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Wärme aus Grubenwasser: Machbarkeitsstudie im Quartier Rauendahl gestartet

Hattingen - Im Quartier Rauendahl prüfen die Stadtwerke Hattingen aktuell, ob warmes Grubenwasser aus der ehemaligen Zeche „Friedlicher Nachbar“ künftig zur Wärmeversorgung genutzt werden kann. Die hwg ist als Projektpartnerin beteiligt und bringt ihren Wohnungsbestand in die Machbarkeitsstudie ein.

2. Januar 2026
Drohne3

Grubenwasser als mögliche Wärmequelle

Unter der Erde nahe dem Quartier Rauendahl befindet sich Grubenwasser aus dem früheren Steinkohlebergbau. Dieses Wasser wird von der RAG dauerhaft abgepumpt, damit der Wasserspiegel nicht ansteigt – eine sogenannte Ewigkeitsaufgabe. Das Besondere: Das Grubenwasser hat Temperaturen von bis zu 20 Grad Celsius. Diese vorhandene Wärme könnte grundsätzlich genutzt werden, um Gebäude zu beheizen.

Wie könnte das System funktionieren?

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie werden verschiedene Möglichkeiten geprüft, wie das warme Grubenwasser genutzt werden könnte. Eine denkbare Variante ist ein sogenanntes Kaltwärmenetz.

Dabei würde das rund 20 Grad warme Grubenwasser zunächst in einen Wärmetauscher geleitet. Dort gibt das Wasser seine Wärme ab. Diese Wärme könnte anschließend über Leitungen zu den Gebäuden im Quartier transportiert werden. In den Häusern übernehmen Wärmepumpen die weitere Aufbereitung und machen die Wärme für Heizung und Warmwasser nutzbar.

Machbarkeitsstudie bis Sommer 2026

Die Stadtwerke Hattingen führen die Machbarkeitsstudie im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung durch. Ziel ist es, zu prüfen, ob Grubenwasser im Rauendahl eine technisch, wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Ergänzung der künftigen Wärmeversorgung sein kann. Die Untersuchung läuft bis Sommer 2026. Erst danach wird entschieden, ob und in welcher Form eine Umsetzung möglich ist.

Beteiligung der hwg

Die hwg hat den Impuls für die Prüfung der Grubenwassernutzung gegeben und ist neben der RAG als Projektpartnerin beteiligt. Wir bringen unseren Wohnungsbestand aktiv in die Untersuchung ein.

Für die hwg ist das Projekt insbesondere deshalb spannend, weil es einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zur CO₂-Neutralität im Bestand leisten könnte: Bei einer möglichen Umsetzung ließe sich perspektivisch ein erheblicher Teil der Wohnungen auf einen Schlag klimaneutral mit Wärme versorgen. (bra)

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