wachsenden Wohnungsbaulücke.

„Was heute fertiggestellt wird, wurde vor zwei oder drei Jahren geplant. Der Rückgang bei den Fertigstellungen zeigt, was passiert, wenn die Rahmenbedingungen über lange Zeit nicht stimmen: Es wird weniger genehmigt, weniger gebaut – und am Ende fehlen bezahlbare Wohnungen dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden“, erklärte Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, dazu.

„Unsere Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften wollen bauen – für bezahlbare Mieten, für Familien, für ältere Menschen, für Auszubildende. Aber die wirtschaftlichen Voraussetzungen dafür sind vielfach nicht mehr gegeben. Die Baukosten sind hoch, die Zinsen belasten die Finanzierung, die Vorgaben werden nicht weniger – und was besonders fehlt, ist Planungssicherheit und eine verlässliche Perspektive auf Bundesebene“, so Rychter.

Zwar stehe Nordrhein-Westfalen im Vergleich zu anderen Bundesländern teils stabiler da – vor allem aufgrund der verlässlichen Neubau- und Modernisierungsförderung des Landes. Die Fördermittel helfen, einzelne Projekte zu sichern und zu ermöglichen – sie können aber nicht dauerhaft kompensieren, dass es an verlässlichen bundespolitischen Rahmenbedingungen fehlt.

Rychter appellierte an die neue Bundesregierung, die Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einzuhalten: „Der Wohnungsbau muss politisch wieder möglich gemacht werden – mit planbarer Förderung, bezahlbarem Bauland, realistischen Standards und dauerhaft verlässlichen Bedingungen. NRW zeigt, dass es gehen kann. Jetzt muss der Bund nachziehen.“ (ric)

Gemeinsam zur #Klimaneutralität – Halle zeigt, wie die #Wärmewende gelingen kann Zum Abschluss der #Sommertour von #GdW-Präsident Axel Gedaschko in Sachsen-Anhalt stand der Besuch des Energieparks Halle auf dem Programm. René Walther, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Stadtwerke Halle GmbH, sowie Olaf Schneider, Geschäftsführer, und Dr. Katja Nowak von der EVH GmbH stellten die Roadmap Klimaneutralität 2045 der Energie-Initiative Halle vor. Die zentrale Botschaft: Klimaneutralität ist weit mehr als Klimaschutz. Sie bedeutet zugleich mehr #Versorgungssicherheit, größere #Unabhängigkeit von fossilen Energien, stabile Preise und eine stärkere regionale Wertschöpfung. Besonders beeindruckend ist der kooperative Ansatz. #Wohnungswirtschaft, #Stadtwerke und weitere Partner entwickeln die Wärmewende gemeinsam – in einem festen Netzwerk mit Lenkungskreisen, Arbeitsgruppen und einem kontinuierlichen Austausch zwischen Technik, Kommunikation und Strategie. So entstehen Lösungen, die nicht am Schreibtisch, sondern aus der #Praxis heraus entwickelt werden. Ein zentrales Projekt ist die kommunale #Wärmeplanung, die in Halle bereits vom Stadtrat beschlossen wurde. Grundlage ist ein digitaler Zwilling der Stadt mit Daten zu allen Gebäuden. Auf dieser Basis werden #Fernwärmeausbau, #Stromnetze und #Gebäudesanierungen aufeinander abgestimmt – mit dem Ziel, den heute noch überwiegend gasbasierten #Wärmesektor Schritt für Schritt zu #dekarbonisieren und gleichzeitig #bezahlbar zu halten. Deutlich wurde aber auch die Dimension der Aufgabe: Allein für den Ausbau der #Energieinfrastruktur rechnen die Stadtwerke mit Investitionen von rund 700 Millionen Euro in den kommenden zehn Jahren. Umso wichtiger sind langfristige #Planungssicherheit, enge #Partnerschaften und verlässliche politische #Rahmenbedingungen.

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