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KoWo-Frühjahrstagung 2026: Wirtschaftliche Unsicherheiten und Wohnungsknappheit im Fokus

Ulm / Esslingen – Die Frühjahrstagung der Kommunalen Wohnungsunternehmen Baden‑Württemberg (KoWo) fand am 17. April 2026 in den Räumlichkeiten der Esslinger Wohnungsbau GmbH (EWB) statt und widmete sich den drängenden Fragen rund um Konjunktur, Wachstum und die anhaltende Wohnungsknappheit in Deutschland.

20. April 2026
Dr. Frank Pinsler, Vorsitzender KoWo
Dr. Frank Pinsler, Vorsitzender KoWoFoto: KoWo

Die Verantwortlichen der kommunalen Wohnungsunternehmen diskutieren gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft, Wohnungswirtschaft und dem Mieterbund gemeinsam Wege aus der angespannten Lage auf den Wohnungs- und Immobilienmärkten.

Dr. Frank Pinsler, Vorsitzender der KoWo, eröffnete die Tagung und begrüßte die Teilnehmer aus den Wohnungsunternehmen und die Gäste. In seiner Eröffnungsrede betonte Pinsler die besondere Bedeutung verlässlicher politischer Rahmenbedingungen in Zeiten globaler und nationaler Unsicherheiten. „Unsere Verantwortung als kommunale Wohnungsunternehmen wächst. Wir müssen Antworten finden – trotz wirtschaftlicher Schwankungen, steigender Baukosten und zunehmender sozialer Spannungen am Wohnungsmarkt“, so Pinsler. In seinem Grußwort hob Baubürgermeister Hans‑Georg Sigel die Rolle der Städte und Kommunen hervor, die trotz großer Herausforderungen weiterhin daran arbeiten, bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum zu schaffen. Er betonte die herausragende Bedeutung kommunaler Wohnungsunternehmen, die nicht von kurzfristigen Renditen, sondern vom Gemeinwohl geleitet werden.

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Zum Abschluss des NEW bauhaus Festivals in Weimar hat Festivaldirektor @[Michael Rücker] zu einer Verbänderunde unter der Überschrift „Neustart Baustelle. Welche Geschäftsmodelle die Bauwirtschaft durch die Transformation tragen“ eingeladen, an der u.a. Dr. @[Christian Lieberknecht] (#GdW) teilnahm. In einem Impulsvortrag von @[Martin Langen] (@[B+L Marktdaten GmbH - construction market research]) wurde deutlich, dass auch künftig eine hohe Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland besteht. Angesichts eines aktuellen Wohnungsbedarfs von ca. 1,2 Mio. und ca. 10 Mio. Menschen in beengten Wohnungen bedarf es mehr Neubau, auch als wichtige Fluktuationsreserve für den Wohnungsmarkt. @[Dirk Salewski] (@[Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen]) machte klar, dass sich in der aktuellen Lage kaum noch ein Haushalt eine neue Wohnung leisten kann. Man sollte daher hinterfragen, ob die hohen Standards des Bauens noch sinnvoll sind. @[Olaf Demuth] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie], @[Zech Group]) verwies auf eine durchschnittliche Auslastung der Bauunternehmen von ca. 75 %, die im Wohnungsbau mit ca. 35-40 % noch deutlich geringer ausfällt. Dr. Tillman Prinz (Bundesarchitektenkammer) betonte, dass mit der Diskussion um den Gebäudetyp E und dem „Hamburg Standard“ der richtige Weg eingeschlagen wurde. Er sieht zudem Potenziale im Bestand. Dr. Christian Lieberknecht machte deutlich, dass es vor allem darum geht, bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Er verwies auf serielles und modulares Bauen als innovativen Lösungsansatz. Mit der Neuauflage der Rahmenvereinbarung 2.0 stellt der GdW seinen 3.000 Mitgliedern 25 ausgewählte Konzepte zur Verfügung. Neben den Verbänden ist auch der Bund gefordert: Das angekündigte Gebäudetyp-E-Gesetz liegt noch immer nicht vor. Seine Verabschiedung ist dringend notwendig, um Baukosten zu reduzieren und dem Wohnungsneubau wieder Schwung zu verleihen.

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