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JägerhofQuartier der Wohnungsbau Ludwigsburg erhält doppelte Auszeichnung der Architektenkammer Baden‑Württemberg

Ludwigsburg – Bei der Verleihung der Auszeichnungen Beispielhaftes Bauen Landkreis Ludwigsburg 2019–2025 im Landratsamt Ludwigsburg wurde das JägerhofQuartier der Wohnungsbau Ludwigsburg (WBL) gleich doppelt ausgezeichnet. In feierlichem Rahmen überreichten Landrat Dietmar Allgaier, Vertreterinnen und Vertreter der Architektenkammer Baden‑Württemberg sowie die Jury den Preisträgerinnen und Preisträgern ihre Urkunden und eröffneten zugleich die Ausstellung der prämierten Projekte.

12. Februar 2026
2026-02_JaegerhofQuartier_Gesamtansicht
Dietmar Strauß

Das JägerhofQuartier überzeugte die Jury in den Kategorien Konversion & Freianlagengestaltung sowie Leben und Arbeiten im JägerhofQuartier. Die doppelte Auszeichnung würdigt die gelungene Verbindung aus historischer Bausubstanz, zeitgemäßer Architektur, sozialer Mischung und nachhaltiger Quartiersentwicklung. „Mit dem JägerhofQuartier haben wir gezeigt, dass bezahlbare Mieten und hohe architektonische Qualität kein Widerspruch sind“, betont Andreas Veit, Geschäftsführer der WBL. „Besonders stolz sind wir auf die Verbindung aus Wohnen, Arbeiten und vielfältigen Nachbarschaftsangeboten.“

Ein neuer Stadtbaustein mit Geschichte und Zukunft

Auf dem ehemaligen Kasernenareal befindet sich heute ein lebendiges, durchgrüntes Stadtquartier, das historische Bausubstanz mit moderner Architektur verbindet und vielfältige Wohn‑ und Arbeitsmöglichkeiten bietet. Insgesamt sind 161 Wohnungen entstanden, davon 70 öffentlich gefördert mit Mieten ab 8,78 Euro pro Quadratmeter. Ergänzt wird das Quartier durch eine Kindertagesstätte, eine Quartiersgarage, rund 5.000 Quadratmeter Gewerbe‑ und Büroflächen sowie ein zukünftiges Quartierscafé. Herzstück ist ein autofreier Innenhof mit elf erhaltenen Platanen und vielfältigen Aufenthalts‑ und Begegnungsbereichen. Ein nachhaltiges Energiekonzept mit Fernwärme, Photovoltaik, Mieterstrom, Regenwassermanagement und begrünten Dächern unterstreicht die hohe ökologische Qualität des Quartiers.

Ein zentraler Qualitätsfaktor für die Jury war der sensible Umgang mit der historischen Bausubstanz – von den denkmalgeschützten Mannschaftsgebäuden bis hin zur Aufstockung des ehemaligen DRK‑Gebäudes mit integrierter Kita. „Uns war von Anfang an wichtig, dass das JägerhofQuartier nicht nur gestalterisch überzeugt, sondern auch nachhaltig und energetisch Maßstäbe setzt“, sagt Achim Eckstein, Prokurist und Leiter des Projektmanagements bei der WBL. „Zentral war für uns, die historische Substanz zu erhalten und ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Quartier zu gestalten.“

Jury würdigt Konversion, Freiräume und Nutzungsmix

In der Kategorie Konversion & Freianlagengestaltung würdigte die Jury vor allem die behutsame Integration der Neubauten, die gestalterische Klarheit und den Erhalt der markanten Platanen. Die klare Wege‑ und Raumgestaltung unterstützten die Umwandlung des ehemaligen Kasernenareals zu einem lebendigen Stadtbaustein in beispielhafter Weise.
In der Kategorie Leben und Arbeiten im JägerhofQuartier hob die Jury die gelungene Weiterentwicklung des Kasernencharakters hervor: Die Verbindung zwischen Alt und Neu sei ebenso überzeugend wie die offene Gestaltung des Quartiers. All dies führe zu einer hohen Aufenthaltsqualität, die gemeinschaftliches Wohnen, Arbeiten und Zusammenleben vorbildlich ermöglicht.

Das Planungsteam der Auszeichnung „Leben und Arbeiten im JägerhofQuartier“ © Landratsamt Ludwigsburg, Hermer

Unternehmenssitz der WBL: Moderne Arbeitswelten im Quartier

Mit dem JägerhofQuartier hat auch die Wohnungsbau Ludwigsburg ihren neuen Unternehmenssitz bezogen. Dort arbeitet die WBL heute nach einem zukunftsorientierten Raum- und Kommunikationskonzept, das modernes und flexibles Arbeiten ermöglicht und vielfältige Begegnungsflächen mit ruhigen Rückzugszonen in Einklang bringt. So bildet das JägerhofQuartier ein gelungenes Zusammenspiel aus Stadtentwicklung, zeitgemäßem Wohnen und einem lebendigen Arbeitsumfeld.

It‘s the Economy: Neue Wirtschaft und sozialer Zusammenhalt jenseits der Metropolen: Technische Innovationen als Betriebssystem auf dem Prüfstand   Mit dem Einzug von technischen Innovationen stellt sich gerade für ländliche Regionen die Frage nach der Wirtschaftlichkeit und den Auswirkungen auf den sozialen Zusammenhalt. Beide Fragen konnten wir heute auf einem Panel während des NEW bauhaus Festivals in Weimar diskutieren, welches von @[Mirjam Philipp] (@[VSWG Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V.]) moderiert wurde. Aktuell gibt es viele Modellversuche und Prototypen in den Regionen, die einen eigenständigen wirtschaftlich tragfähigen Betrieb erst noch nachweisen müssen. @[Frank Großmann] (Leiter Stabsstelle Strukturwandel Industrie- und Handelskammer Dresden) wies darauf hin, dass die Förderung von Geschäftsmodellen oftmals wegen der fehlenden kritischen Masse (Nachfrage) in ländlichen Räumen nicht ohne weiteres in erfolgreiche Betriebssysteme überführt werden können. @[Christiane Kilian] (Vorständin Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen) betonte, dass neben Förderung vor allem Strukturen zu entwickeln sind, die für neue Unternehmen Zugänge zu Netzwerken und Wissen ermöglichen. @[Axel Fietzek] (Vorstandsvorsitzender LebensRäume Hoyerswerda eG) hob die Bedeutung des sozialen Miteinanders und der nachbarschaftlichen Fürsorge hervor, die ein wichtiger Maßstab für den Einsatz von #KI und humanoiden Robotern sind. Unter der Bevölkerung gibt es auch eine gewisse Skepsis gegenüber dem Einsatz von Sensorik in den Wohnungen. Christiane Kilian wies ergänzend darauf hin, dass es auch um die Frage von eigenständigen Entscheidungen von Menschen geht, die beim Einsatz von KI und Robotik erhalten bleiben sollten. Das Panel hat wichtige Impuls zum Weiterdenken gegeben. Vielen Dank an alle Teilnehmer für die konstruktiven und spannenden Beiträge.

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