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Neues Hans-Schneider-Haus der AWO in Langwasser feierlich eröffnet

Nürnberg - In feierlichem Rahmen ist heute das neue Hans-Schneider-Haus der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Nürnberg e. V. in der Salzbrunner Straße offiziell eröffnet worden. Der Neubau ersetzt das bisherige Pflegeheim am gleichen Standort und bietet künftig 140 pflegebedürftigen Menschen ein modernes und seniorengerechtes Zuhause. Das Projekt wurde in enger Kooperation zwischen der AWO Nürnberg und der wbg Nürnberg GmbH Immobilienunternehmen umgesetzt.

1. Oktober 2025
Julian Wachtler, wbg Nürnberg
Der Neubau des Hans-Schneider-Hauses in der Salzbrunner Straße.

„Ein Tag der Freude für den Stadtteil Langwasser. So stelle ich mir nachhaltige und vorausschauende Stadtentwicklung vor. Ich freue mich sehr über die Zusammenarbeit von AWO und wbg zum Wohle der Menschen in unserer Stadt und insbesondere für die Seniorinnen und Senioren hier in Langwasser“, erklärte Oberbürgermeister Marcus König bei der Eröffnung.

Das neue Pflegeheim entstand ab August 2023 auf einem Grundstück der wbg, das zuvor als Garagenfläche genutzt wurde. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 31 Millionen Euro. Auf 8700 qm² Bruttogeschossfläche verteilen sich 140 Einzelzimmer, davon 38 rollstuhlgerecht; außerdem verfügt das neue Haus über einen Demenzgarten, zwei Dachterrassen sowie barrierefreie Gemeinschaftsflächen. Das integrierte Stadtteil-Café öffnet das Gebäude bewusst zum Quartier hin und lädt zur Teilhabe ein.

„Wir freuen uns, dass wir mit der heutigen Eröffnung einen weiteren wichtigen Beitrag zur sozial verantwortungsvollen Quartiersentwicklung leisten können“, so Ralf Schekira, Geschäftsführer der wbg Nürnberg. „Wir haben termingerecht und im Kostenrahmen den baulichen Rahmen geschaffen, damit die AWO auch weiterhin mit hoher Qualität auf dem aktuellen Stand der Technik pflegerisch wirken kann.“

Auch für die AWO Nürnberg markiert die Eröffnung einen wichtigen Meilenstein: „Das ist ein besonderer Tag für uns. Gemeinsam mit unserem Partner, der wbg, haben wir eine Einrichtung realisiert, die den modernsten Anforderungen an Pflege und Lebensqualität entspricht. Dabei war uns besonders wichtig, dass die Menschen auch weiterhin in ihrem gewohnten Stadtteil bleiben können – verbunden mit einem spürbaren Qualitätsgewinn“, betont AWO-Vorständin Ina Schönwetter-Cramer.

Im zentralen Innenhof der Einrichtung wurde im Rahmen des Festaktes außerdem eine hölzerne Skulptur des Nürnberger Künstlers Christian Rösner enthüllt. Der Rohling für das Kunstwerk stammte von einer Eiche, die auf dem Baufeld gefällt worden war.

Der bisherige Standort des 1965 errichteten, sanierungsbedürftigen Hans-Schneider-Hauses wird zurückgebaut und mit neuem Leben gefüllt: Dort schafft die wbg Nürnberg dringend benötigten Wohnraum für die Stadt – ein weiterer Schritt im Rahmen der nachhaltigen Quartiersentwicklung.

Einrichtungsleiter Marco Fees, AWO-Vorständin Ina Schönwetter-Cramer, AWO-Vorstandsvorsitzender Michael Schobelt und wbg-Geschäftsführer Ralf Schekira bei der Schlüsselübergabe (von links). Foto: Julian Wachtler, wbg Nürnberg

#Gebäudemodernisierungsgesetz: Mehr Flexibilität – aber wichtige Chancen bleiben ungenutzt 🏗️🌡️ Das Gebäudemodernisierungsgesetz wurde heute in zweiter und dritter Lesung im #Bundestag und anschließend im #Bundesrat beschlossen. Positiv ist, dass damit grundsätzlich wieder mehr #Technologieoffenheit und #Flexibilität geschaffen wird. Doch aus Sicht der sozial orientierten #Wohnungswirtschaft bleibt das Gesetz weit hinter den Anforderungen der Praxis zurück. Die zentralen Kritikpunkte im Überblick: ❌ Fehlender #Flottenansatz: Statt jedes Gebäude isoliert betrachten zu müssen, brauchen wir die Möglichkeit, Investitionen über Bestände und #Quartiere hinweg zu steuern. So könnten wir dort sanieren, wo jeder investierte Euro die maximale #CO₂-Einsparung bringt. ❌ Verzerrte Kostenaufteilung: Die vorgesehene pauschale Beteiligung der sozial orientierten #Wohnungsunternehmen an #Energiekosten bricht mit dem bewährten CO₂-#Stufenmodell. Unternehmen werden für Kosten in die Pflicht genommen, die sie weder verursachen noch beeinflussen können – das setzt völlig falsche Anreize. ❌ #Bürokratie-Monster statt Beschleuniger: Neue Informations-, Dokumentations- und Vorlagepflichten erhöhen den Verwaltungsaufwand massiv, statt #Modernisierungen schneller und wirtschaftlicher zu machen. ❌ #Planungsunsicherheit durch Förderkürzungen: Dass die Bundesförderung für effiziente Gebäude (#BEG) kurzfristig gekürzt wird – gerade für Mehrfamilienhäuser –, trifft genau die Unternehmen, die den sozialen Wohnungsbestand klimaneutral transformieren müssen. Zudem gilt: #Ordnungsrecht und #Förderung müssen Hand in Hand gehen. Höhere gesetzliche Anforderungen können nur dann ihre Wirkung entfalten, wenn sie von einer verlässlichen und auskömmlichen Förderkulisse begleitet werden.

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