Premiere in der Wohnungswirtschaft: WBG „Treptow Nord“ eG und WBG-Mieterstrompartner legen den ersten Klima- und Sozialbericht für Mieterstrom vor
Die Wohnungsbau-Genossenschaft „Treptow Nord“ eG setzt in ihrem Berliner Wohnungsbestand imDachpachtmodell eines der ambitioniertesten Mieterstromprojekte Deutschlands um. Gemeinsam mitder WBG-Mieterstrompartner als Konzeptentwickler und Umsetzungsbegleiter sowie der metergrid GmbH als Mieterstrom-Dienstleister werden auf den Dächern von 89 Gebäuden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von über 5 MWp installiert. 165 Einzelprojekte mit insgesamt 11.802 Solarmodulen ermöglichen 3.149 Wohneinheiten den Zugang zu lokal erzeugtem, günstigem Solarstrom – direkt vom eigenen Dach.
Die Genossenschaft setzt dabei auf das Dachpachtmodell: Sie verpachtet ihre Dachflächen an externe Betreiber, die Finanzierung, Bau und Betrieb der PV-Anlagen übernehmen. So bleibt der Fokus auf dem Kerngeschäft erhalten, die genossenschaftlichen Steuervorteile werden gewahrt, und der Mieterstromtarif ist durch Dachnutzungsverträge dauerhaft gedeckelt.
Die Projekte werden im innovativen virtuellen Summenzählermodell umgesetzt – mit intelligenten Messsystemen an allen Verbrauchsstellen. Die WBG „Treptow Nord“ eG ist damit Teil des größten virtuellen Summenzähler-Mieterstrommodells in Deutschland.
Klima- und Sozialwirkung
Das CO₂-Einsparpotenzial beträgt 1.847 Tonnen pro Jahr – das entspricht rund 14,2 Millionen Kilometern Autofahrt. Zugleich profitieren die Mieter:innen unmittelbar: Der PV-Arbeitspreis liegt mit 27,80 Ct/kWh um 38 Prozent unter dem Grundversorgertarif. Bei einem Jahresverbrauch von 2.500 kWh spart ein Haushalt bis zu 380 Euro pro Jahr. Das Gesamteinsparpotenzial für alle 3.149 Wohneinheiten beträgt rund 1 Mio. Euro jährlich. Die Teilnahme am Mieterstrommodell ist freiwillig – die freie Stromanbieterwahl bleibt erhalten.
Der Klima- und Sozialbericht liefert dafür eine verifizierte Datenbasis: Er dokumentiert die gesamte Wirkungskette von der CO₂-Reduktion über die Kostenentlastung bis zur Stärkung der ESG-Bilanz. Im Kontext steigender CO₂-Kosten und der geplanten Einbeziehung des Gebäudesektors in den Emissionshandel ab 2027 gewinnt ein systematisches Reporting zunehmend an Bedeutung – auch für Finanzierungskonditionen und Kreditwürdigkeit.
Beitrag zur Berliner Solarstrategie
Die WBG-Mieterstrompartner ist offizieller Partner des Masterplans Solarcity, einer Initiative der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, die den Anteil der Solarenergie an der Stromversorgung der Hauptstadt bis 2035 auf 25 Prozent steigern will. Die Projekte der Wohnungsbau-Genossenschaft „Treptow Nord“ eG leisten einen konkreten und relevanten Beitrag zu dieser Zielerreichung.
Stimmen zum Projekt
„Der Ausbau von Mieterstrom ist ein wesentlicher Bestandteil unserer langfristigen Strategie zur Reduzierung von Emissionen, zur Stabilisierung von Energiekosten und zur Zukunftssicherung des Bestandes. Der Bericht macht deutlich, dass Mieterstrom nicht nur ökologische Effekte entfaltet, sondern auch wirtschaftliche und soziale Aspekte adressiert“, sagte Georg Petters, Vorstand der Wohnungsbau-Genossenschaft „Treptow Nord“ eG.
„Ziel dieses Klima- und Sozialberichts ist es, die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Effekte von Mieterstrom faktenbasiert einzuordnen. Die WBG „Treptow Nord“ eG gehört durch ihre konsequente und großflächige Umsetzung zu den Pionieren dieses Modells in Deutschland“, sagte Thomas Pfenning, Geschäftsführer der WBG-Mieterstrompartner.
Kerndaten auf einen Blick
| Gesamte PV-Leistung | 5.087 kWp |
| Wohneinheiten mit Mieterstromzugang | 3.149 |
| Projekte / Wirtschaftseinheiten | 165 / 89 |
| PV-Jahresproduktion (Potenzial) | 5,09 GWh/Jahr |
| CO₂-Einsparung pro Jahr | 1.847 Tonnen |
| Kostenersparnis Mieter:innen/Jahr | 982.000 € |
| Gesamtersparnis Mieterstromtarif | 30 % |
One-Pager zum Klima- und Sozialbericht der WBG Treptow Nord:

