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Stadtbau Würzburg unterstützt Housing First-Projekt NOAH: Gemeinsam gegen Wohnungslosigkeit

Würzburg – Wohnraum ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe. Nach dem Leitgedanken „Wir schaffen Wohnraum mit Verantwortung“ übernimmt die Stadtbau Würzburg GmbH als kommunales Wohnungsunternehmen auch eine verantwortungsvolle Rolle bei der Reduzierung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit. Ein zentraler Baustein dieses Engagements ist die enge Zusammenarbeit mit dem Housing First-Projekt NOAH der Christophorus Gesellschaft Würzburg. „Ich freue mich sehr, dass wir eine weitere Stadtbau-Wohnung für das Projekt zur Verfügung stellen konnten“, sagt Stadtbau-Geschäftsführer Lars Hoffmann.

19. Februar 2026
Das Foto zeigt v.l.n.r. Sabine Märkle (Sozialpädagogin, NOAH), Jan Bläsing (Projektleiter, NOAH), Leona Philipp (Quartiersbetreuung, Stadtbau Würzburg)
Das Foto zeigt v.l.n.r. Sabine Märkle (Sozialpädagogin, NOAH), Jan Bläsing (Projektleiter, NOAH), Leona Philipp (Quartiersbetreuung, Stadtbau Würzburg)Stadtbau Würzburg / Helen Merkert

NOAH arbeitet nach dem Prinzip „Erst die Wohnung, dann die weiteren Schritte“. Menschen, die von Wohnungs- oder Obdachlosigkeit betroffen sind, erhalten möglichst schnell eigenen Wohnraum mit regulärem Mietvertrag, ohne vorherige Nachweise einer sogenannten „Wohnfähigkeit“. Anschließend unterstützt ein sozialpädagogisches Team der Christophorus Gesellschaft die neuen Mieterinnen und Mieter bei Bedarf auch langfristig zum Beispiel bei Fragen zu Alltagsstruktur, Gesundheit oder Behörden.

Damit dieses Konzept greifen kann, braucht es verlässliche Vermietende und natürlich Wohnungen. Die Stadtbau Würzburg stellt Wohnraum zur Verfügung und vermietet zu fairen, sozialverträglichen Konditionen. „Das ist die Grundlage für einen Neustart für Menschen, die zuvor oft über Jahre hinweg ohne eigenes Zuhause gelebt hatten“, so Stadtbau-Sozialmanager Michael Keil. Durch eine gegenseitige Schweigepflichtentbindung können sich Vermietende während der gesamten Mietdauer direkt an das Projekt NOAH wenden. Das ermöglicht schnelle, unbürokratische Lösungen und trägt wesentlich zu stabilen Mietverhältnissen bei.

Deutschlandweit steigt die Zahl der Wohnungslosen an, auch in Würzburg. Im Jahr 2016 waren 265 wohnungslose Menschen von der Stadt untergebracht, zu Beginn des Jahres 2025 waren es 580. „Housing First“ setzt diesem Negativtrend etwas entgegen und bringt Menschen langfristig und nachhaltig in eine eigene Wohnung. Es ist vorgesehen, dass der Ansatz „Housing First“ ab Ende 2026 in die kommunalen Pflichtleistungen aufgenommen wird, sodass einer langfristigen Finanzierung des Projekts NOAH nichts entgegenstünde.

Die Kooperation zwischen der Stadtbau Würzburg und NOAH wächst kontinuierlich: Inzwischen wurde bereits die vierte Wohnung an einen Klienten aus dem Housing First-Projekt übergeben. Die neueste Schlüsselübergabe fand Ende Januar 2026 im Stadtteil Zellerau mit Quartiersbetreuung Leona Philipp, Projektleiter Jan Bläsing sowie Sozialpädagogin Sabine Märkle statt. Die symbolische Schlüsselübergabe steht für ein gemeinsames Ziel: Jede zusätzliche Wohnung ist ein konkreter Schritt gegen Wohnungslosigkeit. Als verlässliche Partnerin in der Zusammenarbeit mit NOAH steht die Stadtbau Würzburg für mehr Wohnraum, mehr Stabilität und mehr Perspektiven in Würzburg.

#Gebäudemodernisierungsgesetz: Mehr Flexibilität – aber wichtige Chancen bleiben ungenutzt 🏗️🌡️ Das Gebäudemodernisierungsgesetz wurde heute in zweiter und dritter Lesung im #Bundestag und anschließend im #Bundesrat beschlossen. Positiv ist, dass damit grundsätzlich wieder mehr #Technologieoffenheit und #Flexibilität geschaffen wird. Doch aus Sicht der sozial orientierten #Wohnungswirtschaft bleibt das Gesetz weit hinter den Anforderungen der Praxis zurück. Die zentralen Kritikpunkte im Überblick: ❌ Fehlender #Flottenansatz: Statt jedes Gebäude isoliert betrachten zu müssen, brauchen wir die Möglichkeit, Investitionen über Bestände und #Quartiere hinweg zu steuern. So könnten wir dort sanieren, wo jeder investierte Euro die maximale #CO₂-Einsparung bringt. ❌ Verzerrte Kostenaufteilung: Die vorgesehene pauschale Beteiligung der sozial orientierten #Wohnungsunternehmen an #Energiekosten bricht mit dem bewährten CO₂-#Stufenmodell. Unternehmen werden für Kosten in die Pflicht genommen, die sie weder verursachen noch beeinflussen können – das setzt völlig falsche Anreize. ❌ #Bürokratie-Monster statt Beschleuniger: Neue Informations-, Dokumentations- und Vorlagepflichten erhöhen den Verwaltungsaufwand massiv, statt #Modernisierungen schneller und wirtschaftlicher zu machen. ❌ #Planungsunsicherheit durch Förderkürzungen: Dass die Bundesförderung für effiziente Gebäude (#BEG) kurzfristig gekürzt wird – gerade für Mehrfamilienhäuser –, trifft genau die Unternehmen, die den sozialen Wohnungsbestand klimaneutral transformieren müssen. Zudem gilt: #Ordnungsrecht und #Förderung müssen Hand in Hand gehen. Höhere gesetzliche Anforderungen können nur dann ihre Wirkung entfalten, wenn sie von einer verlässlichen und auskömmlichen Förderkulisse begleitet werden.

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