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Baden-Württemberg: Steigende Baupreise verschärfen Wohnungsbaukrise – Landesregierung muss Koalitionsvertrag jetzt konsequent umsetzen

Stuttgart – Der Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen (vbw) sieht sich durch die aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg in seiner Forderung nach einer entschlossenen Wohnungspolitik und schnellen Umsetzung der Maßnahmen im Koalitionsvertrag bestätigt. Die Baupreise für Wohngebäude sind im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,8 Prozent gestiegen. Besonders stark verteuerten sich Ausbauarbeiten mit plus 6,9 Prozent sowie Rohbauarbeiten mit plus 6,6 Prozent. Instandhaltungsmaßnahmen an Wohngebäuden lagen sogar 7,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Bauleistungspreise steigen damit wieder deutlich an.

27. Juli 2026
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„Die Zahlen zeigen unmissverständlich: Bezahlbarer Wohnungsbau bleibt unter massivem Kostendruck. Jeder weitere Anstieg der Baupreise erschwert Investitionen in Neubau und Bestand und gefährdet die Schaffung dringend benötigter Wohnungen“, erklärt der vbw. Nach Ansicht des Verbandes kommt es nun entscheidend darauf an, die wohnungs- und baupolitischen Vorhaben des Koalitionsvertrags von Grünen und CDU zügig und konsequent umzusetzen. Der Koalitionsvertrag stellt bezahlbares Wohnen und schnelleres Bauen ausdrücklich in den Mittelpunkt der Landespolitik und enthält dazu zahlreiche Ansätze und Maßnahmen, die nun umfassend umgesetzt werden sollten.

Die im Koalitionsvertrag angekündigte Beschleunigung der Verwaltungs- und Genehmigungsprozesse muss rasch in konkretes Verwaltungshandeln umgesetzt werden. Außerdem sollte die Landesregierung den neuen, einfacheren Gebäudetyp nach BW-Standard jetzt zeitnah einführen und umsetzen. Die überbordenden Vorschriften und Standards müssen auf den Prüfstand kommen und reduziert werden. Es brauche zudem eine dauerhaft auskömmliche Finanzierung der Wohnraumförderung. Die im Koalitionsvertrag zugesagte 1:1-Kofinanzierung der Bundesmittel in der Wohnraumförderung ist ein wichtiges Signal und muss dauerhaft abgesichert werden. Auch die im Koalitionsvertrag geplanten Landesbürgschaften sollten schnell nutzbar gemacht werden, damit die Wohnungsbauakteure einfacheren Zugang zum Kapitalmarkt und den Förderprogrammen erhalten. Gleiches treffe auf die angekündigten Anpassungen bei der Gemeindeordnung sowie die stärkere kommunale Steuerung bei Stellplatzpflichten zu. Sie sollten rasch Geltung bekommen. Kommunen müssen mehr Möglichkeiten erhalten, Bauprojekte schneller zu realisieren und kostentreibende Anforderungen vor Ort flexibel anzupassen.
 
„Der Koalitionsvertrag enthält viele richtige Ansätze. Doch Papier baut keine Wohnung. Angesichts eines Anstiegs der Baupreise um fast sieben Prozent binnen eines Jahres braucht Baden-Württemberg jetzt Tempo, Pragmatismus und Mut in der Umsetzung“, so der vbw. „Die Richtung stimmt. Jetzt muss die Landesregierung liefern. Jede Verzögerung kostet Wohnraum, Investitionen und letztlich die Chance auf bezahlbare Mieten“, betont der Verband abschließend. (schu)
 

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🚨 „Ein Frontalangriff auf die sozialverträgliche Wärmewende.“ Mit diesen deutlichen Worten kritisiert GdW-Präsident @[Axel Gedaschko] auf SPIEGEL.de die Kürzungen bei der BEG-Förderung für Sanierungsmaßnahmen bei Gebäuden. Das Beispiel der @[Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt] macht die Dimension der Folgen für sozial orientierte Wohnungsunternehmen deutlich: Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer erklärt, dass sie die Zahl der klimaschonenden Sanierungen in ihrem Unternehmen von rund 1.300 auf 2.000 Wohnungen steigern und dafür jährlich 100 Millionen Euro investieren will. Infolge der abrupten Förderkürzung im Juli müssen bereits fertige Sanierungspläne jetzt aber neu kalkuliert werden und können teilweise nicht mehr umgesetzt werden. Ausgerechnet Mehrfamilienhäuser, in denen der überwiegende der rund Mieterhaushalte mit häufig mittleren und niedrigen Einkommen lebt, trifft es besonders hart: Bei einem Gebäude mit zwölf Wohnungen sinken die förderfähigen Kosten von 360.000 auf nur noch 153.000 Euro – ein Minus von 58 Prozent. Gleichzeitig entfallen in der Regel die Tilgungszuschüsse für die wichtigen Effizienzhausstandards EH 70 EE und EH 85 EE. „Was gestern noch wirtschaftlich knapp darstellbar war, ist heute vielfach nicht mehr finanzierbar“, bringt Axel Gedaschko die Situation auf den Punkt. Die Folgen: weniger Sanierungen, fehlende Planungssicherheit und zusätzliche Belastungen für Mieterinnen und #Mieter. Dabei liegt die Sanierungsrate im Wohngebäudebestand bereits heute bei nur 0,67 Prozent. Für das Erreichen der Klimaziele wären rund zwei Prozent notwendig. Die Wärmewende braucht Verlässlichkeit und eine Förderung, die den Realitäten vermieteter Mehrfamilienhäuser gerecht wird – keine Kürzungen, die Investitionen verhindern. Zum ausführlichen Beitrag auf SPIEGEL Online (SPIEGEL+): https://lnkd.in/gVAFwQAv #GdW #Wohnungswirtschaft #Gebäudeförderung #BEG #Wärmewende #BezahlbaresWohnen #Klimaschutz

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