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Nürnberg: Kunstwerke für das Quartier monopol491

Nürnberg – Mit der Entwicklung des Wohnquartiers „monopol491“ wird die Geschichte des ehemaligen Geländes der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein auf besondere Weise weitergeführt. Um die Fläche für eine neue Wohnbebauung nutzbar zu machen, wurden die bestehenden Industriegebäude weitgehend zurückgebaut. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung wurde jedoch früh der Wunsch formuliert, die Vergangenheit des Ortes sichtbar zu bewahren – unter dem Leitgedanken „Geschichte bleibt“.

16. April 2026
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Foto: wbg / Julian Wachtler

Daher wurde das Gebäude im Quartierszentrum erhalten und zahlreiche Exponate aus der früheren Nutzung gesichert. Diese historischen Elemente bildeten die Grundlage für ein Kunst-am-Bau-Projekt, das die Identität des Ortes in die neue Wohnanlage überträgt.

In Abstimmung mit dem Beirat für Bildende Kunst der Stadt Nürnberg sowie dem Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Nürnberg Mittelfranken e. V. wurden fünf Kunstschaffende zu einem eingeladenen Wettbewerb ausgewählt. Eine Fachjury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der freien Kunst sowie Mitgliedern des BBK-Vorstands, entschied über die eingereichten Entwürfe. Für die wbg Nürnberg war Geschäftsführer Ralf Schekira als Sachpreisrichter beteiligt. Ziel der Wettbewerbsaufgabe war es, aus den gesicherten Relikten der ehemaligen Nutzung neue, dauerhafte Kunstwerke zu schaffen, die die Geschichte des Ortes in zeitgemäßer Form weitertragen.

In der Jurysitzung am 21. Juli 2025 wurde der Entwurf des Künstlerduos Karl Schnell und Klaus-Leo Drechsel mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Unter dem Titel „Bunte Köpfe Stahl Gewächse“ entstanden drei eigenständige Kunstwerke, die sich spielerisch und zugleich prägnant mit den historischen Materialien auseinandersetzen.

Die Jury würdigte insbesondere die kreative Umdeutung der Fundstücke: So werden Rohre zu einem neuen, großformatigen Quartiersemblem gefügt, technische Elemente wie Warnleuchten und Absperrschieber zu einer skulpturalen Pflanze transformiert und Funkensprühsicherungen zu farbenfrohen Köpfen weiterentwickelt. In ihrer Gesamtheit verbinden die Werke Vergangenheit und Gegenwart auf überraschende und zugleich identitätsstiftende Weise.

Im Rahmen der feierlichen Enthüllung betonte Kulturbürgermeisterin Julia Lehner: „Die Förderung von Kunst und Kultur ist seit vielen Jahrzehnten Teil der DNA der wbg. Umso mehr freut es mich, dass in diesem neuen Quartier gleich mehrere besondere Kunstwerke entstanden sind, die Geschichte sichtbar machen und den Ort bereichern.“

Auch Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich unterstrich die Bedeutung von Kunst im Stadtraum: „Kunst am Bau ist ein wichtiger Beitrag zur Qualität unserer Stadt. Sie schafft Identität und macht Quartiere lebens- und liebenswert. Dass die wbg auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen an diesem Anspruch festhält, ist ein starkes Signal.“

Für wbg-Geschäftsführer Ralf Schekira markiert die Enthüllung zugleich einen wichtigen Projektabschluss: „Mit der Fertigstellung der Kunstwerke schließen wir den ersten großen Bauabschnitt im Quartier monopol491 ab. Ganz im Sinne unseres Anspruchs, LebensRäume zu gestalten, entsteht hier mehr als nur Wohnraum: Die Kunstwerke geben dem Quartier ein eigenes Gesicht und laden dazu ein, sich mit dem Ort und seiner Geschichte auseinanderzusetzen.“

Begleitend zu den Kunstwerken ist eine Broschüre entstanden, die den Entstehungsprozess dokumentiert und Hintergrundinformationen zu den Arbeiten liefert. Diese ist über die Unternehmenskommunikation der wbg Nürnberg erhältlich.

Foto: wbg / Julian Wachtler
Foto: wbg / Julian Wachtler
Foto: wbg / Julian Wachtler
Foto: wbg / Julian Wachtler
Fotos: wbg / Julian Wachtler

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