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Wettbewerb „Aus LEER wird MEHR“ – Neuer Wettbewerb zur Leerstandsaktivierung gestartet

30. September 2025
BMWSB

Berlin – In Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) einen Innovationspreis zur Reaktivierung von leerstehendem Wohnraum in ländlichen Räumen ausgelobt. Der bundesweite Wettbewerb ist Teil der Handlungsstrategie Leerstandsaktivierung und wird im Rahmen des Programms Region gestalten durchgeführt. Ziel ist es, gelungene Maßnahmen, Initiativen und Projekte auszuzeichnen, die leerstehende Gebäude erfolgreich für Wohnzwecke reaktivieren und damit einen nachhaltigen Beitrag zur lokalen Entwicklung leisten. Mit dem Wettbewerb sollen die großen Potenziale ländlicher Regionen als attraktive Lebensorte hervorgehoben und die öffentliche Aufmerksamkeit für Wege aus dem Leerstand erhöht werden.

Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen betont: Das verborgene Kapital einer Gemeinde ist ihr Leerstand, denn hier kann Wohnraum entstehen, ohne weitere Flächen zu versiegeln. ‚Lost places‘ braucht eine Kommune höchstens an Halloween. Dort, wo Leerstand beseitigt wird, wachsen Städte und Dörfer wieder zusammen, erwachen Nachbarschaften zu neuem Leben. Wir haben in Deutschland über zwei Millionen leerstehende Immobilien – das sind vielleicht die Wohnräume von morgen. Der Wettbewerb soll kreative Lösungen für den Umgang mit ungenutzten Immobilien sichtbar machen.

Gesucht werden Ideen und Projekte mit Strahlkraft. Ob umgenutztes Bauernhaus, ehemaliger Bahnhof, stillgelegte Werkhalle oder leerstehende Wohnung – ausgezeichnet werden Initiativen, die leerstehende Gebäude in ländlichen Räumen erfolgreich in neuen Wohnraum verwandeln oder mit innovativen Instrumenten und Konzepten zur Belebung beitragen. Ebenso willkommen sind kluge Öffentlichkeitskampagnen, die Schwung in die Leerstandsaktivierung bringen.

Mitmachen können alle, die sich für lebendige ländliche Räume einsetzen: Städte und Gemeinden, Landkreise, Wohnungsunternehmen, Initiativen aus der Zivilgesellschaft oder auch engagierte Privatpersonen. Besonders willkommen sind Beiträge aus Regionen, die sehr stark von Leerständen betroffen sind.

So läuft der Wettbewerb ab:

  • Bewerbungen sind bis zum 17. Oktober 2025 beim BBSR möglich.
  • Die 15 besten Einreichungen erhalten eine Einladung zur zweiten Wettbewerbsrunde und dafür eine Aufwandspauschale von 3.000 Euro.
  • Die drei Siegerprojekte werden Mitte 2026 in einer feierlichen Preisverleihung geehrt. Neben einem Preisgeld von 1.500 Euro bekommen sie ein professionell produziertes Imagevideo – ein starkes Schaufenster, um die eigenen Ideen bundesweit sichtbar zu machen.

Alle eingereichten Beiträge werden zudem auf dem Portal www.potenzial-leerstand.de veröffentlicht.

Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie auf der Website des BBSR

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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