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ZIA übernimmt Vorsitz der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID)

Berlin – Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) übernimmt im Juli turnusgemäß den Vorsitz der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) und löst den BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen ab. Damit steht ZIA-Präsidentin Iris Schöberl ein Jahr lang an der Spitze der BID, in der die sechs wichtigsten Immobilienverbände zusammenarbeiten.

10. Juli 2025
GdW
WELT-Redakteur Michael Fabricius moderierte eine Diskussionsrunde mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Sören Bartol im BMWSB und den Präsidenten der Verbände.GdW

Bei der Amtsübergabe am 8. Juli 2025 in Berlin blickten Dirk Salewski, Iris Schöberl und Sören Bartol, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, gemeinsam mit den Präsidenten der anderen BID-Verbände darauf, was die Branche auch nach dem Bau-Turbo bewegt und was weiter passieren muss, um den Wohnungsbau wieder anzukurbeln.

„Wir befinden uns weiterhin in einer für die Immobilien- und Wohnungswirtschaft herausfordernden Lage. Es gibt keine Allheilmittel und auch keine Abkürzungen. Tiefgreifende strukturelle Änderungen brauchen Zeit, um Wirkung entfalten zu können. Die Immobilienverbände sind darum umso mehr gefragt, ihren Beitrag zur Überwindung der aktuellen Krise durch Rat und Tat zu leisten. Unsere Branche ist eine der tragenden Säulen der Wirtschaft unseres Landes. Die starke Interessenvertretung der in der BID organisierten Verbände hat sich bewährt und wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen“, sagte der scheidende BID-Vorsitzende Dirk Salewski.

„Die Stimmung hat sich aufgehellt, das allein bedeutet aber nicht, dass sich die Lage wesentlichverbessert hat. Der „Bau-Turbo“ ist ein wichtiger erster Schritt. Er kann aber nur ein Baustein in einer Reihe von Erleichterungen und Vereinfachungen sein, die noch kommen müssen. Vorschläge, ganz konkrete, liegen auf dem Tisch. Umso wichtiger, dass die größten Immobilienverbände bei den drängendsten Herausforderungen mit einer Stimme sprechen und sich aktiv und mit all ihrer Erfahrung aus der Praxis in den politischen Prozess miteinbringen. Vor uns liegt ein entscheidendes Jahr“, betonte die neue BID-Vorsitzende Iris Schöberl. (ben)

🏗️ Baugenehmigungen steigen – jetzt muss aus Zuversicht bezahlbarer Wohnraum werden Die Genehmigungszahlen zeigen weiter nach oben: Im Juli wurden bundesweit 22.500 Wohnungen genehmigt, 1,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Von Januar bis Juli waren es 148.800 Wohnungen – ein Plus von 12,9 Prozent. Besonders wichtig für den Mietwohnungsbau: Bei neuen Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 15,1 Prozent auf 79.700. Das ist ein ermutigendes Signal. Aber: Eine Genehmigung ist noch keine gebaute und vor allem keine bezahlbare Wohnung. Auch die jüngste ifo-Umfrage zeigt: Die Zuversicht im Wohnungsbau wächst, die aktuelle Geschäftslage bleibt jedoch schwierig. Was jetzt zählt: 🏠 Baukosten dauerhaft senken – mit einem praxistauglichen Gebäude-Basisstandard und weniger kostentreibenden Anforderungen. 🏠 Gebäudetyp E endlich rechtssicher machen. Die Verzögerungen dürfen so nicht weitergehen. 🏠 Serielles und modulares Bauen stärken und Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfachen und beschleunigen. 🏠 Neubauförderung verlässlich gestalten, insbesondere für das bezahlbare mittlere Mietsegment, und die EH55-Plus-Förderung über das Jahresende hinaus fortführen. 🏠 Bei der Sonder-AfA nach § 7b EStG das vorgeschriebene Effizienzhaus-Niveau auf den kostengünstigeren EH55-Standard absenken. 📣 Bezahlbarer Neubau braucht mehr als steigende Genehmigungszahlen. Er braucht Rahmenbedingungen, unter denen Wohnungsunternehmen tatsächlich bauen können – und Menschen sich die entstehenden Wohnungen leisten können.

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