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Europäische Union setzt starkes Signal für bezahlbares Wohnen – jetzt braucht es Tempo

Berlin – Die Europäische Kommission hat am 16. Dezember 2025 den „European Affordable Housing Plan“ vorgestellt. Ziel des Aktionsplans ist es, die Wohnungsnot in Europa durch mehr Neubau, gezielte Investitionen und strukturelle Reformen zu bekämpfen. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW begrüßt die Stoßrichtung des Plans ausdrücklich, sieht aber Nachbesserungsbedarf bei Tempo und Prioritätensetzung.

8. Januar 2026
Copyright: © European Union 2025 - Source : EP
EP Plenary session - Presentation of the European Affordable Housing Plan© European Union 2025 - Source : EP

„Der neue Housing Plan der Kommission zeigt, dass bezahlbares Wohnen endlich auch auf EU-Ebene ernst genommen wird. Viele der vorgeschlagenen Maßnahmen gehen in die richtige Richtung. Entscheidend wird jetzt aber sein, ob aus Ankündigungen schnell wirksame Instrumente werden“, sagte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.

Positiv bewertet der GdW insbesondere die geplante Einführung eines „Housing Simplification Package“, mit dem bürokratische Hürden abgebaut, Genehmigungsverfahren digitalisiert und bewährte Verfahren europaweit ausgetauscht werden sollen. „Das ist ein zentraler Hebel für mehr und schnelleres Bauen. Der angekündigte Zeitplan ist jedoch zu zögerlich: Wenn das Paket erst 2027 umgesetzt werden soll, geht wertvolle Zeit verloren. Die Vorschläge liegen längst auf dem Tisch – das Paket sollte bis Mitte 2026 vorgelegt und bis Ende 2026 umgesetzt werden“, sagte Gedaschko.

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#Gebäudemodernisierungsgesetz: Mehr Flexibilität – aber wichtige Chancen bleiben ungenutzt 🏗️🌡️ Das Gebäudemodernisierungsgesetz wurde heute in zweiter und dritter Lesung im #Bundestag und anschließend im #Bundesrat beschlossen. Positiv ist, dass damit grundsätzlich wieder mehr #Technologieoffenheit und #Flexibilität geschaffen wird. Doch aus Sicht der sozial orientierten #Wohnungswirtschaft bleibt das Gesetz weit hinter den Anforderungen der Praxis zurück. Die zentralen Kritikpunkte im Überblick: ❌ Fehlender #Flottenansatz: Statt jedes Gebäude isoliert betrachten zu müssen, brauchen wir die Möglichkeit, Investitionen über Bestände und #Quartiere hinweg zu steuern. So könnten wir dort sanieren, wo jeder investierte Euro die maximale #CO₂-Einsparung bringt. ❌ Verzerrte Kostenaufteilung: Die vorgesehene pauschale Beteiligung der sozial orientierten #Wohnungsunternehmen an #Energiekosten bricht mit dem bewährten CO₂-#Stufenmodell. Unternehmen werden für Kosten in die Pflicht genommen, die sie weder verursachen noch beeinflussen können – das setzt völlig falsche Anreize. ❌ #Bürokratie-Monster statt Beschleuniger: Neue Informations-, Dokumentations- und Vorlagepflichten erhöhen den Verwaltungsaufwand massiv, statt #Modernisierungen schneller und wirtschaftlicher zu machen. ❌ #Planungsunsicherheit durch Förderkürzungen: Dass die Bundesförderung für effiziente Gebäude (#BEG) kurzfristig gekürzt wird – gerade für Mehrfamilienhäuser –, trifft genau die Unternehmen, die den sozialen Wohnungsbestand klimaneutral transformieren müssen. Zudem gilt: #Ordnungsrecht und #Förderung müssen Hand in Hand gehen. Höhere gesetzliche Anforderungen können nur dann ihre Wirkung entfalten, wenn sie von einer verlässlichen und auskömmlichen Förderkulisse begleitet werden.

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