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Volkswohnung gewinnt Deutschen Baupreis 2026 für innovative Garagenaufstockungen

Köln – Die Volkswohnung hat beim Deutschen Baupreis 2026 den 1. Platz in der Kategorie „Kreislaufgerechtes Bauen“ gewonnen. Ausgezeichnet wurde das Projekt der Garagenaufstockungen im Karlsruher Stadtteil Rintheim. Die Preisverleihung fand unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Rahmen der Fachmesse digitalBAU in Köln statt. Mit dem ausgezeichneten Projekt zeigt die Volkswohnung, wie durch kreative Nachverdichtung im Bestand zusätzlicher Wohnraum entstehen kann und gleichzeitig neue Impulse für nachhaltiges und kreislaufgerechtes Bauen gesetzt werden.

26. März 2026
1_pressebild volkswohnung baupreis_quelle bauverlag
Bauverlag

Die Garagenaufstockungen sind ein besonderes Projekt der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft: In der Nachkriegssiedlung Rintheimer Feld wurden drei bestehende Garagenhöfe aus den 1960er Jahren überbaut. Entstanden sind zwölf neue Wohnungen mit insgesamt rund 530 Quadratmetern Wohnfläche. Die überwiegend öffentlich geförderten Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen richten sich insbesondere an Menschen in Übergangsphasen – Studierende, Auszubildende oder junge Paare. Die Aufstockungen wurden in vorgefertigter Holzbauweise errichtet, was eine kurze und vergleichsweise lärmarme Bauzeit im bestehenden Quartier ermöglichte. Laubengänge und außenliegende Treppen schaffen zusätzliche Orte der Begegnung im Quartier. Ergänzend wurde die Infrastruktur durch Müllräume, Fahrradhäuser und einen Waschsalon erweitert. Die Garagen im Erdgeschoss bleiben weiterhin in Betrieb, während die neuen Wohnungen die vorhandene Infrastruktur für Wasser, Energie und Telekommunikation nutzen.

Die Grundidee stammt aus einer Studie des Karlsruher Architekten Dr. Falk Schneemann, die aus einem Ideenwettbewerb der Architektenkammer Baden-Württemberg hervorging. Die Volkswohnung griff den Ansatz auf und setzte ihn im eigenen Bestand um. Die Garagenaufstockungen sind dabei Teil einer behutsamen Weiterentwicklung des Quartiers Rintheimer Feld, einer Wohnsiedlung aus den 1950er Jahren.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist der Gedanke der Kreislaufwirtschaft. Verwendet wurden möglichst sortenreine Materialien, darunter nahezu leimfreie Holzkonstruktionen und Hanfdämmung. Zudem kamen Bauteile aus einem Rückbaugebäude der Volkswohnung erneut zum Einsatz: Holzböden, Türen und Briefkästen wurden aufbereitet und in den neuen Wohnungen verbaut.Darüber hinaus ist die Konstruktion so ausgelegt, dass Boden-, Wand- und Dachelemente später demontiert und wiederverwendet werden können. Damit wären die Wohnungen bei veränderten Rahmenbedingungen grundsätzlich auch an einem anderen Standort erneut einsetzbar.

„Mit den Garagenaufstockungen zeigen wir, wie sich auch in bestehenden Quartieren zusätzlicher Wohnraum schaffen lässt, ohne neue Flächen zu versiegeln. Gleichzeitig konnten wir neue Wege im ressourcenschonenden Bauen erproben. Dass dieses vergleichsweise kleine Projekt nun mit dem Deutschen Baupreis ausgezeichnet wird, freut uns sehr und bestätigt unseren Anspruch, Zukunftsfähigkeit und bezahlbares Wohnen zusammenzudenken“, freut sich Stefan Storz, Geschäftsführer der Volkswohnung, über die Auszeichnung mit dem renommierten Preis.

Gefördert wurde das Projekt durch das baden-württembergische Programm „Innovativ Wohnen BadenWürttemberg – beispielgebende Projekte“. Ziel des Programms ist es, innovative Wohnformen zu entwickeln, die auch auf andere Standorte übertragbar sind. Das Land Baden-Württemberg unterstützte das Vorhaben mit rund 700.000 Euro.

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