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„Guiding Europe Home“: Erwartungen an den Wohnungsplan der EU-Kommission

Brüssel – Am 2. Februar 2026 fand im Europäischen Parlament in Brüssel die Veranstaltung „Guiding Europe Home: Why the most affordable homes are public, cooperative, and social“ statt. Gastgeberin war die Europaabgeordnete Irene Tinagli, Vorsitzende der Special Committee on the Housing Crisis. Organisiert wurde der Dialog in Zusammenarbeit mit Housing Europe – dem Europäischen Verband für öffentlichen, genossenschaftlichen und sozialen Wohnungsbau mit insgesamt 46 Mitgliedsverbänden. Die Veranstaltung brachte Vertreter aus Politik, EU-Institutionen und Wohnungswirtschaft zusammen, um zentrale Leitplanken für den am 16. Dezember 2025 geplanten European Affordable Housing Plan zu diskutieren. Dr. Christian Lieberknecht, Vorstand des GdW und Vizepräsident von Housing Europe, nahm für die deutsche Wohnungswirtschaft an dem Treffen teil.

23. Februar 2026
artjazz - stock.adobe.com
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Im Zuge der Debatte um den EU Affordable Housing Plan unterstrichen die Vertreter aus Politik, Zivilgesellschaft und Wohnungswirtschaft, dass bezahlbarer Wohnraum nicht bloß ein politisches Versprechen, sondern praktische Umsetzung auf allen staatlichen Ebenen und klare Rahmenbedingungen erfordere.

GdW-Vorstand Dr. Christian Lieberknecht machte deutlich, dass die ambitionierten Ziele der EU-Strategie ohne konkrete Implementierung rasch verpuffen könnten. Er forderte ein zügiges Rollout des von der Kommission geplanten „Housing Simplification Package“, mit dem bestehende Richtlinien oder Verordnungen auf den Prüfstand gestellt werden sollen. Beispiele sind nach Auffassung von Housing Europe u.a. der Artenschutz oder die Naturwiederherstellungsverordnung. Angesichts steigender Baukosten sei regulatorische Vereinfachung unerlässlich, da staatliche Zuschüsse allein die Kostenexplosion nicht auffangen könnten. Zudem hob Lieberknecht hervor, dass Investitionen der Wohnungsunternehmen in die Energieerzeugung vor Ort (Energiegemeinschaften) wichtige Beiträge zur Senkung der Energiekosten und zur Eindämmung von Energiearmut leisten könnten. Dafür müssten aber dringend die EU-Regeln verändert werden, die bislang die Investitionen erschweren oder verhindern.

Irene Tinagli, Vorsitzende des Special Committee on the Housing Crisis der EU Foto: Housing Europe
Dr. Christian Lieberknecht, Vorstand des GdW und Vizepräsident von Housing Europe Foto: Housing Europe

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Gemeinsam zur #Klimaneutralität – Halle zeigt, wie die #Wärmewende gelingen kann Zum Abschluss der #Sommertour von #GdW-Präsident Axel Gedaschko in Sachsen-Anhalt stand der Besuch des Energieparks Halle auf dem Programm. René Walther, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Stadtwerke Halle GmbH, sowie Olaf Schneider, Geschäftsführer, und Dr. Katja Nowak von der EVH GmbH stellten die Roadmap Klimaneutralität 2045 der Energie-Initiative Halle vor. Die zentrale Botschaft: Klimaneutralität ist weit mehr als Klimaschutz. Sie bedeutet zugleich mehr #Versorgungssicherheit, größere #Unabhängigkeit von fossilen Energien, stabile Preise und eine stärkere regionale Wertschöpfung. Besonders beeindruckend ist der kooperative Ansatz. #Wohnungswirtschaft, #Stadtwerke und weitere Partner entwickeln die Wärmewende gemeinsam – in einem festen Netzwerk mit Lenkungskreisen, Arbeitsgruppen und einem kontinuierlichen Austausch zwischen Technik, Kommunikation und Strategie. So entstehen Lösungen, die nicht am Schreibtisch, sondern aus der #Praxis heraus entwickelt werden. Ein zentrales Projekt ist die kommunale #Wärmeplanung, die in Halle bereits vom Stadtrat beschlossen wurde. Grundlage ist ein digitaler Zwilling der Stadt mit Daten zu allen Gebäuden. Auf dieser Basis werden #Fernwärmeausbau, #Stromnetze und #Gebäudesanierungen aufeinander abgestimmt – mit dem Ziel, den heute noch überwiegend gasbasierten #Wärmesektor Schritt für Schritt zu #dekarbonisieren und gleichzeitig #bezahlbar zu halten. Deutlich wurde aber auch die Dimension der Aufgabe: Allein für den Ausbau der #Energieinfrastruktur rechnen die Stadtwerke mit Investitionen von rund 700 Millionen Euro in den kommenden zehn Jahren. Umso wichtiger sind langfristige #Planungssicherheit, enge #Partnerschaften und verlässliche politische #Rahmenbedingungen.

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