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Erster PikoPark Hamburgs offiziell eingeweiht

Hamburg – Die Altonaer Spar- und Bauverein eG (altoba) hat den ersten PikoPark Hamburgs realisiert. Die naturnah gestaltete Fläche im Innenhof Hans-Sachs-Straße/Gerichtstraße in Altona-Nord wurde am 11. Juni 2026 offiziell von Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg sowie Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, eingeweiht. Die rund 800 Quadratmeter große Fläche im Wohnungsbestand der altoba ist in enger Zusammenarbeit mit der Loki Schmidt Stiftung und unter Beteiligung der vor Ort wohnenden Mitglieder entstanden.

12. Juni 2026
PikoPark Hamburg Screenshot
Foto: altoba

PikoParks sind naturnahe Flächen in innerstädtischen Wohnquartieren, die einen Mehrwert für das soziale Miteinander, die Artenvielfalt und die Klimaanpassung im urbanen Umfeld bieten. Vergleichbare Projekte wurden bereits in Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Berlin umgesetzt. Mit dem Projekt in Altona wird das Konzept nun erstmals durch die altoba für Hamburg adaptiert. Entstanden sind Bereiche wie ein Sandarium, eine Benjeshecke, Totholzhaufen mit Regenversickerungsbecken, ein Insektenhotel, Magerbeete, Staudenbeete und Bereiche zum Ernten und Selbstgärtnern. Ein Schild informiert über ausgewählte Bereiche des Hofs.

Die Loki Schmidt Stiftung und die altoba kooperieren seit Anfang 2023. Die altoba ist im Projekt „MOIN STADTNATUR“ Pilotpartner der Wohnungswirtschaft. 2025 wurde die Genossenschaft als bundesweit erste Wohnungsbaugenossenschaft mit dem Siegel „Kooperation NATUR“ ausgezeichnet. Damit hat die Stiftung das Engagement der altoba unter dem strategischen Dach von altoba Natur für mehr biologische Vielfalt und eine naturnahe Gestaltung ihrer Außenflächen gewürdigt.

Katharina Fegebank betont in ihrem Grußwort: „Gerade in dicht besiedelten Stadtteilen wie Altona sind solche grünen Oasen von unschätzbarem Wert für die Lebensqualität. Der neue PikoPark ist ein wunderbares Beispiel für eine nachhaltige Stadtentwicklung, bei der Naturschutz und Nachbarschaft Hand in Hand gehen. Ich danke der altoba für ihre zukunftsorientierte Vorreiterrolle und der Loki Schmidt Stiftung für ihre herausragende Fachkompetenz. Dass die Anwohnerinnen und Anwohner von Anfang an aktiv eingebunden waren, macht diesen Ort zu einem echten Begegnungsraum, in dem Nachbarschaft und Natur miteinander wachsen.“

„Die Idee der PikoParks ist für Wohnungsunternehmen ein gutes Konzept, um auf verhältnismäßig kleinen Flächen viel für die Artenvielfalt im Stadtgrün zu leisten. Wir werden das Konzept deshalb in Zukunft auf weitere Höfe ausweiten“, sagt Burkhard Pawils, Vorsitzender des Vorstands der altoba.

Die Loki Schmidt Stiftung hebt die Bedeutung von Projekten wie diesen hervor: „Dieses Projekt hat Vorbildcharakter! Die Wildblumenwiese bietet Schmetterlingen Nahrung, im Sandarium nisten Wildbienen, der Totholzhaufen ist Lebensraum für Insekten und in der Benjeshecke finden Igel und Vögel Rückzugsräume. Auf rund 800 Quadratmeter sind hier wertvolle Trittsteinbiotope für Pflanzen und Tiere entstanden. Dieser PikoPark ist jedoch noch mehr: Er ist ein Ort, an dem die Anwohnerinnen und Anwohner Stadtnatur kennenlernen und erleben können und er ist übertragbar auf viele weitere Flächen. Ich danke der altoba für die großartige Zusammenarbeit und freue mich auf weitere gemeinsame Projekte“, betont Geschäftsführer Axel Jahn.

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