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Reform der Landesbauordnung in Baden-Württemberg gelungen, aber nicht ausreichend

Stuttgart – Am 14. März wurde die Reform der Landesbauordnung im Landtag in zweiter Lesung verabschiedet. Der vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen begrüßt ausdrücklich die damit vorgenommenen Optimierungen, Beschleunigungen und Vereinfachungen beim Bauen und den dazugehörigen Verfahren.

20. März 2025
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Für das bezahlbare Bauen ist die Reform angesichts hoher Bau- und Finanzierungskosten allerdings nicht ausreichend. Wichtige Punkte wurden nicht angegangen, die der vbw weiter für wichtig erachtet. Dazu zählen beispielsweise ein Stellplatzschlüssel von 0 und die Reduzierung der hohen Zahl erforderlicher Gutachten für den Neubau. Auch das Prüfstatikverfahren ist insgesamt zu komplex und zeitaufwändig. Hier sollte weiter nachgebessert werden.

Damit in größerem Stile günstiger gebaut werden kann, braucht es außerdem weitere Absenkungen der Baustandards.

Der vbw fordert daher: Das vereinfachte Bauen muss in großem Stil ermöglicht werden. Die Landesbauordnung kennt zwar die Möglichkeit, Abweichungen von technischen Standards zuzulassen, aber es bedarf wesentlich mehr, damit dies auch in großem Maßstab genutzt werden kann. Erforderlich ist eine neue Gebäudekategorie, die einfach zu nutzen ist, bei Vermietungen Rechtssicherheit garantiert und Haftungsfragen eindeutig klärt. Der im Februar 2025 vorgestellte „Hamburg-Standard“ kann als Vorbild für vergleichbare Regelungen in Baden-Württemberg sein. Das Land sollte entsprechende Maßnahmen auf Landesebene ergreifen und Initiativen auf Bundesebene unterstützen, die zum Ziel haben, Baustandards abzusenken. (schu)

🏗️ Serielles Sanieren nimmt Fahrt auf – vom Pionierprojekt in die Breite! Wie schaffen wir es, den Gebäudebestand schneller, wirtschaftlicher und zugleich klimaneutral zu machen? Darüber diskutierten heute auf der @[EXPO REAL (Messe München)] am Verbände+ Stand @[Stolte Christian] (@[Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)], @[Tim-Oliver Müller] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]) und GdW-Hauptgeschäftsführerin @[Ingeborg Esser], moderiert von @[Michael Neitzel]. Im Mittelpunkt: die neue Rahmenvereinbarung SerSan 1.0 von GdW, Bauindustrie und dena. Und das Interesse des Marktes ist groß: 48 Teilnahmeanträge sind eingegangen – von regionalen ebenso wie überregionalen Anbietern. 💬 „Die Offenheit unserer Mitgliedsunternehmen für das serielle Sanieren hat deutlich zugenommen“, betonte Ingeborg Esser. Die Rahmenvereinbarung soll insbesondere kommunalen und öffentlichen Wohnungsunternehmen einen deutlich einfacheren und schnelleren Zugang zu seriellen Sanierungslösungen ermöglichen – wesentliche Schritte des aufwendigen europäischen Vergabeverfahrens werden bereits vorweggenommen. Das Potenzial ist enorm: Sechs unterschiedliche Gebäudetypen sowie verschiedene Sanierungs- und Effizienzstandards sollen dafür sorgen, dass Lösungen für einen möglichst breiten Bestand angeboten werden können. Klar wurde in der Diskussion aber auch: Klimaneutralität darf nicht mit maximaler Effizienz jedes einzelnen Gebäudes verwechselt werden. Entscheidend ist der Blick auf den gesamten Bestand. Begrenzte finanzielle Mittel müssen dort eingesetzt werden, wo sie die größte CO₂-Wirkung entfalten. Der GdW setzt sich deshalb weiterhin dafür ein, auch EH 85 angemessen in der Förderung zu berücksichtigen. 🏭 Serielles Sanieren bietet dabei mehr als Kostenvorteile: Vorfertigung, Digitalisierung sowie die Verbindung von Planung und Bauen können Geschwindigkeit, Produktivität und Qualität deutlich erhöhen. Gleichzeitig schafft die Rahmenvereinbarung mehr Planungssicherheit für die Unternehmen und erleichtert Wohnungsunternehmen die Vergabe. Jetzt kommt es darauf an, aus dem großen Marktinteresse konkrete Projekte zu machen. Denn eines ist sicher: Serielles Sanieren ist längst mehr als ein Experiment – es kann zu einem wichtigen Baustein für den klimaneutralen Gebäudebestand werden.

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