Wohnungswirtschaft Online mobile Logo Wohnungswirtschaft Online desktop Logo
  • wiPlus
  • Bundespolitik
  • Europa & Welt
  • Landespolitik
  • Themen
  • Unternehmen
  • Mediathek
  • Publikationen
  • Abo
  • Newsletter
Wohnungswirtschaft OnlineWohnungswirtschaft Online
Abonnement Anmelden
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw

Mehr Wohnraum, neue Bauweisen und nachhaltige Ressourcennutzung: Volkswohnung legt Grundstein im Buschwiesenweg

Karlsruhe – Die Volkswohnung hat mit dem Neubauprojekt am Buschwiesenweg im Karlsruher Stadtteil Grünwinkel begonnen. Auf dem rund 6.000 Quadratmeter großen Grundstück nahe Rheinhafen und Alb entstehen bis voraussichtlich Ende 2027 insgesamt 80 Mietwohnungen, davon 62 öffentlich gefördert. Das Projekt, das mit einem Rückbau von Zeilenbauten aus den 1930er Jahren startete, ist das erste Projekt der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft in vorgefertigter Holzbauweise und kann die Wohnfläche von rund 2.800 Quadratmeter auf etwa 6.120 Quadratmeter mehr als verdoppeln. Die Volkswohnung leistet damit auch einen Beitrag zur städtischen Strategie, vorhandene Flächen effizienter zu nutzen, um – auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten – dem wachsenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zu begegnen.

21. April 2026
Eine aktuelle Tageszeitung, Münzen, Baupläne und Fotos der Baubeteiligten: Die Erinnerungsstücke in der Zeitkapsel bewahren den Tag der Grundsteinlegung für kommende Generationen und wurden von den Baubeteiligten (Geschäftsführer Stefan Storz und Projektleiter Frank Schneidereit – beide Volkswohnung; Uli Kälber, Geschäftsführer Gottlob Rommel GmbH & Co. KG; Architekt Jens Mergenthaler; Bürgervereinsvorsitzende Karin Armbruster und Baubürgermeister Daniel Fluhrer; v.l.) fachmännisch in den Grundstein einbetoniert.
Eine aktuelle Tageszeitung, Münzen, Baupläne und Fotos der Baubeteiligten: Die Erinnerungsstücke in der Zeitkapsel bewahren den Tag der Grundsteinlegung für kommende Generationen und wurden von den Baubeteiligten (Geschäftsführer Stefan Storz und Projektleiter Frank Schneidereit – beide Volkswohnung; Uli Kälber, Geschäftsführer Gottlob Rommel GmbH & Co. KG; Architekt Jens Mergenthaler; Bürgervereinsvorsitzende Karin Armbruster und Baubürgermeister Daniel Fluhrer; v.l.) fachmännisch in den Grundstein einbetoniert. Foto: Volkswohnung

Wohnungen für das „Existenzminimum“: Unter diesem Leitgedanken entstanden zwischen 1931 und 1933 die zwei Zeilenbauten im Buschwiesenweg. Diese Wohnungen, allesamt Drei-Zimmer-Wohnungen mit einer durchschnittlichen Größe von 54 Quadratmetern, konnten aufgrund ihrer baulichen Struktur nicht erhalten bleiben. Mit dem Rückbau realisiert die Volkswohnung nun eine vollständige Neubebauung des circa 6.000 Quadratmeter großen Grundstücks und nutzt den Standort deutlich effizienter. Statt der einstigen 60 Wohneinheiten mit etwa 2.800 Quadratmetern entstehen nun 80 Wohnungen mit rund 6.120 Quadratmeter Wohnfläche. Das Angebot umfasst 62 geförderte Mietwohnungen und 18 freifinanzierte Maisonettewohnungen; Erdgeschosswohnungen werden barrierefrei mit Terrassen und kleinen Gärten ausgeführt.

Mehrere zukunftsorientierte Ansätze setzt das Projekt am Buschwiesenweg um: Urban Mining beim Rückbau, Holzbau und serielle Vorfertigung als Bauprinzip. Der Ansatz des Urban Mining gewinnt im Bauwesen zunehmend an Bedeutung, da Baustoffe im Nutzungskreislauf bleiben, Ressourcen geschont und Abfälle reduziert werden. Ziel war es, möglichst viele Materialien aus den bestehenden Gebäuden zu sichern und wieder zu verwenden. Holzdielen, Zimmertüren, Briefkästen und Sandsteinstufen wurden sorgfältig ausgebaut, aufbereitet und anschließend im Neubau bzw. in anderen Volkswohnungs-Bauprojekten wieder eingesetzt. Ein Teil der Holzdielen findet heute beispielsweise in den Garagenaufstockungen im Rintheimer Feld eine neue Verwendung.

„Das Projekt hier im Buschwiesenweg verbindet die behutsame Weiterentwicklung eines gewachsenen Quartiers mit der notwendigen Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Hier werden Flächen intelligent genutzt und Nachhaltigkeit praktisch umgesetzt“, so Daniel Fluhrer, Karlsruhes Baubürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Volkswohnung. Das Vorhaben stehe damit exemplarisch auch für eine Politik, die Wohnungsbau, Resilienz und Ressourcenschonung im Blick habe.

Der Neubau nach einer Planung des Büros KFWM Architekten markiert zugleich einen technischen und konzeptionellen Schritt für die Volkswohnung, denn es handelt sich um den ersten Neubau des Unternehmens in vorgefertigter Holzbauweise. Dabei werden tragende Bauteile in Holz ausgeführt und in serieller Bauweise kombiniert. Die Gebäude entstehen aus mehreren wiederkehrenden Gebäudetypen, die zu vier Baukörpern zusammengefügt werden. Diese Struktur ermöglicht eine effiziente Planung und Bauabwicklung. Ein hoher Vorfertigungsgrad sorgt dafür, dass viele Bauteile bereits im Werk produziert und anschließend auf der Baustelle montiert werden. Lediglich Untergeschoss und Treppenhäuser sind in massiver Bauweise geplant.

Die serielle Logik ermöglicht eine Just‑in‑time‑Anlieferung vormontierter Elemente und eine präzisere Steuerung der Bauabläufe. Dadurch verkürzt sich die Gesamtbauzeit. Volkswohnungs‑Geschäftsführer Stefan Storz erklärt: „Serielle Vorfertigung und modulare Bauweise ermöglichen uns, Wohnraum schneller, wirtschaftlicher und mit hoher Ausführungsqualität zu schaffen – und das zugleich sozial verantwortlich.“

Vollständig wird der zukunftsorientierte Ansatz beim Blick auf die moderne Energieversorgung. Das Energie- und Versorgungskonzept setzt auf Luft/Wasser‑Wärmepumpen auf den Dächern sowie eine Photovoltaikanlage, die die Wärmepumpen mit Betriebsstrom versorgt; Überschüsse werden eingespeist. Die Gebäude erreichen eine deutlich bessere energetische Bilanz als der frühere Bestand. Während dieser noch einen Primärenergiebedarf von 116 kWh/m² pro Jahr aufwies (Energieeffizienzklasse D), liegt der Wert des Neubaus bei rund 36 kWh/m² pro Jahr (Energieeffizienzklasse A).

Das Mobilitätsangebot umfasst 49 Pkw‑Stellplätze (37 in der Tiefgarage, 12 oberirdisch) sowie geplante Carsharing‑Stellplätze; für geförderte Wohnungen gilt eine reduzierte Stellplatzregelung.

Unterstützt wird das Vorhaben durch Förderprogramme wie KaWoF und L‑Bank‑Kompensationsförderung. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2027 vorgesehen. (lux)

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

0 Share

wi Wohnungspolitische Informationen 33/2026

page_1

WI 33/2026

  • Registrieren
  • Abonnement
  • Artikel ansehen
  • Newsletter
  • Abonnement
  • Kündigung
  • Kontakt
  • Mediadaten
Wohnungswirtschaft Online Abonnement Anmelden

Unsere Partner

  • DigiWoh
  • BBA
  • BID
  • Housing Europe
  • Initative Wohnen
  • NaWoh
  • Praxispfad
  • DEWSWOS
  • EBZ
  • InWIS
  • © Copyright 2026
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • AGB
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw