Wohnungswirtschaft Online mobile Logo Wohnungswirtschaft Online desktop Logo
  • wiPlus
  • Bundespolitik
  • Europa & Welt
  • Landespolitik
  • Themen
  • Unternehmen
  • Mediathek
  • Publikationen
  • Abo
  • Newsletter
Wohnungswirtschaft OnlineWohnungswirtschaft Online
Abonnement Anmelden
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw

Klimaziele in Schleswig-Holstein: Wohnungswirtschaft fordert Politik des Machbaren

Kiel – Schleswig-Holsteins SPD-Chef Ulf Kämpfer ist auf Distanz zu den Klimaschutzzielen der schwarz-grünen Landesregierung gegangen. Er fürchte, dass die im Landesgesetz festgelegte Klimaneutralität des Landes bis zum Jahr 2040 viele Menschen im Norden überfordern werde, sagte der Politiker dem Hamburger Abendblatt. „Stand heute können sich viele Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner diese Klimaziele nicht leisten.“ Er sei zum jetzigen Zeitpunkt zwar nicht für eine Verschiebung, aber er schließe diese auch nicht aus. „Man ist kein schlechterer Klimaschützer, nur weil man einen Realitätscheck macht.“

2. April 2026
icon_landesverband_schleswig-holstein_1548x1152px

„Die Debatte über die ambitionierten Klimaschutzziele der schwarz-grünen Landesregierung in Kiel ist überfällig. In Brüssel wird laut darüber nachgedacht, das Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2050 abzuschwächen. Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche unterstützt diese Überlegungen“, erklärte dazu Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW).

„Die Kieler Landesregierung tut hingegen so, als sei in den vergangenen Monaten nichts geschehen und will schlauer als alle anderen sein. Ihr Festhalten an dem Ziel, die Klimaneutralität des Landes bereits im Jahr 2040 erreichen zu wollen, nimmt dabei in Kauf, dass niemand mehr durchblickt und nationales Recht ausgehebelt wird. Dieser Ökoeifer führt, ähnlich wie beim sogenannten Heizungsgesetz, in ein großes Durcheinander und schafft Misstrauen“, so Breitner.

Notwendig ist eine Umweltpolitik des Machbaren

Aus Sicht des VNW wird genau das Gegenteil erreicht werden: Solange die Verbraucher nicht verstehen, wird gar nichts gemacht und abgewartet. Statt mit dem Kopf durch Wand, sollte die Landesregierung klug regieren und die starren Ziele pragmatisch der Realität anpassen. Es sei einfach realitätsfern, sich auf das Jahr 2040 festzulegen. Manches Wohnungsunternehmen wird schon vorher klimaneutral sein, andere Unternehmen hingegen benötigen (etwas) mehr Zeit.

„Es geht – und da stimme ich Ulf Kämpfer zu – nicht darum, das Ziel der Klimaneutralität aufzugeben. Wir brauchen aber eine Politik des Machbaren. Machbar für die Unternehmen, damit sie die notwendigen Investitionen stemmen können. Machbar für die Mieterinnen und Mieter, damit diese nicht von den umlagefähigen Transformationskosten überfordert werden. Der Preis der vorgezogenen Klimaneutralität für die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner ist unverantwortlich hoch“, sagte Breitner.

Enorme Mietsteigerungen befürchtet

„Ich fürchte, dass die Mieten erheblich steigen werden, wenn an dem Ziel der Klimaneutralität 2040 festgehalten wird. Experten haben ausgerechnet, dass die Energiewende allein zu Mietsteigerungen von drei Euro pro Quadratmeter führen wird. Durch das Ziel ‚Klimaneutralität 2040‘ kommen 1,50 Euro pro Quadratmeter hinzu“, so der Verbandsdirektor.

Soziale Vermieter, die den Menschen bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen wollen und derart hohe Mietsteigerungen nicht einfach weitergeben wollen, kämen in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten. Das kann nicht Ziel einer sozial-orientierten Wohnungspolitik sein. Zumindest, wenn man das ganze Land im Blick hat.

Stromnetze zügig ausbauen

Zudem sollte das Land endlich seine politischen Hausaufgaben erledigen und die Stromnetze zügig ausbauen. Immer mehr Wohnungsunternehmen setzen auf die Wärmepumpe und erleben, dass diese zwar bestellt und geliefert, aber nicht angeschlossen werden können. Sie kommen nicht ans Netz, weil diese sie nicht aufnehmen können. „Nun liegen sie rum und die fossile Gasheizung muss weiterarbeiten. Irre. Hier ist dringender Nachholbedarf, wenn die Energiewende nicht ins Stocken geraten soll“, mahnte Breitner.

Die Kieler Landesregierung sollte ihren Sonderweg in Sachen Klimaneutralität aufgeben. Dieser verursacht hohe Kosten und treibt Wähler in die Arme von Populisten. Damit aber wäre dem Klimaschutz am wenigsten gedient. (schir/zeis)

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

0 Share

wi Wohnungspolitische Informationen 33/2026

page_1

WI 33/2026

  • Registrieren
  • Abonnement
  • Artikel ansehen
  • Newsletter
  • Abonnement
  • Kündigung
  • Kontakt
  • Mediadaten
Wohnungswirtschaft Online Abonnement Anmelden

Unsere Partner

  • DigiWoh
  • BBA
  • BID
  • Housing Europe
  • Initative Wohnen
  • NaWoh
  • Praxispfad
  • DEWSWOS
  • EBZ
  • InWIS
  • © Copyright 2026
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • AGB
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw